Der Hunger­streik am Bran­den­burg­er Tor, die Errich­tung eines Camps, die Beset­zung ein­er ehe­ma­li­gen Schule, die Protes­tak­tion auf dem Fernse­hturm – mit solchen Aktio­nen machen Flüchtlinge seit Herb­st 2012 in Berlin auf ihre unerträgliche Sit­u­a­tion aufmerk­sam. Sie fordern eine andere Asylpoli­tik in Deutsch­land, vor allem die Abschaf­fung der Res­i­den­zpflicht und der Heimunter­bringung und die legale Möglichkeit zu arbeit­en für Flüch­t­ende.

Die Menschenwürde muss auch ohne Pass gelten

Men­schen auf der Flucht müssen ihr Recht auf Asyl jed­erzeit vor­be­halt­los wahrnehmen kön­nen und brauchen eine men­schen­würdi­ge Unter­bringung eben­so wie die offene Begeg­nung mit uns Berliner­in­nen und Berlin­ern. Die Mit­glieder des Berlin­er Ratschlags – Anet­ta Kahane, Uwe-Karsten Heye, Petra Pau und Nils Busch-Petersen und die Gew­erkschaftsvertreterin­nen Doro Zinke und Susanne Stumpen­husen – sprechen sich deshalb für eine stärkere „Willkom­men­skul­tur“ in Berlin und ganz Deutsch­land aus.

Deutliche Forderungen

Einige Mit­glieder fordern beispiel­sweise eine geset­zliche Grund­lage, damit Flüch­t­ende schnell und legal in den Arbeits­markt inte­gri­ert wer­den kön­nen, damit sie nicht in der Schwarzarbeit ver­schwinden (müssen). Aber sie appel­lieren auch an die gesamte Gesellschaft, ern­sthaft inte­gra­tions­bere­it zu sein und eigene Äng­ste zu über­winden.

Video bei Youtube anse­hen