Gewinner Ausze­ich­nung
2014/15

Über einen Zeitraum von einem hal­ben Jahr haben sich 14 junge Berlin­er Mus­lime, Chris­ten, Juden und Bahai gemein­sam von erfahre­nen Trainer_innen der interkul­turellen und inter­re­ligiösen Bil­dung  zu Peer-Train­er_in­nen für inter­re­ligiöse und weltan­schauliche Vielfalt und Ver­ständi­gung aus­bilden lassen. Dank der Aus­bil­dung  sind sie jet­zt in der Lage, mit Schüler_innen zum The­ma: Inter­re­ligiöse und weltan­schauliche Vielfalt und Ver­ständi­gung zu arbeit­en.

Zur Projektgruppe

RAA Berlin
Chausseestr.29
10115 Berlin
Tele­fon:
03024045–554
Fokus (Alters­gruppe) auf:
Erwach­seneJugendliche
Lokale Zuord­nung:
städtisch

Projektinformation

Die Idee als Peer-Train­er_in­nen in Schulen tätig zu wer­den ist im Rah­men der Ini­tia­tive JUGA-jung, gläu­big aktiv ent­standen. In dieser Ini­tia­tive set­zen sich seit 2011 rund 40 junge Mus­lime, Juden, Chris­ten und Bahai im Alter von 17–25 Jahren inten­siv mit Möglichkeit­en der Ver­ständi­gung zwis­chen Men­schen unter­schiedlich­er Reli­gion und Weltan­schau­ung auseinan­der. Dazu haben sie zahlre­iche, viel­beachtete Aktio­nen konzip­iert und umge­set­zt, die verdeut­lichen sollen, dass sie die Instru­men­tal­isierung und den Miss­brauch ihrer Reli­gio­nen im Namen der Gewalt und auch andere grup­pen­ab­w­er­tende Hal­tun­gen mit ihren religiösen Überzeu­gun­gen nicht vere­in­bar sind. Viele der Erfahrun­gen, die die Peer-Train­er_in­nen in der Ini­tia­tive sam­meln kon­nten, bilden auch im Work­shop einen wichti­gen Bestandteil und Bezugspunkt.

In ihrem  Work­shop:

  • Ver­mit­teln die Inter­re­li­gious-Peers grundle­gen­des Wis­sen zu den ver­schiede­nen Wel­tre­li­gio­nen und ver­an­schaulichen, welche Bedeu­tung ihre Reli­gion für sie ganz per­sön­lich hat.
  • Wer­den die Schüler_innen in method­is­chen Übun­gen und offe­nen Gespräch­srun­den angeregt, sich mit Vorurteilen und Stereo­typen im Zusam­men­hang von Reli­gion auseinan­der-zuset­zen und ler­nen Wege ken­nen, wie diese über­wun­den wer­den kön­nen.
  • Wer­den die Gemein­samkeit­en inner­halb der Men­schen ver­schieden­er Reli­gion und Weltan­schau­un­gen betont

Umset­zung der Work­shops in den Schulen

  • Ziel­gruppe sind Schüler_innen der 9.–11. Klasse.
  • Die Work­shops wer­den von Trainer_innen in Tandems geleit­et. Nach Möglichkeit kom­men die Inter­re­li­gious-Peers auch in par­itätis­ch­er Beset­zung, entsprechend der bei JUGA vertrete­nen Reli­gio­nen in die Schulen.
  • In der Arbeit mit den Klassen wird über­wiegend in Kle­in­grup­pen gear­beit­et.
  •  Der Work­shop dauert bis max. 6 Stun­den. Indi­vidu­elle For­mate sind nach Absprache möglich.
  • Die Work­shops sind für die Schulen kosten­los.

Als junge Men­schen set­zen die Inter­re­li­gious-Peers bewusst auf den Peer-Edu­ca­tion-Ansatz, in dem die Erken­nt­nis zum Tra­gen kommt, dass Jugendliche in Bezug auf die Entwick­lung des eige­nen Wertesys­tems beson­ders durch Gle­ichal­trige ansprech­bar sind und sich vor allem auch an deren prak­tis­chen und authen­tis­chen Erfahrun­gen ori­en­tieren.