In der deutschen Migrationsgeschichte lässt sich eine Vielzahl von Zuwanderungsphasen erkennen, geprägt von unterschiedlichen Beweggründen und Herkunftsländern. Berlin wird immer internationaler: Rund 35 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner haben ausländische Wurzeln – über 1,3 Millionen Menschen aus mehr als 190 Nationen sprechen über 100 Sprachen.
Keine Bevölkerungsgruppe wächst so schnell wie die der älteren Migrantinnen und Migranten. Der eigene Glaube und die Spiritualität geben vielen Menschen – auch in Zeiten der Entkirchlichung – Orientierung und Halt am Lebensende. Die religiöse Landschaft Berlins wird dadurch zunehmend vielfältiger.
Für Begleit- und Pflegekräfte ergeben sich aus den unterschiedlichsten Glaubenswelten in einer sich wandelnden Kultur herausfordernde Aufgaben. Wie kann ein religions- und kultursensibler Umgang im Sterbe- und Trauerprozess gelingen, und welche Unterstützung sowie Kompetenzen werden dafür benötigt?
Projekt Informationen

Freundinnen und Freunde des Berliner Forums der Religionen e.V.
Bismarckstraße 40
10627 Berlin
Michael Bäumer
https://www.berliner-forum-religionen.de/
https://www.facebook.com/berliner.forum.religionen.de/
Als Ergebnis der interreligiösen Fachtagung „Umgang mit Tod und Trauer in verschiedenen Kulturen und Religionen“ (veranstaltet von der Zentralen Anlaufstelle Hospiz und dem Berliner Forum der Religionen) wurden unter Mitwirkung von Ehrenamtlichen am 3. Januar 2024 ein erstes Handout und Checklisten zum religions- und kultursensiblen Umgang mit Patientinnen und Patienten erstellt und vorgestellt.
Diese Ergebnisse des Kooperationsprojekts „Religionssensible Hospiz- und Palliativ-Arbeit – ReHoP“ sind in der Folge online und in Druck erschienen:
- Handout: Kultursensibles Handeln im Hospiz- und Palliativbereich: Islam
- Handout: Kultursensibles Handeln im Hospiz- und Palliativbereich: Buddhismus
- Handout: Kultursensibles Handeln im Hospiz- und Palliativbereich: Christentum
- Checkliste: Kultursensibles Handeln im Hospiz- und Palliativbereich
- Checkliste: Patientinnen, Patienten, Angehörige
Die Materialien richten sich an Ehrenamtliche, Fachpersonal im Hospiz- und Palliativbereich (stationär und ambulant) sowie an Patientinnen und Patienten. Mit Einblicken in die Bedarfe von Menschen mit muslimischem Hintergrund beginnt die Reihe; weitere Religionen folgen.
Die Zentrale Anlaufstelle Hospiz des Unionhilfswerks (Bereich IKÖ HPV) und das Berliner Forum der Religionen arbeiten seit 2022 eng zusammen.
Neben den Handouts werden zur Wissensvermittlung und zum Austausch Fachtagungen und Schulungen angeboten. Die Handout-Reihe zu den Bedarfen religiöser Menschen wird kontinuierlich fortgesetzt