Das Jugendthe­ater­Büro Berlin wurde im Juli 2009 unter Träger­schaft der Ini­tia­tive Grenzen‐Los! e.V.  in Berlin Moabit eröffnet.

Zur Projektgruppe

Ini­tia­tive Gren­zen-Los e. V.
Wiclef­str. 32
10551 Berlin
Tele­fon:
030 48815220
Fokus (Alters­gruppe) auf:
Jugendliche
Lokale Zuord­nung:
bezirk­lichstädtisch

Projektinformation

Das Jugendthe­ater­Büro Berlin übern­immt die Pla­nung, Organ­i­sa­tion und Durch­führung eines bun­desweit­en Jugendthe­ater­fes­ti­vals mit inter­na­tionalen Gästen in Berlin im Herb­st 2011. Das Fes­ti­val, für das eine neue The­ater­pro­duk­tion in diversen Kreativw­erk­stät­ten erar­beit­et wird, bildet den Höhep­unkt eines
par­tizipa­tiv­en, beruf­sori­en­tieren­den und bil­dungspoli­tisch weit gefächerten Pro­jek­ts. Es wird durch Jugendliche im Alter von 14 – 22 Jahren in prekären Lebensla­gen und über­wiegend mit Migra­tionsh­in­ter­grund ver­wirk­licht. In einem auf Mitbes­tim­mung und Selb­stor­gan­i­sa­tion aus­gerichteten Prozess, ori­en­tiert sich das Pro­jekt stark an Schlüs­selthe­men und Inhal­ten, die die Jugendlichen selb­st ein­brin­gen.

Während der zunächst drei­jähri­gen Pro­jek­t­laufzeit des Jugendthe­ater­Büros wer­den die Jugendlichen und jun­gen Erwach­se­nen befähigt, das The­ater­fes­ti­val weit­ge­hend eigen­ständig zu gestal­ten, zu organ­isieren und durchzuführen. Im Rah­men von regelmäßi­gen Tre­f­fen, Sem­i­naren und Work­shops inner­halb der Bere­iche: Ensem­ble, Kostüm‐, Bühnen‐ und Masken­bau, Ver­anstal­tung­stech­nik, Ver­anstal­tungs­man­age­ment, Medi­engestal­tung, Öffentlichkeit­sar­beit und Organisation/Büro, wer­den die Jugendlichen auf die Her­aus­forderun­gen, die die Fes­ti­val­or­gan­i­sa­tion aber auch die reale Beruf­swelt mit sich bringt, vor­bere­it­et.

Das Jugendthe­ater­Büro Berlin ist keine für Beruf­sori­en­tierungszwecke insze­nierte Sim­u­la­tion eines Fes­ti­val und The­ater­be­triebs son­dern ein reales Unternehmen mit unter­schiedlichen Tätigkeits­feldern und Arbeits­bere­ichen, das ein (inter‐)nationales, alter­na­tives Jugend- the­ater­fes­ti­val von und für junge Leute etablieren möchte. Beruf- sori­en­tierung find­et dabei sowohl im The­ater­be­trieb selb­st, als auch in Angle­ichung an Stan­dards der Beruf­sori­en­tierung in Zusam­me­nar­beit mit unseren Kooperationspartner_innen statt. Während des Pro­jek­tes wer­den Jugendliche darüber hin­aus die Möglichkeit haben, (Schul‐)Praktika im Jugendthe­ater­Büro  Berlin zu absolvieren und/oder über die Weit­er- ver­mit­tlung im Rah­men eines eigens für das Pro­jekt ins Leben
gerufe­nen „(Aus‐) Bil­dungsver­bun­des“ Beruf­sori­en­tierungsange­bote bei unseren Kooperationspartner_innen wahrzunehmen.

Das Pro­jekt gliedert sich in acht jew­eils abgeschlossene Trimester- ein­heit­en. Diese Struk­tur ermöglicht den Jugendlichen auch eine Teil­nahme an kürz­eren Pro­jek­tab­schnit­ten. Am Ende der ersten fünf Trimester find­et jew­eils ein kleines durch die Jugendlichen organ­isiertes und gestal­tetes Abschlus­sev­ent statt. Dabei präsen­tieren alle Bere­iche ihre selb­st erar­beit­eten Pro­duk­tio­nen in öffentlichkeitswirk­samer Form, z.B. als Kurz­film, Mod­e­schau, kurz­er The­at­er­auf­führung, HipHop etc. Die Events wer­den von den Jugendlichen organ­isiert, die im Bere­ich Büro/Organisation tätig waren. Somit üben die Jugendlichen jedes Trimester inten­siv die Erprobung, Vor­bere­itung und Durch­führung eines Events ein. Im Ver­lauf des Gesamt­pro­jek­tes wer­den die Events durch die schrit­tweise Aneig­nung neuer Fähigkeit­en in den o.g. Bere­ichen dabei zunehmend kom­plex­er.

Den gesamten Pro­jek­tzeitraum begleit­et ein umfassendes Bil­dungs-pro­gramm zur Aneig­nung von glob­alem Wis­sen in lokalen Kon­tex­ten. Es wer­den the­ma­tis­che Work­shops zum The­ma Kinder‐ und Men­schen­rechte, Diskri­m­inierung, Ras­sis­mus, Tol­er­anz und Demokratieen­twick­lung in Geschichte und Gegen­wart durchge­führt. In diesen ler­nen die Jugendlichen, den Blick auch über ihren Wissens‐ und Erfahrung­shor­i­zont hin­aus zu richt­en, um mit diesem Wis­sen pos­i­tive, kon­struk­tive und aktive Hand­lungs- kom­pe­ten­zen zu entwick­eln.

Die Teil­nahme an dem Pro­jekt und die dabei erwor­be­nen Kom­pe­ten­zen und prak­tis­chen Fähigkeit­en der jew­eili­gen Bere­iche wer­den durch ein Zer­ti­fikat bescheinigt. Dadurch soll eine Verbesserung der Beschäf­ti­gungs­fähigkeit der jugendlichen Teilnehmer_innen und eine Erhöhung ihrer Chan­cen auf dem Arbeits­markt erre­icht wer­den. Es wird angestrebt, diesem Zer­ti­fikat in Koop­er­a­tion mit lokalen Part­ner­In­nen und namhaften Per­so­n­en des öffentlichen Lebens zusät­zliche Bedeu­tung zu ver­lei­hen. Der krön­dende Abschluss des Pro­jek­tes wird das von und ür junge Men­schen organ­isierte inter­na­tion­al aus­gerichtete The­ater­fes­ti­val sein. Während des Fes­ti­vals sollen drän­gende soziale und poli­tis­che Fragestel­lun­gen durch die Per­spek­tive der Jugendlichen the­ma­tisieren und öffentlich disku­tieren. The­ater­pro­duk­tio­nen aus außer­schulis­chen Jugen­dein­rich­tun­gen in sozialen Bren­npunk­ten wird eine Plat­tform zum inspiri­eren­den Aus­tausch geboten. Angestrebt ist ‐ durch die Schaf­fung eines bere­it­en Net­zw­erkes ‐ die nach­haltige Ver­ankerung des Pro­jek­tes in dem „sozialen Bren­npunkt“ Berlin‐Moabit. Das Fes­ti­val soll ab 2012 jährlich stat­tfind­en.

Video

Gaza-Monologe (Auss­chnitt) from JTB on Vimeo.