Die “Ser­vicewüste für Ras­sis­ten” ist ein Eval­u­a­tion­spro­jekt zur Erfas­sung von Ras­sis­mus- und Diskri­m­inierungser­fahrun­gen und the­men­spez­i­fis­ch­er Sen­si­bil­isierung unter Gewer­be­treiben­den und Unternehmer/innen in Berlin-Friedrichshain

Der Stadt­teil führt seit 2006 die jährliche Berlin­er Sta­tis­tik extrem rechter Gewalt­tat­en an.

Zur Projektgruppe

UBI KLIZ e. V. / Reg­is­ter Friedrichshain / Ini­tia­tive gegen Rechts Friedrichshain
Kreutziger­straße 23
10247 Berlin
Tele­fon:
030 — 74 07 88 31
Fokus (Alters­gruppe) auf:
Erwach­sene
Lokale Zuord­nung:
bezirk­lich

Projektinformation

Aus­gangspunk­te sind nicht sel­ten Knoten­punk­te des ÖPNV. Darüber hin­aus stellen wir einen zunehmenden laten­ten All­t­agsras­sis­mus fest.

Um diese Entwick­lung sicht­bar­er zu machen und geeignete Gegen­strate­gien zu entwick­eln, rief die Ini­tia­tive gegen Rechts Friedrichshain 2008, das in Deutsch­land bish­er ein­ma­lige, Pro­jekt „Ser­vicewüste für Ras­sis­ten“ ins Leben. Anlaß war ein schw­er­er Über­fall auf eine soziale Ein­rich­tung in der Samarit­er­straße. An ein­er ersten Aktion beteiligten sich alle Gewer­be­treiben­den im Gebi­et der betrof­fe­nen Straße.

2009 fol­gte eine darauf auf­bauende Zusam­me­nar­beit mit dem Wirtschaft­sres­sort des Bezirk­samt Friedrichshain-Kreuzberg.

Das Pro­jekt wird derzeit unter Fed­er­führung des Reg­is­ter zur Erfas­sung ras­sis­tisch, anti­semi­tisch und recht­sex­trem motiviert­er Vor­fälle in Friedrichshain evaluiert. Es kon­nten weit­ere Part­ner für die Pro­jek­tum­set­zung gewon­nen wer­den, z. B. der Runde Tisch Touris­mus, der Hotel- und Gast­stät­ten­ver­band, die Opfer­ber­atungsstelle Rea­chOut oder Bezirk­spoli­tik­er.

Im Okto­ber starte ein bre­it angelegtes Eval­u­a­tion­spro­jekt im Bezirk, dessen Ziel es ist, Gewer­be­treibende und Unternehmer/innen über ihre Erfahrun­gen und ihr Wis­sen zum The­menkom­plex Ras­sis­mus und Diskri­m­inierung zu befra­gen.

Friedrichshain als Stan­dort, ist vor allem für junge Men­schen, ins­beson­dere Student/innen attrak­tiv und hat sich in den ver­gan­genen Jahren zu einem Mag­neten für Tourist/innen entwick­elt.
Mit einem Alters­durch­schnitt von 37,5 Jahren und einem durch­schnit­tlichen Haushalt­seinkom­men von 2.465,00 Euro (net­to) ist der Bezirk auch für Gewer­be­treibende und Unternehmer/innen beson­ders inter­es­sant – der Kiez lebt mit und von ihnen.

Wir alle tra­gen Ver­ant­wor­tung dafür, daß der Kiez für alle Men­schen, Einwohner/innen, Zuge­zo­gene, Kneipenbesucher/innen, Tourist/innen, etc., lebens- und liebenswert bleibt. Die Dunkelz­if­fer der ras­sis­tis­chen und diskri­m­inieren­den Vor­fälle ist groß, darauf weisen Expert/innen aus Opfer­ber­atungsstellen immer wieder deut­lich hin. Wir möcht­en nun, gemein­sam mit anderen Ziel­grup­pen Licht ins Dunkel brin­gen.

Hier­für haben wir in Zusam­me­nar­beit mit einem Markt- und Sozial­forschungsin­sti­tut einen Frage­bo­gen entwick­elt. Inhaltlich geht es neben Fra­gen über eigene Ras­sis­mus- oder Diskri­m­inierungser­fahrun­gen auch darum, ob die Befragten sich selb­st engagieren wür­den. Der Frage­bo­gen bein­hal­tet 28 Fra­gen, die im Ankreuzver­fahren und mit der Auf­forderung weit­er­er Bemerkun­gen verse­hen sind. Der Frage­bo­gen kann anonym aus­ge­füllt wer­den. Ein frankiert­er und adressiert­er Rück­um­schlag liegt jedem Frage­bo­gen bei.

Da es von dieser speziellen Aktion keine Bilder gibt, erlauben wir uns Fotos ver­gan­gener Aktio­nen einzustellen. Diese geben einen kleinen Ein­druck der ver­schieden­schichti­gen Arbeit. Sie zeigen Ein­blicke in eine Diskus­sionsver­anstal­tung auf der Bier­meile 2009, eine Info­con­tain­er-Aktion vor dem Naziladen Trom­sö 2009  und ein­er Demon­stra­tion mit über 2000 Teilnehmer_innen 2010 gegen diesen Laden.