Gewinner Auszeichnung
2012

Unter dem Motto „Thor Steinar fachgerecht entsorgen“ haben wir als Initiative gegen den Thor Steinar Laden in Weißensee am 21. 09. zwei Altkleider-Container aufgestellt. Die beiden bunt besprühten Container, die im Beisein des Bezirksbbürgermeisters Matthias Köhne eingeweiht wurden, stehen in unmittelbarer Nähe zum Tonsberg-Laden in der Berliner Allee 11, der Thor Steinar Kleidung verkauft.

Zur Projektgruppe

Bildungsverein Kreutzpfuhl e.V.
Pistoriusstraße 24
10086
Telefon:
01723259526
Fokus (Altersgruppe) auf:
ErwachseneJugendliche
Lokale Zuordnung:
bezirklichnachbarschaftlich

Projektinformation

Außerdem stehen sie auf dem Antonplatz, der besonders in den Abendstunden von rechten Szene dominiert wird. Dass die Container und unser Engagement gegen Rechts einigen Menschen ein Dorn im Auge sind, wurde schnell deutlich: Die Container werden regelmäßig besprüht und umgestoßen. Viele der Anwohner/innen reagieren aber auch sehr aufgeschlossen, unterstützen uns und melden erneute Umstöße.

Die Ini gegen den Thor Steinar Laden ist seit der Eröffnung des Ladens im Oktober 2011 aktiv und versucht eine breite Öffentlichkeit und vor allem die Anwohner/innen für das Thema Rechtsextremismus und gegen den Laden zu sensibilisieren. Entsprechend machen wir regelmäßig Info-Veranstaltungen, sind auf örtlichen Events vertreten, verteilen Flugblätter auf dem Antonplatz usw.
Was wir gegen die Klamotten haben? Thor Steinar ist eine beliebte Kleidermarke bei Neonazis und kann ihnen als Erkennungsmerkmal dienen. Thor Steinar ist eine Modemarke, die oft auf Neonazi-Aufmärschen beobachtet werden kann. In mehreren Bundesliga-Stadien und im Deutschen Bundestag ist das Tragen der Marke bereits verboten.

Ganz bewusst spielt die Marke Thor Steinar mit Symbolen, die auf Gewalt, Nationalsozialismus oder den deutschen Kolonialismus anspielen. Je mehr diese Symboliken in Alltagskulturen eindringen und sich normalisieren, umso enger wird der Raum für Vielfalt und demokratische
Partizipation. Deswegen wehren wir uns gegen diesen Laden in Weißensee!

Die Initiative setzt sich zusammen aus Anwohner/innen, Jugendlichen und jungen Menschen aus dem Kiez, Vertreter/innen verschiedener Jugend- und Freizeiteinrichtungen, dem Bezirksamt, der Netzwerkstelle [moskito], der MBR sowie auch Vertreter/innen von Parteien und Kulturinitiativen. Wir treffen uns regelmäßig und überlegen gemeinsam, wie wir weitere Aktivitäten gegen den Laden und zum Thema Rechtsextremismus und Rassismus umsetzen können. Im Jahr 2012 wurden wir durch den Lokalen Aktionsplan Weißensee/ Heinersdorf des Bundesprogrammes „TOLERANZ FÖRDERN; KOMPETENZ STÄRKEN“ gefördert.