Regenbogenhände gegen Homophobie – mit dieser Aktion machten der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) und das Bündnis gegen Homophobie auf den diesjährigen Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie am Nollendorfplatz aufmerksam.

„Wir müssen gemeinsam Gesicht zeigen – gegen Vorurteile, Anfeindungen und Gewalt“, sagte der Tempelhof-Schöneberger Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak, der mit den anderen Teilnehmern seinen Handabdruck in verschiedenen Farben auf der großen Leinwand hinterließ. „Noch immer werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und Identität angegriffen, in vielen Staaten verfolgt und mit dem Tode bedroht. Darauf soll am 17. Mai weltweit aufmerksam gemacht werden.“

Auch in Berlin gibt es nach wie vor zahlreiche homophobe Anfeindungen. 2013 wurden 290 Übergriffe mit homophobem oder transphobem Hintergrund in Berlin registriert, die Dunkelziffer gilt als deutlich höher. Erst im Frühjahr 2014 wurde die Gedenktafel für die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus am Nollendorfplatz beschmiert.

„Der Kampf gegen homophobe und transphobe Gewalt ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe“, hob Luczak hervor, „Intoleranz und Vorurteile haben in unserer Gesellschaft keinen Platz. Buntes und vielfältiges Leben ist ein selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft und muss als solcher akzeptiert werden.“