Getagged als - Widerstand

4. Oktober 2014 16:00 Uhr, Anne Frank Zentrum, Rosenthaler Str. 39, 10178 Berlin

Filmvorführung: Augenzeugen

Anne Frank Zentrum

Der Film »Augen­zeu­gen« zeigt his­torische Auf­nah­men von Otto Frank und Por­traits von Miep Gies, Han­nah Pick-Goslar, Otto Treumann, Hannes Weiss und Ruth Wal­lage Bin­heim gezeigt.
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10. Oktober 2014 18:00 Uhr, Kiezspinne FAS e.V., Schulze-Boysen-Straße 38, 10365 Berlin

Ilse Stöbe. Wieder im Amt. Eine Widerstandskämpferin in der Wilhelmstraße

VVN-BdA Lichtenberg

Die bei­den Autor_innen Hans Cop­pi und Sabine Kebir lesen aus ihrem Buch über Ilse Stöbe, die im Auswär­ti­gen Amt in Berlin arbeit­ete und 1940/1941 ver­trauliche Berichte – vor allem zum bevorste­hen­den Über­fall auf die Sow­je­tu­nion – an den sow­jetis­chen mil­itärischen Nachrich­t­en­di­enst GRU weit­ergeleit­et hat.

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Gedenktafel für Mod Helmy eingeweiht

Auf Ini­tia­tive von Sabine Mülder und Dr. Karsten Mülder wurde an der Fas­sade des Haus­es in der Krefelder Straße 7 eine Gedenk­tafel enthüllt, die an den ägyp­tis­chen Arzt Dr. Mod Helmy erin­nert. Damit wird nun auch in Berlin dem “stillen Helden” gedacht, der während der NS-Dik­tatur vie­len Men­schen das Leben ret­tete, obwohl er selb­st unter mas­siv­er Unter­drück­ung durch die Nazis zu lei­den hat­te. Als Helmy vor über dreißig Jahren am 10. Jan­u­ar 1982 in sein­er Char­lot­ten­burg­er Woh­nung starb, war von seinem Mut und sein­er Men­schlichkeit nur weni­gen etwas bekan­nt.

Auf der Tafel ste­ht: „Der ägyp­tis­che Stu­dent kam 1922 nach Berlin. Er pro­movierte 1937 als Facharzt für Innere Medi­zin. 1939 und 1940 wurde er von der Gestapo ver­haftet. Von 1942 bis zur Befreiung 1945 ver­steck­te er zusam­men mit Fri­da Sztur­mann in sein­er Woh­nung, sowie in ein­er Garten­laube, mehrere Juden. 2013 in Yad Vashem (Israel)als »Gerechter unter den Völk­ern« geehrt.“

Die Gedenk­tafel wurde unter Beteili­gung von Ralf Wieland, Präsi­dent des Abge­ord­neten­haus Berlin und Mit­glied des Berlin­er Ratschlags für Demokratie enthüllt.

Links
Zentrum für Demokratie Treptow-Köpenick – Dilek Kolat, Martin Vogel und Vertreter der Polizei n Berlin mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern.

Schöneweide nimmt Rechtsextremismus nicht hin!

Im Zen­trum für Demokratie Trep­tow-Köpenick trafen die Ratschlagsmit­glieder Kolat und Vogel auf Bezirks­bürg­er­meis­ter Oliv­er Igel, Vertreter/innen der Zivilge­sellschaft und die Polizei. Aus­führlich ließen sich Kolat und Vogel über die derzeit­i­gen Prob­leme bericht­en und disku­tierten die  Möglichkeit­en der Auseinan­der­set­zung mit Recht­sex­trem­is­mus in Schönewei­de.mehr lesen …

Lala Süßkind, Mitglied im Berliner Ratschlag für Demokratie

Antisemitismus ächten!

Anlässlich eines Artikels in der taz — in dem die Amadeu Anto­nio Stiftung nach dem bru­tal­en Über­fall auf einen Rab­bin­er in Berlin vor zunehmender Gewalt gegen Juden gewarnt hat, kom­men­tiert Ratschlagsmit­glied Lala Süsskind, Vor­sitzende des Jüdis­chen Forums für Demokratie und gegen Anti­semitismus:

Wir sind sehr betrof­fen über die Gewalt­tat und hof­fen, dass die Staat­san­waltschaft die Täter schnell ermit­telt und vor Gericht stellt“ … „Dieser Vor­fall zeigt außer­dem wie wichtig die Gewalt­präven­tion und Bil­dungsar­beit ist, die man unbe­d­ingt noch ver­tiefen muss.“

Schweigen und Verschweigen — Rassismus, NSU und die Stille im Land“

Unter dem Motto„Schweigen und Ver­schweigen: NSU, Ras­sis­mus und die Stille im Land“ organ­isiert ein zivilge­sellschaftlich­es Bünd­nis ein öffentlich­es Hear­ing mit Betrof­fe­nen der NSU-Anschlagsserie, Ras­sis­mus- und Recht­sex­trem­is­mu­s­ex­per­tIn­nen und JuristIn­nen.

Pro­gramm:

Begrüßung, Ein­lei­t­en­der Beitrag und Pan­el (11:00 – 13:30):

Eine Frage des Respek­ts: Zum Umgang staatlich­er Insti­tu­tio­nen, Medi­en und Gesellschaft mit den NSU-Mor­dopfern, den Hin­terbliebe­nen und den Ver­let­zten.“
Kut­lu Yurt­sev­en, Bewohn­er der Keup­straße in Köln zum Zeit­punkt des NSU-Bombe­nan­schlags in 2001 und Sänger von „Micro­phone Mafia“; Recht­san­wältin Edith Lun­nebach und Pub­lizist Imran Aya­ta.

Pan­el II, 14:00–15:20:
„Bewaffneter Recht­sex­trem­is­mus: Kon­ti­nu­itäten, Milieus und staatlich­es Ver­sagen.“
Die Recht­sex­trem­is­mu­s­ex­per­tIn­nen David Begrich (Miteinan­der e.V.); Ulli Jentsch (Antifaschis­tis­ches Pressearchiv
und Bil­dungszen­trum Berlin e.V.) und Kati Lang (RAA Opfer­ber­atung Sach­sen).

Pan­el III, 15:40 –17:00:
„Gren­zen und Chan­cen par­la­men­tarisch­er und außer­par­la­men­tarisch­er Aufk­lärungsin­stru­mente: Erfahrun­gen aus Deutsch­land und Großbri­tan­nien.“
Dr. Richard Stone aus Lon­don (ehe­mals Mit­glied der Stephen Lawrence Unter­suchungs-kom­mis­sion) und Wolf­gang Kaleck (Euro­pean Cen­ter for Con­sti­tu­tion­al and Human Rights).

Weit­ere Infor­ma­tio­nen zur Ver­anstal­tung hier:

Skulptur: Block der Frauen, von Ingeborg Hunzinger erinnert an couragierte Solidaritätsaktion während der NS-Zeit.

Gedenken an die „Fabrikaktion“ und den Protest in der Rosenstraße

Am 27. Feb­ru­ar 1943 fand die sog. „Fab­rikak­tion“ statt, bei der Tausende Jüdin­nen und Juden an ihren Zwangsar­beitsstät­ten ver­haftet und anschließend nach Auschwitz deportiert wur­den. In Berlin waren auch viele in soge­nan­nter Mis­chehe Lebende darunter, die im Sam­mel­lager in der Rosen­straße 2–4, dem ehe­ma­li­gen Wohlfahrt­samt der Jüdis­chen Gemeinde zu Berlin, interniert wur­den. Als ihre Ange­höri­gen, vor­wiegend Frauen, erfuhren, wo sie sich befan­den, har­rten sie tage­lang vor dem Gebäude aus — bis zu deren Freilas­sung. Heute erin­nert die Skulp­tur „Block der Frauen“ von Inge­borg Hun­zinger an diese ungewöhn­liche Sol­i­dar­ität­sak­tion während der NS-Zeit . Aus Anlass des 69. Jahrestages des Rosen­straßen-Protestes ver­anstal­tet der Ini­tia­tivkreis Rosen­straße eine Gedenk­feier und lädt anschließend zu einem Zeitzeu­genge­spräch ein.

Weit­er Infor­ma­tio­nen zum Pro­gramm hier:

DGB und BDA: Gemeinsamer Aufruf zu einer bundesweiten Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer rechtsextremistischer Gewalt

Der Deutsche Gew­erkschafts­bund und die Bun­desvere­ini­gung der Deutschen Arbeit­ge­berver­bände rufen gemein­sam auf, am Don­ner­stag, den 23. Feb­ru­ar 2012, 12 Uhr, für eine Schweigeminute in der Arbeit inne zu hal­ten, um der Opfer recht­sex­trem­istis­ch­er Gewalt zu gedenken. Die Schweigeminute find­et zeit­gle­ich mit dem zen­tralen Staat­sakt der Ver­fas­sung­sor­gane des Bun­des für die Opfer recht­sex­trem­istis­ch­er Gewalt statt.

Der Aufruf und weit­ere Infor­ma­tio­nen hier: