Der HELLERSDOFER ATHLETIK-CLUB BERLIN e.V. ist ein Sportverein, der u.a. auch seit 2015 dem Sport von Geflüchteten unterstützt. Seit 2021 wurde dazu ein Netzwerk aufgebaut. Inzwischen haben etwa 10% der Mitglieder (von etwa 2.150 Stand 22.02.2026) Fluchthintergrund, weitere 10% Migrationshintergrund.
Das ist eine Alleinstellungsmerkmal unseres Vereins im Bezirk, wo der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund unter dem Berliner Durchschnitt liegt. Der Schwerpunkt unserer Arbeit befindet sich im Nordosten des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf in der Großsiedlung, wo rassistische und fremdenfeindliche Positionen im Vormarsch sind. Der Bau der Flüchtlingsungsunterkunft Maxie-Wander-Straße wurde 2013 von radikalen rechtsgerichteten Kräften für Propaganda gegen Flüchtlinge genutzt. Es war uns ein wichtiges Anliegen, hier einen Kooperationsvertrag abzuschließen und zu helfen.
Der Krieg in der Ukraine hat uns ebenfalls vor Herausforderungen gestellt. Inzwischen haben wir etwa 120 Kinder, Jugendliche und Erwachsene Kriegsflüchtlinge als Mitglieder aufgenommen.
Ein neues Projekt im Rahmen des Netzwerkes war die Wahl unseres Olympioniken Mohammad Alsalami zum Olympiabotschafter des Bezirkes durch das Bezirksamt und dem Bezirkssportbund. Wir stellen bewusst einen Sportler mit Migrations- und Fluchthintergrund in den Mittelpunkt unserer Arbeit.
Durch unsere Öffentlichkeitsarbeit treten wir aktiv auf und engagieren uns für eine weltoffenene, denokratische Gesellschaft, in der alle die gleichen Rechte haben.
Projekt Informationen

HELLERSDORFER ATHLETIK-CLUB BERLIN e.V.
Lubminer Straße 39 Berlin 12619
12619 Berlin
Das Netzwerk Flüchtlingssport unseres Vereins wurde schrittweise entwickelt. Der erste Schritt war die Berufung einer Beauftragten für Integration 2021, die im März 2023 zur Vizepräsidentin für Integration, Öffentlichkeitsarbeit und Umwelt in das Präsidium gewählt wurde und damit umfangreiche Kompetenzen erhielt, da sie u.a. für die Außendarstellung des Vereins verantwortlich ist. Seit 2021 gibt es eine enge Zusammenarbeit der Abteilungen, in denen überwiegend Mitglieder mit Flichthintergrund am Sportangebot teilnehmen. Es wurden Mitglieder mit Fluchthintergrund als Übungskeiter/in ausgebildet. Sie treten als Multiplikator*innen auf und werben weitere Mitglieder. Zum Netzwerk gehören das Bezirksamt (FB Sport, Gesundheitsamt), der Landessportbund Berlin (SPORTBUNT) und der Bezirkssportbund. Hier werden Projekt beraten und falls möglich auch finanzielle gefördert. Im Vereinsleben wird darauf geachtet, dass Geflüchtete einbezogen und in verschiedensten Lebenslagen unterstützt werden (z.B.Einbürgerungen, Jobcenter, Wohnung). Darüber hinaus besteht eine Zusammenarbeit mit vier Gemeinschaftsunterkünften. Anfang des Jahres werden im Aktionsplan Öffentlichkeitsarbeit die Veranstaltungen ausgewählt, wo sich die Projekte für Geflüchtete präsentieren können. Es gibt einen engen Kontakt mit der Presse, die für die Medien in Berlin arbeitet. Oder mit dem Radion Connection (Bsp. : https://www.radioconnection-berlin.de/aktiv-marzahn-hellersdorf-hellersdorfer-athletik-club/) Dadurch kann eine gute Resonanz erzeugt werden. Das Netzwerk wächst und wächst.