So fremd und doch so nah – Sol­i­dar­ität mit Flüchtlin­gen jet­zt!“

So lautet das Mot­to des diesjähri­gen Interkul­turellen Fußball­turniers, welch­es am 13.06. 2015 in Berlin Wed­ding aus­ge­tra­gen wird.

Das Fußball­turnier ste­ht all­ge­mein für die Wertschätzung der Vielfalt im Stadt­teil und set­zt sich gegen Diskri­m­inierung und Frem­den­feindlichkeit ein. Aus­drück­lich bieten wir allen Flüchtlin­gen die Möglichkeit sich auf dem Rasen als Team mit anderen im sportlichen Wet­tkampf zu messen. Eine Atmo­sphäre zu erschaf­fen, in der sich die Bewohn­er der Flüchtling­sheime und Notun­terkün­fte willkom­men fühlen kön­nen, ist uns ein beson­deres Anliegen.

Zur Projektgruppe

NARUD e.V.
Gen­ter Strasse 7
13353 Berlin
Tele­fon:
(0+49) 30 91515416
Lokale Zuord­nung:
städtisch

Projektinformation

Das Interkul­turelle Fußball­turnier blickt auf eine 6-jährige Tra­di­tion zurück und find­et diesjährig unter dem Mot­to „So fremd und doch so nah – Sol­i­dar­ität mit Flüchtlin­gen jet­zt!“ statt.

Die jüng­sten Ereignisse in Tröglitz haben in trau­riger Weise gezeigt, dass die frem­den­feindlichen Aufmärsche von PEGIDA und der Hooli­gan­szene zu gewalt­täti­gen Tat­en ermuti­gen kon­nten. Wir sehen uns daher umso mehr dazu aufgerufen ein Zeichen dafür zu set­zen, dass der Fußball Men­schen miteinan­der verbindet statt sie zu entzweien.

Das Fußball­turnier ist ein Pro­jekt des Vere­ins NARUD e.V. (Net­work for African Rur­al and Urban Devel­op­ment). Wir sind ein gemein­nütziger Vere­in, der sich seit über 10 Jahren für Inte­gra­tions­förderung, entwick­lungspoli­tis­che Bil­dung in Berlin und Entwick­lungszusam­me­nar­beit mit Schw­er­punkt in Afri­ka ein­set­zt. Das Team von NARUD e.V. ist mul­ti­kul­turell aufgestellt und ver­fügt auf­grund sein­er langjähri­gen entwick­lungspoli­tis­che Arbeit im Inland und Aus­land über viele Kon­tak­te zu Migran­tInnen. Es ist unser selb­sterk­lärtes Anliegen alle For­men von Diskri­m­inierung und Aus­gren­zung gegenüber Flüchtlin­gen und Migran­tInnen in aufk­lärerisch­er Weise sicht­bar zu machen und zu über­winden.

Das 6. Interkul­turelle Fußball­turnier find­et wie bere­its in den Vor­jahren auf dem Sport­platz in der Lüderitz-/Trans­vaal­straße statt. Der Aus­tra­gung­sort befind­et sich in einen Quarti­er mit ein­er fast 100-jähri­gen und sehr kon­tro­ver­sen Entwick­lungs­geschichte. Viele Bewohn­er haben eine afrikanis­che Herkun­ft und tra­gen mit ihrer Leben­sart zu ein­er pos­i­tiv­en Neuprä­gung des Begriffs Afrikanis­ches Vier­tel bei. Das Interkul­turelle Fußball­turnier ver­ste­ht sich daher auch als Beitrag, um auf der sportlichen Ebene Impulse für die Stärkung des Gemein­schafts­ge­fühls im Quarti­er zu leis­ten und gle­ichzeit­ig ein Zeichen gegen Diskri­m­inierung set­zen.

Wir möcht­en die bun­ten Vielfalt in Berlin-Wed­ding auf sportlich­er Ebene beleben und die interkul­turellen Beziehun­gen mit all den Akteuren ver­tiefen, die bere­its in den Vor­jahren am sportlichen Wettstre­it auf dem Rasen teilgenom­men haben. Das Turnier wird flankiert von einen umfan­gre­ichen Begleit­pro­gramm, das Erwach­sene wie Kinder gle­icher­maßen ansprechen soll. Die Besuch­er sind ein­ge­laden sich auf spielerische Weise ken­nen zu ler­nen und sich in ein­er Begleitausstel­lung sowie an den Infor­ma­tion­sstän­den von Vere­inen und Ini­tia­tiv­en über die aktuelle Sit­u­a­tion von Migran­tInnen und Flüchtlin­gen in Deutsch­land zu informieren.

Um einen beson­ders engen Kon­takt bemühen wir uns zu den Gemein­schafts- und Notun­terkün­ften für Flüchtlinge und Asyl­suchende, deren Bewohn­er oft durch die tagtägliche Auseinan­der­set­zung mit den Behör­den und durch die soziale Iso­la­tion daran gehin­dert wer­den pos­i­tive All­t­agser­fahrun­gen zu erleben und im Quarti­er inte­gri­ert zu wer­den. Das Fußball­turnier soll hier als ein Türöffn­er in bei­de Rich­tun­gen fungieren und den Dialog­bere­itschaft von Flüchtlin­gen, Migran­tInnen und Deutschen erle­ichtern.

Das Turnier richtet sich sowohl an Erwach­sene wie auch an Jugendliche aller Alter­sklassen, für die Juniorenteams zusam­mengestellt wer­den. Frauen-/Mäd­chen­teams sind eben­falls sehr willkom­men. Für die Präsen­ta­tion an einem Infor­ma­tion­s­stand ein­ge­laden sind vor­rangig Vere­ine, Ini­tia­tiv­en und Per­so­n­en, die sich für die Inter­essen von Migran­tInnen, Flüchtlinge und Asyl­suchende stark machen oder die in der poli­tis­chen und gesellschaftlichen Ver­ant­wor­tung ste­hen eine Zukun­ft zu gestal­ten die Diskri­m­inierung über­windet. Durch die sportliche Begeg­nung von Poli­tik­ern, Migran­tInnen und Fußball­begeis­terten auf dem Rasen sollen sich alle Beteiligten auf Augen­höhe begeg­nen.