Stadt Oranienburg und die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen schreiben den Franz-Bobzien-Preis 2016 aus

Im April 2016 wird anlässlich des 71. Jahrestages der Befreiung des Konzen­tra­tionslagers Sach­sen­hausen zum vierten Mal der Franz-Bobzien-Preis vergeben. Ab sofort kön­nen wieder Bewer­bun­gen für den Preis ein­gere­icht wer­den.

Mit der Ausze­ich­nung wollen die Stadt Oranien­burg sowie die Gedenkstätte und das Muse­um Sach­sen­hausen Pro­jek­te in Berlin und Bran­den­burg würdi­gen, die in einem beson­deren Maße zur Stärkung der Demokratie und zur his­torisch-poli­tis­chen Bil­dung beitra­gen. Beson­dere Beach­tung erfahren dabei Pro­jek­te, denen es gelingt, die his­torische Aufar­beitung des Nation­al­sozial­is­mus in Deutsch­land und das gegen­wär­tige Engage­ment für eine demokratis­che Gesellschaft miteinan­der zu verknüpfen.

Bewer­ben kön­nen sich Vere­ine, Schulen, son­stige Bil­dung­sein­rich­tun­gen, Ini­tia­tiv­en und Einzelper­so­n­en aus Bran­den­burg oder Berlin. Die Wet­tbe­werb­steil­nehmer kön­nen sich als Pro­jek­t­träger direkt bewer­ben oder vorgeschla­gen wer­den. Als Wet­tbe­werb­s­beiträge müssen konkrete Pro­jek­te ein­gere­icht wer­den, die nach dem 1. Jan­u­ar 2014 durchge­führt wur­den und entwed­er abgeschlossen sind oder zumin­d­est eine erfol­gre­iche Teilum­set­zung vor­weisen kön­nen. Die genauen Bewer­bungsmodal­itäten kön­nen dem Auss­chrei­bungs-Fly­er (siehe Anlage) ent­nom­men wer­den und sind eben­falls auf der Inter­net­seite www.bobzienpreis.oranienburg.de erhältlich.

Das Preis­geld für das Gewin­ner­pro­jekt beträgt 3000 Euro. Die Zweit- und Drittplatzierten erhal­ten attrak­tive Sach­preise. Bewer­bungss­chluss ist der 30. Novem­ber 2015.

Der Berlin­er Ratschlag für Demokratie ist offizieller Part­ner des Franz-Bobzien-Preis­es. Für Berlin­er Pro­jek­te ergibt sich daher die Möglichkeit ein­er dop­pel­ten Bewer­bung: Beim Wet­tbe­werb „Respekt gewin­nt!“ des Berlin­er Ratschlages und beim Franz-Bobzien-Preis der Stadt Oranien­burg.

Zur Per­son Franz Bobzien:

Franz Bobzien war ein außergewöhn­lich­er Päd­a­goge, Lehrer und Poli­tik­er. Er leis­tete Wider­stand gegen das NS-Regime und war ab 1938 im KZ Sach­sen­hausen inhaftiert. Hier engagierte er sich unter schwierig­sten Bedin­gun­gen und mit großem Mut vor allem für jugendliche Mit­ge­fan­gene. Am 28. März 1941 kam er bei Bomben­räu­mungsar­beit­en in Berlin ums Leben. Mit der Benen­nung des Preis­es nach Franz Bobzien soll sein mutiger und selb­st­los­er Ein­satz unter äußerst gefährlichen Bedin­gun­gen gewürdigt wer­den.