Jahr für Jahr versammeln sich 200 Jugendliche auf dem Kratzeburger Zeltplatz mitten in Mecklenburg Vorpommern, um sich gemeinsam Grundlagen im Umgang mit Medien anzueignen. In der malerischen Umgebung von Kiefernwäldern und dem Käbelicksee arbeiten sie hier mit hochmoderner Technik zu anspruchsvollen Inhalten.

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  • Video - Jugendmediencamp

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Mehr als Lernen e.V.

Projektinformation

Fünf Tage lang besuchen sie einen selbst ausgewählten Workshop zu einer bestimmten Medienform, sei es nun Radio, Zeitung, Dokuvideo oder vieles andere mehr. Dabei erlernen sie sowohl den technischen Gebrauch des Mediums als auch seine kritische Betrachtung.

Neben den Workshops als Kern des Jugendmediencamp nehmen die Jugendlichen an politischen Diskussionsrunden und integrativen Gruppenspielen teil und erleben ein vielfältiges kulturelles Rahmenprogramm: Dieses besteht unter anderem aus dem Auftritt einer Liveband, einer Kinonacht oder einem Improvisationstheater-Abend. Die Veranstaltung wird auf komplett ehrenamtlichem Wege von Jugendlichen für Jugendliche organisiert.

An wen richtet sich das Jugendmediencamp?
Die Zielgruppe des Jugendmediencamps sind medienbegeisterte Jugendliche im Alter von 14-27 Jahren. Dies können NeueinsteigerInnen ohne jegliche Vorkenntnisse sein, aber auch Jugendliche, die mehrfach teilnehmen. Der allergrößte Anteil der Jugendlichen kommt aus den Bundesländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg Vorpommern.

Was wollen wir erreichen?
Vorrangiges Ziel des Jugendmediencamps ist es, den Jugendlichen durch die Vermittlung von Medienkompetenzen die aktive Beteiligung am gesellschaftlichen Geschehen zu ermöglichen. Demokratie kann nur durch mündige Bürger getragen werden und diese Mündigkeit ist nur durch Wissen und die Kenntnis dessen, wie man es mitteilen kann, möglich. Wir möchten die Jugendlichen also dazu anregen, sich eine eigene Meinung zu bilden, diese vertreten und auch öffentlich darstellen zu können.
Gleichzeitig werden sie mit verschiedenen Strategien der Medienmanipulation vertraut gemacht. Nur wenn sie diese erkennen, können sie sich gegen extremistische Propaganda und Parolen wappnen.
Das Zusammentreffen medieninteressierter Jugendlicher führt auch verstärkt zu einer Vernetzung untereinander: Viele der TeilnehmerInnen des Jugendmediencamps sind nämlich auch außerhalb des Camps in verschiedenen Projekten engagiert. So können sie andere entweder inspirieren oder Kooperationen untereinander herstellen.
Weiterhin wollen wir die Selbstständigkeit und Eigeninitiative der Jugendlichen stärken. Durch die Arbeit im Organisationsteam lernen sie, was alles nötig ist, um ein Projekt in die Tat umzusetzen und wie sie ihre eignen Ideen verwirklichen können.
Letztendlich haben wir den Austragungsort Kratzeburg nicht allein seiner landschaftlichen Schönheit wegen ausgewählt: Gerade Mecklenburg Vorpommern und Brandenburg sind verstärkt von Abwanderung, Perspektivlosigkeit und rechtsextremen Bewegungen betroffen. Wir wollen hier die alternative Jugendarbeit unterstützen und ein klares Zeichen für Demokratie und Vielfalt setzen.

Wer organisiert das Jugendmediencamp?
Das Jugendmediencamp wird von enthusiastischen Jugendlichen organisiert, die zum allergrößten Teil selbst ehemalige TeilnehmerInnen des Camps sind. Auch wir sind im Alter von 14-27 und kümmern uns ehrenamtlich neben Schule, Studium oder Ausbildung darum, Fördermittel zu beantragen, WorkshopleiterInnen zu finden oder die notwendigen Materialien zu beschaffen. Dabei lernen die Neulinge im Team von denjenigen, die bereits länger an der Organisation beteiligt sind. Später können sie selbst ihre Erfahrungen an andere weitergeben.
Auch die WorkshopleiterInnen sind rein ehrenamtlich tätig, einige von ihnen sind ebenfalls ehemalige TeilnehmerInnen.