Recht­sex­trem­is­ten hof­fen auf die Akzep­tanz im All­t­ag indem sie ihren Parolen einen bürg­er­lichen Anstrich ver­lei­hen, jugend­kul­turelle Ange­bote eröff­nen und im öffentlichen Raum Präsenz zeigen. So mieten Berlin­er Recht­sex­trem­is­ten immer wieder öffentliche Räume für ihre Ver­anstal­tun­gen an oder es wer­den Ladengeschäfte eröffnet mit attrak­tiv­en Artikeln für Käufer aus recht­sex­tremen Szenen. 

Auch ein Geschäft in der Peters­burg­er Str. in Berlin-Friedrichshain bietet seit dem Feb­ru­ar 2009 auss­chließlich eine in recht­sex­tremen Szenen beliebte Bek­lei­dungs­marke an.

Doch die Berliner­in­nen und Berlin­er wehren sich. So hat die „Ini­tia­tive gegen Rechts, Friedrichshain“ in unmit­tel­bar­er Nähe zu dem Ladengeschäft einen Info­con­tain­er errichtet und gestal­tet. Auf Plakat­en und Schautafeln, wird über die Gefahren des Recht­sex­trem­is­mus, seine Strate­gien und Auswirkun­gen informiert und auf örtliche wie Berlin-weite Ini­tia­tiv­en gegen Men­schen­ver­ach­tung hingewiesen.

Im Rah­men des Con­tain­er-Pro­jek­ts bezieht sich die Ini­tia­tive auch auf die Respekt-Kam­pagne des Berlin­er Ratschlag für Demokratie. So ist der Ratschlag mit sein­er „Berlin­er Verpflich­tung“ und seinen Respekt-Postern auf dem Info­con­tain­er präsent.

Mit diesem Pro­jekt gelingt es der Ini­tia­tive zivilge­sellschaftlich­es Engage­ment zu stim­ulieren und im Sozial­raum demokratis­che Diskus­sio­nen anzure­gen. Außer­dem set­zt sie ein Sig­nal für die demokratis­che Öffentlichkeit, dass Recht­sex­trem­is­mus und Men­schen­ver­ach­tung im öffentlichen Raum nicht als Nor­mal­ität hin­genom­men wer­den.

Ein gelun­ge­nes Beispiel, wie sich lokales Engage­ment mit den Absicht­en des Berlin­er Ratschlag für Demokratie verbinden kann.