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Teilhabe-Hilfe-Card

Gewinnrunde

Teilhabe-Hilfe-Card ist ein berlinweites Qualifizierungs- und Engagementprogramm für Jugendliche ab 14 Jahren, die Senior:innen im Alltag unterstützen und so aktiv zu gesellschaftlicher Teilhabe beitragen.

Jugendliche absolvieren eine 42-stündige Schulung, in der sie lernen, wie sie ältere Menschen in den Bereichen digitale, kulturelle und soziale Teilhabe kompetent begleiten können. Themen sind u. a. Kommunikation auf Augenhöhe, Datenschutz, Umgang mit altersbedingten Einschränkungen, demokratische Werte im Miteinander sowie praktische Hilfen rund um Smartphone, Internet, Behördenkontakte oder kulturelle Angebote.

Nach der Schulung erhalten die Jugendlichen die TeilHabe-Helfer-Card und leiten für 12 Monate eigenständig Angebote für Senior:innen: sie treffen sich regelmäßig, unterstützen im Umgang mit digitalen Medien, begleiten zu Aktivitäten im Kiez, helfen beim Zugang zu Informationen oder sind einfach verlässliche Ansprechpartner:innen. Dabei werden sie kontinuierlich fachlich begleitet und reflektieren ihr Engagement in Austauschtreffen.

Das Projekt wirkt auf zwei Ebenen:
Senior:innen erhalten niedrigschwellige, persönliche Unterstützung, die ihnen den Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe erleichtert und Isolation reduziert. Jugendliche übernehmen früh Verantwortung, erleben Selbstwirksamkeit und lernen, wie wichtig Solidarität, Respekt und demokratisches Miteinander im Alltag sind.

Die TeilHabe-Helfer-Card schafft damit eine konkrete Struktur für generationenübergreifendes Engagement in Berlin. Sie verbindet Qualifizierung, praktisches Handeln und Begleitung zu einem nachhaltigen Modell, das jungen Menschen ermöglicht, aktiv zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beizutragen – und älteren Menschen hilft, selbstbestimmt am Leben in ihrer Nachbarschaft teilzunehmen.

So entsteht ein respektvolles Miteinander, bei dem beide Generationen voneinander lernen und sich gegenseitig stärken.

Projekt Informationen

Teilhabe-Hilfe-Card ist ein berlinweites Qualifizierungs- und Engagementprogramm von Sonay soziales Leben e.V., das Jugendliche ab 14 Jahren systematisch darauf vorbereitet, Senior:innen im Alltag zu unterstützen und damit konkrete gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Projektidee

Jugendliche werden qualifiziert, damit sie ältere Menschen niedrigschwellig bei digitaler, kultureller und sozialer Teilhabe begleiten können. Sie übernehmen über einen Zeitraum von 12 Monaten eigenständig Verantwortung in ihrem Bezirk und werden dabei fachlich begleitet.

Ablauf

1) Qualifizierung (42 Stunden)
In einer strukturierten Schulung erwerben die Jugendlichen Kompetenzen in:

  • Kommunikation und Begegnung auf Augenhöhe
  • Datenschutz, Verantwortung, Grenzen des Engagements
  • Umgang mit altersbedingten Einschränkungen
  • Unterstützung bei Smartphone, Internet, Online-Diensten, Behördenkontakten
  • Aktivierung zu kulturellen und sozialen Angeboten im Kiez
  • demokratischen Werten im praktischen Miteinander

2) Praxisphase (12 Monate)
Nach der Schulung erhalten sie die Teilhabe-Hilfe-Card und setzen eigenständig Angebote um:

  • regelmäßige Treffen mit Senior:innen
  • digitale Unterstützung zuhause oder im Kiez
  • Begleitung zu Aktivitäten und Einrichtungen
  • Hilfe beim Zugang zu Information, Kommunikation und Teilhabe

Begleitend finden Reflexions- und Austauschtreffen statt. Die Jugendlichen sind nicht allein gelassen, sondern in eine klare Struktur eingebettet.

Umfang des Modellprojekts (Start 10/2025)

  • Umsetzung in 3–4 Berliner Bezirken (u. a. Lichtenberg, Mitte, Treptow-Köpenick)
  • 70 qualifizierte Jugendliche
  • Über 875 erreichte Senior:innen innerhalb von 12 Monaten
  • Laufzeit zunächst als Modellprojekt, mit dem Ziel der berlinweiten Verstetigung

Wirkung auf zwei Ebenen

Für Senior:innen

  • Konkrete Unterstützung im Alltag
  • Zugang zu digitalen, kulturellen und sozialen Angeboten
  • Abbau von Isolation
  • Mehr Selbstständigkeit und Sicherheit im Umgang mit Technik
  • Persönliche, verlässliche Kontakte

Für Jugendliche

  • Übernahme realer Verantwortung im Sozialraum
  • Erleben von Selbstwirksamkeit
  • Verständnis für Solidarität und Respekt zwischen Generationen
  • Stärkung sozialer, kommunikativer und organisatorischer Kompetenzen
  • Aktive Mitgestaltung des gesellschaftlichen Zusammenhalts

Messbare Ziele & Indikatoren

  • Anzahl geschulter Jugendlicher (Ziel: 70)
  • Anzahl begleiteter Senior:innen (Ziel: >875)
  • Anzahl regelmäßiger Kontakte/Treffen pro Monat
  • Dokumentierte Unterstützungsfelder (digital, sozial, kulturell)
  • Teilnahmequote an Reflexionstreffen
  • Rückmeldungen von Senior:innen und Jugendlichen
  • Zahl neu aktivierter Senior:innen, die erstmals Angebote im Kiez wahrnehmen

Bedeutung für Berlin

Berlin steht vor zwei parallelen Herausforderungen:

  • wachsende Zahl älterer Menschen mit Unterstützungsbedarf im häuslichen Umfeld
  • viele junge Menschen, die sich engagieren wollen, aber keine klare Struktur finden

Die Teilhabe-Hilfe-Card verbindet beides in einem klaren, übertragbaren System. Sie schafft eine verbindliche Struktur für generationenübergreifendes Engagement, das im Alltag wirkt und nicht projektförmig verpufft.

Das Modell ist so angelegt, dass es nach der Pilotphase auf weitere Bezirke ausgeweitet und perspektivisch berlinweit etabliert werden kann.

Kooperationen im Sozialraum

Die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit:

  • Stadtteilzentren und Nachbarschaftshäusern
  • Begegnungsstätten für Senior:innen
  • Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen
  • lokalen Trägern der Senior:innenarbeit
  • bezirklichen Akteur:innen der Sozial- und Stadtteilarbeit

Diese Partner helfen bei der Ansprache der Senior:innen, stellen Räume zur Verfügung und sind Anlaufstellen im Kiez.

Langfristiges Ziel

Die Teilhabe-Hilfe-Card soll sich als fester Bestandteil sozialer Infrastruktur in Berliner Bezirken etablieren: Jugendliche mit Qualifizierungsausweis, die sichtbar und verlässlich Senior:innen im Alltag unterstützen und damit demokratisches Miteinander praktisch leben.

So entsteht ein dauerhaftes, respektvolles Miteinander der Generationen, das Isolation reduziert, Teilhabe stärkt und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Berlin konkret erfahrbar macht.

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