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Sprache schafft Wirklichkeit

Gewinnrunde

Sprache schafft Wirklichkeit

Für eine diskriminierungsfreie und rechtlich präzise Sprache

Die Initiative „Sprache schafft Wirklichkeit“ ist ein zivilgesellschaftliches Projekt, das sich mit der diskriminierenden Wirkung bestimmter Begriffe in der deutschen Sprache auseinandersetzt. Im Fokus steht insbesondere die systematische Verwendung des Wortes „schwarz“ zur Bezeichnung illegaler, nicht genehmigter oder gesellschaftlich negativ bewerteter Handlungen (z. B. Schwarzarbeit, Schwarzfahren, Schwarzmarkt).

Ziel des Projekts ist es, diese Begriffe in Verwaltung, Medien und öffentlicher Kommunikation durch rechtlich präzise und diskriminierungsfreie Alternativen zu ersetzen, wie etwa „illegale Beschäftigung“, „Fahren ohne gültigen Fahrschein“ oder „illegaler Markt“.

Das Projekt möchte Bewusstsein für die gesellschaftlichen Folgen von Sprache schaffen und zu einer respektvollen, demokratischen und inklusiven Sprachkultur beitragen.

Projekt Informationen

Ziele des Projekts

  • Sensibilisierung für diskriminierende Sprachmuster im öffentlichen Diskurs
  • Förderung rechtlich korrekter und präziser Terminologie
  • Stärkung von Respekt, Vielfalt und gesellschaftlichem Zusammenhalt
  • Anstoß eines öffentlichen Dialogs über Sprache als Teil demokratischer Verantwortung

Zielgruppe

  • Journalist:innen und Medienschaffende
  • Mitarbeitende in Verwaltung und öffentlichen Institutionen
  • Schüler:innen, Studierende und Multiplikator:innen
  • Zivilgesellschaftliche Initiativen und interessierte Öffentlichkeit

Projektansatz und Umsetzung

Das Projekt verfolgt einen aufklärenden und dialogorientierten Ansatz und umfasst folgende Maßnahmen:

  1. Informationsmaterialien
    Erstellung von kurzen Leitfäden und Visuals, die problematische Begriffe erklären und rechtlich präzise Alternativen aufzeigen.
  2. Öffentliche Diskussion
    Organisation von Gesprächsrunden, Workshops oder Online-Formaten zum Thema diskriminierungsfreie Sprache.
  3. Medienkritische Arbeit
    Sensibilisierung für verantwortungsvollen Sprachgebrauch in der Berichterstattung durch Beispiele und Empfehlungen.
  4. Digitale Präsenz
    Verbreitung der Inhalte über soziale Medien und Projektplattformen zur Erreichung einer breiten Öffentlichkeit.

Beispielhafte problematische Begriffe und Alternativen

  • Schwarzarbeit → illegale Beschäftigung / nicht angemeldete Arbeit
  • Schwarzfahren → Fahren ohne gültigen Fahrschein
  • Schwarzmarkt → illegaler Markt
  • Schwarzgeld → unversteuertes Einkommen / illegale Finanzmittel
  • schwarz bauen → Bauen ohne Genehmigung
  • schwarze Kasse → illegale Nebenbuchführung

Diese Begriffe sind juristisch ungenau und verstärken symbolisch die Verbindung von „schwarz“ mit Illegalität oder Negativität.

Erwartete Ergebnisse

  • Erhöhte Sensibilität für diskriminierende Sprache
  • Nutzung präziser Begriffe in Diskussionen und Medien
  • Stärkung demokratischer Werte wie Gleichheit und Respekt

Hinweis zum Projektstatus und zur Trägerschaft

Dieses Projekt befindet sich bewusst in einer konzeptionellen Phase.

Es wurde als offene zivilgesellschaftliche Initiative entwickelt und richtet sich ausdrücklich an Organisationen, Initiativen oder engagierte Einzelpersonen, die über die strukturellen, fachlichen oder organisatorischen Möglichkeiten verfügen, das Projekt praktisch umzusetzen und weiterzuentwickeln.

Die Einreichung im Rahmen von #Respektgewinnt erfolgt mit dem Ziel,

  • das Projekt öffentlich sichtbar zu machen,
  • den gesellschaftlichen Bedarf zu verdeutlichen und
  • potenzielle Träger:innen oder Kooperationspartner:innen für eine Übernahme und konkrete Umsetzung zu gewinnen.

Die Projektidee versteht sich als Impuls und Angebot, nicht als bereits institutionell gebundenes Vorhaben. Eine Anpassung, Weiterentwicklung oder Erweiterung des Konzepts durch die übernehmenden Akteur:innen ist ausdrücklich erwünscht.

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