Jugend­kul­tur­lot­sen sind junge Berliner/innen, die seit Anfang 2008 gemein­sam in Video- und The­ater­grup­pen Erfahrun­gen sam­meln und sich mit ihren Pro­duk­tio­nen in intereth­nis­che Kon­flik­te an ihren Schulen und  in ihrer Nach­barschaft ein­mis­chen.

www.jugendkulturlotsen.

Projektgalerie

Zur Projektgruppe

RAA Berlin
Chausseestraße 29
10115 Berlin
Tele­fon:
030 240 45 100
Fokus (Alters­gruppe) auf:
Jugendliche
Lokale Zuord­nung:
städtisch

Projektinformation

de

Die Projektteilnehmer/innen erleben den Über­gang von der Schule zum Beruf in einem interkul­turell geprägten Umfeld und wer­den durch das Pro­jekt zu Mul­ti­p­lika­toren für interkul­turelle Kom­pe­tenz und für den Umgang mit intereth­nis­chen Kon­flik­ten in der Ein­wan­derungs­ge­sellschaft aus­ge­bildet. Sie arbeit­en mit kul­turellen Mit­teln sowohl kura­tiv als auch präven­tiv gegen Recht­sex­trem­is­mus, Islamis­mus und andere Aus­gren­zungs- und Ungle­ich­w­er­tigkeit­side­olo­gien.

Die Jugendlichen wer­den mit Unter­stützung von Coach­es trainiert, sich in ihren unmit­tel­baren Leben­sum­feldern (Clique, Klasse, Fam­i­lie, Sozial­raum) für ein demokratis­ches Miteinan­der einzuset­zen, sich gegen Diskri­m­inierung, Aus­gren­zung, Ras­sis­mus und men­schen­feindliche Ide­olo­gien friedlich, überzeu­gend und kreativ mit den Mit­teln der Kun­st zu posi­tion­ieren, struk­turelle Gewalt im Leben von Jugendlichen wahrzunehmen und anstelle mit eth­nisch-kul­turell und/oder religiös bed­ingter Gewalt zu reagieren auf Anerken­nung von Vielfalt und Par­tizipa­tion in lokalen Beteili­gung­sprozessen zu set­zen.

Mit­tels Video- bzw. The­ater-Work­shops wer­den sie befähigt, Jugendliche für demokratis­che Par­tizipa­tion zu mobil­isieren und interkul­turelle Frage-
stel­lun­gen zu öff­nen. Im The­ater­bere­ich wird dazu die auf dem Dia­log mit dem Pub­likum und die Verän­der­barkeit von Kon­flik­t­si­t­u­a­tio­nen beruhende Forumthe­ater­meth­ode einge­set­zt. Die kün­st­lerischen, demokratie-
päd­a­gogis­chen und method­is­chen Qual­i­fizierung­steile fließen in den Aus­bil­dungspass für die Jugend­kul­tur­lot­sen ein. Die durch die Train­ings auf hohem Niveau pro­duzierten Beiträge befassen sich inhaltlich mit dem Umgang mit intereth­nis­chen Kon­flik­ten in der Ein­wan­derungs­ge­sellschaft.

Durch die Präsen­ta­tion der Ergeb­nisse im Rah­men geeigneter Ver­anstal­tun­gen und Medi­enkam­pag­nen wer­den die Ergeb­nisse der Arbeit dis­sem­i­niert und die Leis­tung der Jugendlichen anerkan­nt. Gle­ichzeit­ig wer­den andere Jugendliche motiviert, sich inhaltlich mit Kon­flik­ten und Verän­derungsmöglichkeit­en auseinan­derzuset­zen. Die Jugend­kul­tur­lot­sen sollen am Ende ihrer Aus­bil­dung in der Lage sein, mit anderen Jugendlichen gemein­sam neue Videos, Szenen und andere Medi­en­pro­duk­te zu erstellen.

Das Video zeigt den “Rap gegen Ras­sis­mus”. Die Jugend­kul­tur­lot­sen haben die Texte sel­ber geschrieben und ger­appt und anschließend den Video­clip gedreht und geschniten.