Schöner leben ohne Nazis ist ein langjähriges, lebendiges Demokratiefest im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf, das seit über 15 Jahren ein deutliches Zeichen für Vielfalt, Solidarität und ein respektvolles Zusammenleben setzt. Initiiert wurde die Veranstaltung von einem breiten Bündnis aus Parteien, Vereinen und zivilgesellschaftlichen Initiativen, die sich im Bündnis für Demokratie und Toleranz am Ort der Vielfalt Marzahn-Hellersdorf zusammengeschlossen haben. Seit der ersten Ausgabe wächst das Netzwerk stetig: Inzwischen beteiligen sich regelmäßig über 70 unterschiedliche Organisationen, Einrichtungen und Gruppen aus dem Bezirk mit Informationsständen, Bühnenbeiträgen und Mitmachaktionen.
Im Zentrum des Projektes steht die klare Haltung gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und jede Form der Ausgrenzung. Das Fest will einen Raum schaffen, in dem Menschen jeden Alters und Hintergrunds zusammenkommen können, um miteinander ins Gespräch zu kommen, zu feiern und aktiv für demokratische Werte einzutreten. Durch vielfältige Angebote – von kulturellen Darbietungen über spielerische Aktionen für Kinder bis zu Dialogformaten und Bildungsangeboten – wird ein lebendiges Bild einer offenen, vielfältigen Gesellschaft vermittelt.
Die Veranstaltung wird von der sozialen Trägerorganisation Roter Baum Berlin im Auftrag des Bündnisses organisiert und findet jährlich auf dem Alice-Salomon-Platz in Hellersdorf statt. Teilnehmende Akteur*innen verpflichten sich zu den demokratischen Grundwerten; Personen, die rechtsextremen Parteien oder menschenverachtenden Positionen angehören oder diese vertreten, wird der Zutritt verwehrt.
Schöner leben ohne Nazis ist mehr als ein Fest: Es ist ein Symbol für eine solidarische Nachbarschaft, ein aktives Engagement für Menschenrechte und ein Ort der Begegnung, an dem gesellschaftlicher Zusammenhalt gelebt wird. Durch die sichtbare Zusammenarbeit von Initiativen, Politik, Zivilgesellschaft und engagierten Bürger*innen stärkt das Projekt lokale Demokratien und ermutigt zur Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Diskriminierung.
Projekt Informationen

"Roter Baum" Berlin UG
Stendaler Straße 43
12627 Berlin
Martin Kleinfelder
Das Projekt Schöner leben ohne Nazis ist ein jährlich stattfindendes Demokratiefest im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Seit vielen Jahren setzt es ein sichtbares Zeichen gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Ziel des Projekts ist es, demokratische Werte zu stärken, gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern und den Bewohner*innen des Bezirks zu zeigen, dass es solidarische, vielfältige und konstruktive Alternativen zu Ausgrenzung und rechten Ideologien gibt.
Gerade vor dem Hintergrund der anstehenden Wahlen in Berlin kommt dem Projekt eine besondere Bedeutung zu. Schöner leben ohne Nazis richtet sich bewusst an die Menschen im Bezirk und macht deutlich, dass demokratische Teilhabe, soziale Verantwortung und gegenseitiger Respekt tragfähige Antworten auf gesellschaftliche Herausforderungen sind. Das Projekt versteht sich dabei nicht als parteipolitische Veranstaltung, sondern als klar positioniertes zivilgesellschaftliches Format, das Orientierung bietet, Haltung zeigt und Mut macht, sich für demokratische Werte zu entscheiden – auch an der Wahlurne.
Im Mittelpunkt steht die Schaffung eines offenen, sicheren und einladenden Raums, in dem Menschen unterschiedlicher Herkunft, Generationen, Lebensweisen und sozialer Hintergründe zusammenkommen können. Schöner leben ohne Nazis verbindet politische Bildung, kulturellen Ausdruck und gemeinschaftliches Erleben. Demokratie wird dabei nicht abstrakt vermittelt, sondern als etwas Alltägliches, Lebendiges und Gestaltbares erfahrbar gemacht.
Ein zentrales Element ist das vielfältige Bühnenprogramm. Dieses soll den gesellschaftlichen Querschnitt der Bevölkerung widerspiegeln – in Bezug auf Alter, Geschlecht, Migrationserfahrungen, queere Lebensrealitäten sowie unterschiedliche soziale und kulturelle Perspektiven. Die Beiträge reichen von Musik, Performance und Wortbeiträgen bis hin zu moderierten Gesprächen und partizipativen Formaten. Ziel ist es, Vielfalt sichtbar zu machen, unterschiedliche Stimmen einzubeziehen und zu zeigen, dass eine offene Gesellschaft von der Beteiligung vieler lebt. Das Bühnenprogramm soll sowohl unterhalten als auch zur Auseinandersetzung mit demokratischen Werten anregen.
Ergänzt wird das Bühnenangebot durch eine große Bandbreite an Informations-, Aktions- und Mitmachständen. Zahlreiche Organisationen, Initiativen, Vereine, Bildungsträger, soziale Einrichtungen, Beratungsstellen, Jugendprojekte, Nachbarschaftsinitiativen sowie weitere zivilgesellschaftliche Akteur*innen aus Marzahn-Hellersdorf beteiligen sich an dem Projekt. Diese Breite macht das vielfältige Engagement im Bezirk sichtbar und zeigt konkrete Möglichkeiten auf, sich einzubringen, Unterstützung zu finden oder selbst aktiv zu werden.
Die beteiligten Organisationen nutzen das Projekt als Plattform für Austausch, Vernetzung und direkte Gespräche mit den Besucher*innen. Interaktive Angebote, kreative Aktionen und niedrigschwellige Informationsformate laden insbesondere Kinder und Jugendliche zur aktiven Teilnahme ein und fördern frühzeitig demokratische Kompetenzen, kritisches Denken und Zivilcourage.
Schöner leben ohne Nazis basiert auf einem klaren Werteverständnis. Alle beteiligten Akteur*innen bekennen sich zu demokratischen Grundprinzipien, Menschenrechten und Vielfalt. Personen oder Gruppen, die rechtsextreme, diskriminierende oder demokratiefeindliche Positionen vertreten, werden von der Teilnahme ausgeschlossen. So entsteht ein geschützter Raum, in dem Respekt, Offenheit und Solidarität im Mittelpunkt stehen.
Insgesamt trägt das Projekt dazu bei, demokratische Haltung im Bezirk sichtbar zu machen, Orientierung in politisch herausfordernden Zeiten zu bieten und den Menschen vor Ort zu zeigen: Ein solidarisches, vielfältiges und demokratisches Zusammenleben ist möglich – und es ist die bessere Wahl.
Social media werden über die Beteiligten bedient (Roter Baum berlin, Bündnis für Demokratie etc)