Projekt Informationen
Couscous & Sauerkraut
„Couscous & Sauerkraut“ ist ein offenes Dialogprojekt im Bezirk Pankow. Es bringt Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte an einen Tisch, um miteinander zu essen, zu sprechen und einander zuzuhören.
In einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Spannungen schafft das Projekt einen geschützten Raum für ehrlichen Austausch. Themen wie Geflüchtetenunterkünfte, Einsamkeit, Hass oder gesellschaftlicher Zusammenhalt werden offen und respektvoll diskutiert. Es gibt kein Podium und keine fertigen Antworten – im Mittelpunkt stehen Begegnung und Dialog auf Augenhöhe.
Das Format ist bewusst niedrigschwellig: Eine lange Tafel, gemeinsames Essen, moderierte Gesprächsrunden und wechselnde Sitzplätze, damit neue Begegnungen entstehen. Beim ersten Treffen wurde emotional über ein geplantes Geflüchtetenheim diskutiert – sachlich und respektvoll. Beim zweiten Treffen stand Einsamkeit im Mittelpunkt. Rund 25 Nachbar*innen tauschten persönliche Erfahrungen aus.
Das Projekt zeigt: Demokratie beginnt im Alltag – am Tisch, im Gespräch, im Zuhören. Viele Spannungen entstehen aus Unsicherheit oder Einsamkeit. Wenn Menschen sich begegnen, können Vorurteile abgebaut und Vertrauen aufgebaut werden.
Initiiert wurde „Couscous & Sauerkraut“ von Mohammed El Ouahhabi, Sprecher des Bezirksbeirats für Partizipation und Integration Pankow, und Nadja Bungard vom Frauenzentrum Paula Panke.
Ziel ist es, das Format langfristig zu etablieren und auf weitere Stadtteile zu übertragen.
Demokratie lebt vom Gespräch – und von Haltung. Dieses Projekt verbindet beides.