Am 18. Okto­ber fand die zweite reg­uläre Sitzung des Ratschlags in diesem Jahr statt. Wir bedanken uns für die rege Teil­nahme.  Geprägt waren die Tage­sor­d­nungspunk­te von zwei großen The­men: dem Anstieg anti­semi­tis­ch­er Gewalt und dem Start unser­er Kam­pagne zum 9. Novem­ber, dem 80. Jahrestag der Reich­s­pogrom­nacht. Zwei Schw­er­punk­te mit großer Schnittmenge und klar­er Auf­forderung: Posi­tion beziehen!

Mar­git Gottstein, Staatssekretärin für Ver­brauch­er­schutz und Antidiskri­m­inierung, eröffnete die Sitzung mit Gedanken zum Anstieg anti­semi­tis­ch­er Delik­te in Berlin, beson­ders in diesem Jahr, und zur unbe­d­ingten Notwendigkeit von Sol­i­dar­ität – sowohl mit den Opfern als auch mit jüdis­chen Inter­essen­ver­bän­den und der jüdis­chen Bevölkerung.

Einem Rede­beitrag von Carl Chung, Koor­di­na­tor beim Jüdis­chen Forum für Demokratie und gegen Anti­semitismus, zu Hand­lungsstrate­gien gegen Anti­semitismus – im All­t­ag, auf den Straßen, Schul­höfen, aber auch im Netz – fol­gte eine kon­struk­tive Diskus­sion zur Kri­tik an der #unteil­bar-Demo und zu den Auf­gaben des Ratschlags. Wie kann der Ratschlag aktiv gegen anti­semi­tis­che Ressen­ti­ments vorge­hen? Was tun? Hal­tung zeigen! Aufmerk­samkeit schaf­fen! Klare Botschaften senden – ein Aufruf, dem das Bünd­nis fol­gt. Mit Spots und Anzeigen, mit ein­er Dig­italk­a­m­pagne im öffentlichen Raum. Im Berlin­er Fen­ster, in den Warte-TVs der Ämter, auf face­book und twit­ter, aber auch im Print. Rebec­ca Weis, Geschäfts­führung Gesicht Zeigen!, präsen­tiert die Inhalte, die ab Anfang Novem­ber cross­me­di­al Mil­lio­nen Berlin­er erre­ichen.