Die Idee zum Tag der Vielfalt entstammt ein­er Ini­tia­tive der Gesamtschüler*innenvertretung des Albert-Schweitzer-Gym­na­si­ums Neukölln. Die Schüler*innen for­mulierten ihren Bedarf bzw. ihr Inter­esse an einem gemein­samen Engage­ment gegen Mob­bing und für die Stärkung des Gemein­schafts­ge­fühls.

Zur Projektgruppe

Albert-Schweitzer-Gym­na­si­um
Karl-Marx-Str.14
12043 Berlin
Tele­fon:
030–225009830
Fokus (Alters­gruppe) auf:
Erwach­seneJugendlicheKinder
Fokus auf:
Schule
Lokale Zuord­nung:
bezirk­lichstädtisch

Projektinformation

Eine erste Aktion fand in Form eines Work­shops – begleit­et von der präven­tions­beauf­tra­gen Lehrkraft (Frau Peele) und der diver­sitäts­beauf­tragten Per­son (Schul­sozialar­beit­er Herr Berg) – während ein­er Pro­jek­t­woche statt. Hier gab es einen offe­nen Aus­tausch über erlebte oder beobachtete For­men von Diskri­m­inierung, welche für die teil­nehmenden Schüler*innen eine hohe Rel­e­vanz hat­ten. Auf dem Som­mer­fest am 18.06.2019 wur­den die Erken­nt­nisse des Work­shops mith­il­fe ein­er Kle­bepunk­tabfrage erweit­ert und so die rel­e­van­testen The­men auf eine bre­it­ere Basis gestellt. Das repräsen­ta­tive Ergeb­nis zeigte, dass Infor­ma­tions­be­darf zum Umgang mit den The­men Look­ismus, Ras­sis­mus, Homo­pho­bie, Anti­semitismus und Antizigan­is­mus bestand.

 

Eine weit­ere Umfrage unter den Lehrkräften der Schule ergänzte das The­men­feld um Förderung der Het­ero­gen­ität!

 

Am 26.11.2019 feierten wir dann am ASG ein Fest der Vielfalt! Die Ideen, Wün­sche und Anliegen aller am Schulleben Beteiligten aufnehmend und mit dieser Leitidee: Gute Stim­mung in der Klasse heißt gute Stim­mung in der Schule, was wiederum die Frei­heit man selb­st zu sein (ohne Angst zu haben) ermöglicht sowie ein schöneres Leben für alle bedeutet!

 

Einen ganzen Tag lang haben wir gezielt an einem besseren und tol­er­an­ten Miteinan­der an unser­er Schule gear­beit­et. Frau Peele und Herr Berg organ­isierten über Monate und mit größtem per­sön­lichen Ein­satz – unter­stützt von ein­er Schüler*innengruppe – 26 Work­shops für die Schüler*innen der Klassen 7–10:

 

  • Rab­bin­er und Imame gemein­sam für mehr Tol­er­anz”
  • Diskri­m­inierung und Empow­er­ment”
  • Män­ner­bilder, Frauen­bilder und Islam”
  • Gib Aus­gren­zung keine Chance”
  • Diskri­m­inierung in sozialen Medi­en”
  • Antizigan­is­mus”
  • Diskri­m­inierende Sprache – wenn Sprache ver­let­zt”
  • Gemein­sam gegen Homo­pho­bie”
  • Men­schen mit Beein­träch­ti­gung”
  • Klassen­z­im­merthe­ater „Mein ziem­lich selt­samer Fre­und Wal­ter“
  • Haben wir am ASG ein Prob­lem mit Sex­is­mus?“

 

 

Die Work­shops wur­den von schulin­ter­nen sowie außer­schulis­chen Partner*innen getra­gen:

 

  • Meet2Respect
  • UFUQ
  • KIGA
  • AntiAnti
  • Roma­tri­al
  • ZWST
  • Deutsches The­ater
  • Lehrkräfte
  • Schü­lerin der Ober­stufe

Zusät­zlich zu den Work­shops wurde der the­ma­tis­che Input durch aus­gewählte Film­se­quen­zen der Rei­he „Zeit für Helden“ (im Auf­trag der Bun­deszen­trale für poli­tis­che Bil­dung) ergänzt. Mith­il­fe ein­er durch den Tag führen­den Präsen­ta­tion, die jed­er Klasse zur Ver­fü­gung stand, wur­den die Film­se­quen­zen insofern kon­tex­tu­al­isiert, als­dass das Ein­mis­chen bei Belei­di­gun­gen und diskri­m­inieren­dem Ver­hal­ten beson­ders im Raum Schule expliz­it gewün­scht werde. In manchen Fällen müsse jedoch auf den Eigen­schutz beziehungsweise auf das Anfordern pro­fes­sioneller Hil­fe geachtet wer­den.

 

Das Fest der Vielfalt begann um 8.00 Uhr auf dem Schul­hof. Aus der wartenden Menge von Schüler*innen her­aus insze­nierte der Kurs „Darstel­len­des Spiel“ unser­er Schule eine Sit­u­a­tion zum The­ma Diskri­m­inierung, die mit einem bewe­gen­den Appell des Schul­sprech­ers aufgelöst wurde. Es fol­gte eine ein­lei­t­ende Moti­va­tion­srede von Frau Peele und Herr Berg. Im Anschluss begaben sich alle Schüler*innen in ihre jew­eili­gen Klassen, um zunächst das Klassen­kli­ma zu analysieren. Danach wech­sel­ten sich die beschriebe­nen Work­shop- und Film­phasen ab. Das dort erwor­bene Wis­sen wurde von allen Schüler*innen ver­ant­wor­tungs­be­wusst in ihre jew­eili­gen Klassen zurück­ge­tra­gen, um dort gemein­sam in eine pos­i­tive Zukun­ft zu blick­en und das gemein­schaftliche Leben mitzugestal­ten! So for­mulierte jede Klasse auf Plakat­en Vorsätze für ein schönes Zusam­men­leben am ASG. Die Vorsätze der Klassen wur­den darüber hin­aus zu einem gemein­samen Schul­poster (PVC-Plane 4x2m) in Blüten­form zusam­menge­fügt. Die Plane wurde eben­so wie Arbeit­en aus den Fach­bere­ichen Kun­st und Poli­tik, die das The­ma Vielfalt und den Ein­satz gegen Diskri­m­inierung ver­an­schaulicht­en, in ein­er Ausstel­lung präsen­tiert, die alle Schüler*innen am Ende des Tages durch­liefen. Der finale Rundgang wurde begleit­et von einem kleinen Fes­takt mit Kuchen (von Eltern für alle Schüler*innen geback­en und auch aus­geteilt, 27 Bleche!) und der Über­re­ichung von Vielfalt-Albert-But­tons an die Schüler*innen und Lehrkräfte. Mit musikalis­chen Klän­gen fand das Fest der Vielfalt gegen 15.00 Uhr ein gelun­ge­nes Ende.

 

Inzwis­chen wurde unsere Vielfalt-Plane für alle sicht­bar im Schul­ge­bäude aufge­hangen. Die Plakate haben in den Räu­men der jew­eili­gen Klassen ihren Platz gefun­den.

Eine Eval­u­a­tion des Fests der Vielfalt hat ergeben, dass die Ver­anstal­tung von der Schüler*innenschaft sehr pos­i­tiv aufgenom­men wurde und viele sich eine weit­er­führende Arbeit in diesem Bere­ich wün­schen. Die umfan­gre­iche Eval­u­a­tion hat uns zudem gute Hin­weise für die weit­ere Aus­rich­tung der päd­a­gogis­chen Arbeit an unser­er Schule geliefert. Das Team der „Vielfalt-Manager*innen des ASGs” hat bere­its mit der Arbeit begonnen, um eine näch­ste Ver­anstal­tung durchzuführen!

 

Das Fest der Vielfalt war ein run­dum gelun­gener Tag und ein per­fek­ter Auf­takt für den Weg zur Schule der Vielfalt, die dein Leben schön­er macht!