Gewinner Ausze­ich­nung
2013

Das vom Migra­tionsrat Berlin-Bran­den­burg e.V. und der Kam­pagne für Opfer ras­sis­tis­ch­er Polizeige­walt getra­gene Pro­jekt “ID-WITHOUTCOLORS” bein­hal­tet einen Doku­men­tarfilm und eine Fotoausstel­lung zum The­ma Racial Pro­fil­ing (ras­sis­tis­che Per­so­n­en­pro­fil­er­mit­tlung) durch die Polizei.

Zur Projektgruppe

Migra­tionsrat Berlin-Bran­den­burg e.V.
Oranien­straße 34
Berlin
Tele­fon:
03061658755
Fokus (Alters­gruppe) auf:
Erwach­seneJugendliche

Projektinformation

Aus­gangspunkt war die am 27. Feb­ru­ar 2012 ergan­gene Entschei­dung des Ver­wal­tungs­gerichts Koblenz, wonach die Bun­de­spolizei Zugreisende auf bes­timmten Streck­en ohne konkreten Ver­dacht kon­trol­lieren und nach ihrer Haut­farbe auswählen darf.
Von diesem Urteil aus­ge­hend sprach der Fotograf und Filmemach­er Ric­car­do Valsec­chi mit Berlin­er Passant_innen, Betrof­fe­nen und Opfern, mit Aktivist_innen, Anwält_innen, Politiker_innen, Wissenschaftler_innen, Sprecher_innen der Polizei u.v.a.m.
So ist auf ehre­namtlich­er Basis der erste Doku­men­tarfilm über Racial Pro­fil­ing in Deutsch­land ent­standen, der deut­lich macht, dass Racial Pro­fil­ing auch in Berlin zur Tage­sor­d­nung gehört.
Aus aller Welt kom­men Men­schen in die deutsche Haupt­stadt, um die kün­st­lerische und kul­turelle Atmo­sphäre der Stadt zu genießen. “Berlin ist mul­ti­kul­ti” ist das Image, das sich die Haupt­stadt auf die Fahne geschrieben hat. “ID-WITHOUTCOLORS” macht deut­lich, dass die Real­ität kom­pliziert­er ist.
So doku­men­tiert die Kam­pagne für Opfer ras­sis­tis­ch­er Polizeige­walt seit 2002 in ein­er berlin­weit­en Chronik über 150 Fälle ras­sis­tis­ch­er Polizeige­walt. Seit 2011 doku­men­tieren und veröf­fentlichen der Migra­tionsrat und die Kam­pagne für Opfer ras­sis­tis­ch­er Polizeige­walt Prozess­beobach­tun­gen zu Racial Pro­fil­ing vor Berlin­er Gericht­en.
Das Pro­jekt zielt darauf, durch kosten­lose Vor­führung und Ausstel­lun­gen begleit­et von Infor­ma­tions- und Diskus­sionsver­anstal­tun­gen die Öffentlichkeit gegenüber Racial Pro­fil­ing zu sen­si­bil­isieren und Betrof­fene und Aktivist_innen zu stärken.
Mit der Pre­miere des Films und der Fotoausstel­lung am 11. Juni 2013 in der Werk­statt der Kul­turen kon­nten wir über 250 Men­schen erre­ichen. Seit dem wurde der Film bere­its in Hei­del­berg, Frank­furt und Ham­burg gezeigt. Weit­ere Vor­führung in Berlin, Leipzig, Han­nover, Biele­feld, der Schweiz und New York sind geplant.