Skip to content

Global Sounds – Jüdische Künstler:innen in Musikkulturen

Gewinnrunde

Seit dem Massaker der Hamas in Israel am 7. Oktober 2023, den Geiselnahmen und dem Krieg in Gaza sind weltweit Antisemitismus und der Hass auf den Staat Israel massiv angestiegen. Dies zeigt sich auch in Berlin. Viele Menschen, Initiativen, Veranstaltungsstätten, Vereine und Verbände, die sich solidarisch mit Israelis und Juden und Jüdinnen hier zeigen, sind Anfeindungen, Ausgrenzungen, Boykottaufrufen, Bedrohungen und Angriffen ausgesetzt. Auch in der Clubkultur ist es seither zu scharfen Auseinandersetzungen und Polarisierungen gekommen. Mit unserer Wanderausstellung „Global Sounds“ möchten wir dem etwas entgegen setzen und machen jüdische Künstler:innen in Klassik, Klezmer, Neuer jüdischer Musik, Balkan Pop, Jazz, Pop, Metal, Punk, Rock, Techno und Deutschrap sichtbar, die sich mit Identitäten, jüdischen Positionen, jüdischer Musik und Jüd:innen in der Musik – teilweise mit deutlichen Bezügen zu Berlin – auseinandersetzen und sich in vielfältigem Engagement für ein friedliches Miteinander einsetzen. Die Ausstellung besteht aus 10 doppelseitigen Outdoor-Rollups mit Zitaten, Illustrationen, Fotos, Bildern, QR-Codes zu Dokumentationen, Musik, Interviews, Fachartikeln, Projekten und einer Playlist. Sie konnte dank einer Kooperation mit der Berlin Music Commission (BMC) in deren Projekt „United Sounds“ vom Archiv der Jugendkulturen in einem interkulturellen und interdisziplinären Team kuratiert und realisiert und erstmalig im November 2025 auf der Most Wanted Music Conference der BMC in der Kulturbrauerei Prenzlauer Berg mehreren tausend Besucher:innen präsentiert werden. Seither wird sie vom Archiv der Jugendkulturen ehrenamtlich ohne finanzielle Förderung oder Unterstützung weiter aufrechterhalten und kann in öffentlichen und nicht-öffentlichen Räumen in Innen- und in Außenbereichen gezeigt werden.

 

Projekt Informationen

Archiv der Jugendkulturen e.V.

Fidicinstraße 3
10965 Berlin

Gabriele Rohmann

https://jugendkulturen.de

https://www.facebook.com/archivjugendkulturen

https://www.instagram.com/stand_up_participate/

Unsere Wanderausstellung „Global Sounds“ über jüdische Künstler:innen in Musikkulturen ist im Jahr 2025 im Rahmen einer Kooperation mit der Berlin Music Commission (BMC) als eigenständiger Baustein des BMC-Projekts „United Sounds“ über jüdische Musik in Berlin, gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, entstanden. Anliegen der BMC war es, die Expertise des Archivs der Jugendkulturen über Jugend-, Pop-, Sub- und Clubkulturen im Kontext von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit wie Rechtsextremismus, Sexismus, Rassismen und Antisemitismus in die eigene Projektplanung miteinzubeziehen. Geplant und realisiert wurde seitens der BMC ein umfangreiches Angebot rund um die beiden großen, von mehreren tausend Menschen besuchten Musikkonferenzen/festivals „Most Wanted Music“ und „Most Wanted Music:Youth“ im Berliner Stadtraum mit der Hauptveranstaltungsstätte Kulturbrauerei Prenzlauer Berg. Hierzu gehörten Stadtführungen, Filmvorführungen, Konzerte, eine VR-Vorführung, ein Cabaret-Abend sowie fachliche Inputs des Archiv der Jugendkulturen, die Präsentation der Archiv-Wanderausstellung „Der z/weite Blick“ über Jugendkulturen und Diskriminierungen und die Beauftragung an das Archiv, eine neue Ausstellung mit einem Schwerpunkt auf jüdische Vielfalt in Musik- und Clubkulturen zu kuratieren.

Start für die neue Ausstellung „Global Sounds“ war im Mai 2025 mit einem Auftakttreffen mit Ideenfindung, mit welcher Zielsetzung, welchen Inhalten und in welcher Form die Ausstellung kuratiert und realisiert werden sollte: „Global Sounds“ – Jüdische Künstler:innen in Musikkulturen“ stellt engagierte jüdische Musikschaffende mit teilweisen Lebensbezügen zu Berlin vor, die Musikgeschichte und gesellschaftliches Engagement für emanzipatorische Vielfalt verbinden und prägen: in der Klassik, im Klezmer, in der New Jewish Music, im Jazz, Balkan Pop, Rock, Punk, Metal, Techno, Rap und Pop. Die Ausstellung präsentiert einen Ausschnitt aus einem weiten Kosmos an Stilen, Haltungen, Initiativen und Diskursen zu Musik und Identitäten. Sie macht auch Projekte sichtbar, in denen sich jüdische und nicht-jüdische Künstler:innen gemeinsam für Gleichwertigkeit, Frieden und Respekt einsetzen. Sie lädt dazu ein, über Zitate, Fotos, Illustrationen und kurze Texte über Musik und Engagement miteinander ins Gespräch zu kommen, sich über QR-Codes zu Filmen, Projekten, Interviews, Fachartikeln und einer Playlist weiter mit den Themen zu beschäftigen und kritisch zu reflektieren, was Boykotte und Ausschlüsse aufgrund politischer Positionen anrichten. „Global Sounds“ ist ein Statement für die Schönheit und Vielschichtigkeit von künstlerischem Schaffen in Musikkulturen, über Grenzen hinweg. Die Ausstellung appelliert an das Verbindende, nicht das Trennende zwischen Menschen und Kulturen und setzt ein klares Statement gegen Antisemitismus und Diskriminierungen generell. Die Ausstellung wurde im November 2025 erstmalig mehreren tausend Menschen in der Kulturbrauerei präsentiert, danach in Teilen im Staatsministerium für Kultus in Dresden auf einer Fachtagung des Landesnetzwerks gegen Antisemitismus Sachsen. Seit Dezember 2025 bietet das Archiv der Jugendkulturen die Ausstellung ehrenamtlich an. Eine Förderung oder andere Finanzierung für die Ausstellung besteht seit ihrer Fertigstellung im November 2025 nicht.

Zielgruppen der Ausstellung sind Jugendliche ab ca. 15 Jahre und Erwachsene. Gerne realisieren wir begleitend zur Ausstellung Guide-Schulungen, Vorträge, Panels und Workshops.

Architektur der Ausstellung

Die Ausstellung besteht aus einem mobilen Präsentationssystem mit 10 doppelseitigen Rollup-Displays zum Ausziehen. Die Rollups sind leicht schnell, einfach und ohne Hilfsmittel aufzubauen. Sie bestehen aus robustem, schwer entzündlichem Kunststoff. Die Ausstellung kann auch im Freien (Outdoor) gezeigt werden. Leinwandmaße: Höhe: 210 cm, Breite: 85 cm, Die Rollups sind variabel gruppier- und einsetzbar. Es wird keine Technik benötigt. Der Versand der Ausstellung erfolgt per Kurier oder Spedition in zwei Flying Cases.

Ausleihe

Eine Ausleihe ist prinzipiell überallhin möglich. Konditionen wie Transportkosten und Versicherung besprechen wir gerne persönlich.

 

Nach oben