Der Interkulturelle Mädchen- und Frauentreff vom Träger Albatros gGmbH ist eine Freizeit- und Bildungseinrichtung für Mädchen ab acht Jahren und Frauen aller Kulturen und Nationalitäten und existiert seit 20 Jahren. Er ist Teil des Mehrgenerationenhauses und befindet sich in einem eigenen Haus, das nur für die Arbeit mit Mädchen und Frauen zur Verfügung steht.

Ziele der Einrichtung sind Mädchen und Frauen einen geschützten Raum zu bieten, in dem sie ihre Freizeit bei vielfältigen Angeboten verbringen können; ihr Selbstbewusstsein zu stärken; die Begegnung und ein harmonisches Zusammenleben von Mädchen und Frauen unabhängig von Hautfarbe, Religion, Herkunft und sexueller Orientierung zu fördern.

Sport und Bewegung sind immer ein Teil des Angebots gewesen und dienen als Türöffner für interkulturelle Begegnungen. Das konnten wir im Interkulturellem Mädchen- und Frauentreff über die Jahre feststellen. Während des gemeinsamen Sports stellen Sprache und Herkunft keine Barriere da und die Begegnung erfolgt auf eine natürliche Art, in dem zusammen getanzt, gedehnt, gelacht wird. Unterhaltungen ergeben sich spontan, die Gespräche sind beiläufig und locker sodass Freundschaften zwischen den unterschiedlichsten Menschen entstehen, die sich sonst gar nicht begegnet wären. Bei der Durchführung von früheren Sportangeboten (Walken), z.B. haben sich wunderbare Freundschaften entwickelt sodass eine deutsche Frau einer Kurdischen ehrenamtlich Deutschunterricht gab, später zu Hause besuchte und bei Alltagsschwierigkeiten half und momentan, nach Erkrankung unserer deutschen Teilnehmerin, die kurdische Frau ihr hilft und beisteht.

Zur Projektgruppe

Albatros GgmbH
Berlinerstr. 14
13407 Berlin
Telefon:
030 4131890
Fokus (Altersgruppe) auf:
Erwachsene
Lokale Zuordnung:
bezirklich

Projektinformation

Wir möchten nach wiederholter Anfrage der Frauen einen Fitnesskurs anbieten. Die Frauen sind Besucherinnen des Mädchentreffs, teils Teilnehmerinnen der Deutschkursen, teils jahrelange Teilnehmerinnen der türkischen Frauengruppe und teils Frauen aus der Nachbarschaft, die sich gerne bewegen möchten. Es handelt sich um Frauen jeden Alters und jeder Nationalität, auch um geflüchtete Frauen, die in der benachbarten Gemeinschaftsunterkunft Karl Böhnhoffer Klinik wohnen.

Im unserer Einrichtung versuchen wir die Frauen in ihrer Selbstbestimmung zu unterstützen, sich als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft zu betrachten und ihre Bedürfnisse wahr zu nehmen und zu äußern. Um so wichtiger erscheint es uns, diesen Fitnesskurs stattfinden zu lassen, da die Frauen selber mit diesen Wunsch auf uns zukamen und wir ihre aktive Beteiligung unterstützen möchten.

Ein angenehmer Nebeneffekt des Kurses, außer der Entstehung eines Begegnungsraumes, ist natürlich die Erhaltung der körperlichen Fitness und Gesundheit.

Die Frauen verfügen nicht über die finanziellen Mitteln, um an bereits bestehende Kurse teilzunehmen (manche stammen aus sozial benachteiligten Familien aus dem Kiez, manche sind abhängig vom Ehemann und dürfen kaum etwas für sich selber machen) oder leiden an psychische Beeinträchtigungen (z.B. Depressionen) die Ihnen eine selbständige suche nach Kursen erschwert.

Der Kurs würde im Bewegungsraum der Einrichtung stattfinden, wo sich die Frauen wohlfühlen und z.B. auch ihren Kopftuch ablegen können.

Unsere Einrichtung verfügt allerdings nicht über die Mittel, um eine Trainerin zu bezahlen.

Wir würden den Kurs gerne einmal die Woche anbieten, vier Monate lang, also 16 Unterrichtseinheiten (UE). Das Honorar für eine Trainerin, die wir bereits gefunden haben und selber kennen, liegt bei 30 €/Std.

Wir beantragen also 480 € als Honorarmittel (16 UE x 30€).

Wir bemühen uns bereits um eine Regelfinanzierung für diesen Kurs, damit dieser nach Ablauf der 4 Monate nicht enden muss. Die Akquise von Honorarmittel ist aber sehr kompliziert. Daher hoffen wir, mit Unterstützung des Projektes „Respekt gewinnt“, den Fitnesskurs schon zeitnah anbieten zu können.