Im Mai 2011 startete  „Respect- find out what it means to me“.
Das Gemeinschaftsprojekt für Respekt  und Toleranz, des Jugendclubs Eastside2000 und der Schulbezogenen Sozialarbeit der Tandem BQG der Turnvater-Jahn Grundschule in Berlin Prenzlauerberg will einen respektvollen Umgang durch gemeinschaftliche Erlebnisse, Sport, Kreativität und Spaß vermitteln.

Zur Projektgruppe

Eastside 2000 und die Schulbezogene Sozialarbeit der Tandem BQG an der Turnvater Jahn-Grundschule
John-Schehr-Straße 34
10407 Berlin
Telefon:
030 39201283
Fokus (Altersgruppe) auf:
JugendlicheKinder
Lokale Zuordnung:
bezirklichnachbarschaftlich

Projektinformation

Zielgruppe sind Besucher im Alter zwischen 10 und 14 Jahren, die durch Theorie und Praxis für das Thema Respekt sensibilisiert werden.

Ziel ist es, Vorurteile abzubauen. Gewalt zu vermeiden, Kommunikation zu fördern und Selbstreflexion zu erlernen.
Folgende Methoden wurden angewendet, um den Kindern und Jugendlichen das Projekt für Respekt und Toleranz nahezubringen:

Zum Auftakt besuchten wir das Theaterstück „Kopf oder Zahl“ im Theater an der Parkaue, welches von einem Jungen handelt, der sich „bessern“ will und an seinen eigenen „schlechten“ Gefühlen und destruktiven Gedanken fast scheitert.
Die Berliner Autorin Katja Hensel untersuchte mit Schülern aus 7. bis 9. Klassen in Berlin und in Nikosia auf Zypern die Perspektiven von Jugendlichen auf Gewalt: Wie wird aus einer abfälligen Bemerkung ein Schlag ins Gesicht und aus diesem Schlag eine Prügelorgie? Wie sieht Gewalt aus, wenn sie eskaliert? Wie wird sie anerzogen, eingeübt, praktiziert, weitergegeben und von den Jugendlichen selbst gelebt? Welche kulturellen und sozialen Muster durchläuft Gewalt? Die entstandenen Texte und improvisierten Szenen der Jugendlichen bilden die Materialgrundlage für Katja Hensels Stück KOPF ODER ZAHL.

Wir nahmen im Rahmen der Respect Gaymes an einem Tischtennisturnier im Sportjugendclub in der Lychenerstraße  teil, welches jedes Jahr Anfang Juni stattfindet. Hier geht es in erster Linie darum, durch Sport und Kultur Begegnungen zwischen homosexuellen und heterosexuellen Menschen zu schaffen, die sonst meist keinerlei Berührungspunkte haben. Das Turnier war eine gute Gelegenheit den Kindern und Jugendlichen unser Projektziel in einem anderen Kontext zu vermitteln.

Weiterhin gab es einen Respect-Fragebogen, bei dem man für sich selber herauszufinden konnte, was einem persönlich Respekt bedeutet und wie respektvoll man sich im Umgang mit seinen Mitmenschen und seiner Umwelt verhält. Die unterschiedlichen Antworten hat die Kinder und Jugendlichen zum Diskutieren angeregt und sie konnten ihre Einstellung und Meinung zu diesem Thema austauschen.
Es fand eine Auswertung statt, die den Kindern und Jugendlichen mitgeteilt und mit ihnen besprochen wurde.

Außerdem bewältigten die Kinder und Jugendlichen einen Hindernisparcour an der Gustave-Eiffel-Oberschule, bei dem es darum geht sich im Team gegenseitig zu helfen und Rücksicht auf die schwächeren Mitglieder zu nehmen. Der Parcour kann nicht im Alleingang überwunden werden, denn jeder einzelne Teilnehmer ist wichtig für die gemeinsame Bewältigung der Aufgabe.
Ganz nach dem Motto: Tu was für andere und lern was dabei!

Des Weiteren fand eine Schatzsuche statt, die sich um das Thema Kinderrechte dreht. Die Teilnehmer mussten in Gruppen anhand von Bildkarten erraten welches Kinderrecht abgebildet ist.
Die Schatzsuche ist ein erlebnispädagogisches Projektmodul.

Unsere Kinder bis 14 Jahre nahmen an einem Fußballtunier mit 7 anderen Teams teil. Hier ging es um sportliche und interkulturelle Begegnungen mit türkischen und arabischen Kinder und Jugendlichen im Wedding
Unser Team stand zwar nicht auf dem Treppchen aber wir bekamen trotzdem einen Pokal und zwar für „Fair Play“.

Zum Projektabschluss soll noch ein Treffen in der Turnvater-Jahn Grundschule stattfinden, bei dem das gesamte Projekt mit den Kindern und Jugendlichen ausgewertet und besprochen wird.
Anschließend sehen wir uns den Film „Zeiten ändern dich“ an.

Inhaltlich geht es um Anis, der seine Kindheit und Jugend in einem sozialen Brennpunkt von Berlin verbringt. Er wächst in einem gewalttätigen Umfeld auf und seine Mutter wurde von seinem Vater misshandelt. In der Schule gehört er nicht zu den Besten, interessiert sich jedoch für Musik.