In unserem Pro­jekt geht es um den Fall der Mauer als ein fol­gen­re­ich­es Ereig­nis für die Entwick­lung Deutsch­lands. Als Prob­lem­lage machen wir darauf aufmerk­sam, dass dieses ergreifende Geschehen schnell vergessen lässt, wie sich die damals in Deutsch­land lebende Gesellschaft zusam­menset­zte.

Zur Projektgruppe

Nijin­s­ki Arts Inter­na­cional e.V.
Schle­sis­che Straße 6
10997 Berlin
Tele­fon:
030 61 20 90 99
Lokale Zuord­nung:
bezirk­lichregion­al

Projektinformation

Dass auch Men­schen mit Migra­tionsh­in­ter­grund von den Entwick­lun­gen nach der Wende betrof­fen waren, ist dadurch wenig bewusst. Darum fragt unser Pro­jekt nach den Erleb­nis­sen von Migrant_innen im Zusam­men­hang mit der deutschen Ein­heit.

Die Verän­derun­gen im regionalen Arbeits­markt und die zunehmende Frem­den­feindlichkeit bracht­en für Migrant_innen tief­greifende Kon­se­quen­zen mit sich. Viele fühlten sich an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Manche gin­gen in die Türkei zurück. Die Meis­ten eintsch­ieden sich jedoch dafür hier zu bleiben.

Die Inter­view­part­ner in unserem Pro­jekt leben und arbeit­en größ­ten­teils im Wrangelkiez. Unsere Ausstel­lung zeigt Fotografien der Frauen und Män­ner mit denen wir uns über das The­ma auseinan­der­set­zten. 20 Jahre nach der Wende bemüht­en sie sich darum von ihren Erleb­nis­sen zu bericht­en, Gefüh­le zu benen­nen, Entwick­lun­gen aufzuzeigen und Erwartun­gen zu äußern. Ihre Ansicht­en haben wir in Form von Texttafeln zugänglich gemacht. Einige Beiträge wer­den auch als Hör­beispiele präsen­tiert.

Da wir die Teilung der Stadt nicht miter­lebt haben, war es für uns sehr inter­es­sant den Berlin­er Mauer­weg im Innen­stadt­bere­ich zu ver­fol­gen. Dabei haben wir fotografisch doku­men­tiert, wie Überbleib­sel des Bauw­erkes an vie­len Stellen in der Stadt die Erin­nerung an die Frei­heits­beschränkung und damit ver­bun­dene Gewalt bewahren. Auf dem Gebi­et zwis­chen der Innen- und der Außen­mauer, das damals brach lag, ste­hen nun ein­drucksvolle Bauw­erke.

Während des Pro­jek­tver­laufs sind auch viele Fotos vom Team ent­standen, die Ein­blick in unsere Arbeit ermöglichen. Auch davon zeigen wir eine Auswahl.

Das Pro­jekt ist eine Kopro­duk­tion zwis­chen Yek­mal e.V., Vere­in kur­dis­ch­er Eltern und Nijin­s­ki Arts Inter­na­cional e.V. in Zusan­m­me­nar­beit mit dem WeTV-Team von WATCH us pro­duc­tion.

Die Ausstel­lung läuft vom 18.11.2010 bis 02.01.2011.
Ort: Bezirksmu­se­um Friedrichshain-Kreuzberg / Glashaus / Adal­bert­straße 95a / 10999 Berlin / Tel. 030 50 58 52 33