Die AG SESB ist 1986 in der Europa-Union Berlin als Bürgerinitiative entstanden, damals mit einer anderen Bezeichnung (AG ISFE = Arbeitsgemeinschaft für eine Internationale Schule für Europa) und hat eine wesentliche Rolle in der Gründung der Staatliche Europa-Schule Berlin (SESB) im Jahr 1992 gespielt.
Die SESB ist eine Schule besonderer pädogogischer Prägung, staatlich, kostenlos und offen für alle Berliner Kinder. Es ist eine Schule, in der Unterricht in zwei gleichberechtigten Sprachen stattfindet. Sie versteht sich als Ort der gelebten Begegnung und Freundschaft (https://www.berlin.de/sen/bildung/schule/besondere-schulangebote/staatliche-europaschule/).
Die AG SESB hat eine entscheidende Rolle in der Entwicklung der SESB gespielt: sie hat nicht nur die Gründung neuer Standorten und Partnersprachen dank der fundamentalen Elterninitiative unterstützt und koordiniert, sondern auch eine Vermittlungsfunktion mit der Verwaltung und den neuen Standorten übernommen.
Die AG SESB hat vieles erreicht, z.B.:
– dass die SESB vom Schulversuch zur Schule besonderer pädagogischer Prägung wird (2011);
– dass eine ausführliche Evaluation durchgeführt wird (EUROPA-Studie 2014-2017);
– dass die SESB explizit in den Koalitionsverträge des Berliner Senats aufgenommen wird (seit 2016);
Die SESB ist heute eine Schule mit 35 Standorten (19 Grundschulen und 16 weiterführenden Schulen) und mehrere Tausende Schüler:innen.
Sie erlaubt die paritätische Begegnung von Kindern mit unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Hintergründen und deutschen Kindern.
Projekt Informationen

AG SESB (Arbeitsgemeinschaft Staatliche Europa-Schule Berlin)
Chausseestr. 84
10115 Berlin
Edda Battigelli
Warum und woran arbeitet di AG SESB weiter, wenn so viel schon erreicht wurde?
Die AG SESB vertritt das Interesse der SESB in der Berliner Schullandschaft und gegenüber der Schulverwaltung. Auch kleine, geplante Veränderungen für die allgemeinbildende Schulen sind nicht immer vorteilhaft für die SESB und können den Kern dieser Schultyp beschädigen: wir sorgen dafür, dass die notwendige Justierungen für die SESB mitgeplant werden.
Die SESB soll ein nicht-eliteres Projekt bleiben, ein Ort der gelebten und wertschätzten Vielfalt.
Unser Ziel ist es, so vielen Kindern wie möglich die Möglichkeit anzubieten, eine nahe Begegnung mit einer anderen Kultur und Sprache zu erleben, bzw. ihre doppelte Identität auszuleben und sie mit anderen teilen zu können.
In diesem Sinne arbeiten wir dafür, dieses Schulmodell auszubauen und weiterzuentwickeln: mehr Sprachkombinationen in den von den Berliner Kindern gesprochenen Sprachen, mehr Standorten in unterschiedlichen Bezirken, kleine Campus mit mehreren Sprachen und eine Aufmerksamkeit für die Mehrsprachigkeit in dem Regelbereich, jener Teil der Schulen mit Deutsch als einzige Unterrichtssprache.
Dahin richtet sich unsere Lobbyarbeit. Dafür arbeiten wir mit anderen Netzwerken, die die Mehrsprachigkeit in den Berliner Schulen implementieren möchten.
Neben dieser Arbeit pflegen wir auch den Kontakt mit Wissenschaftlern, um das Modell weiterzuentwicklen.