Berlin lebt von den Menschen, die sich einmischen. Von denen, die nicht nur zuschauen, sondern handeln. Wir schaffen Orte, an denen Menschen mit und ohne Migrationserfahrung zusammenkommen – nicht als Zielgruppe und Angebot, sondern als aktive Gestalter:innen unserer Stadtgesellschaft. Denn viele Zugewanderte bringen politische Erfahrung, Bildungswissen, Engagement und den klaren Wunsch mit, sich einzubringen. Doch viel zu oft stoßen sie auf verschlossene Türen.
Wir sagen: Diese Stimmen gehören mitten ins Gespräch.
„Sprache schafft Raum“ ist gelebte Demokratie.
Unsere Teilnehmer:innen sind nicht Konsument:innen von Bildung – sie sind Referent:innen, Moderator:innen, Diskutierende, Ideengeber:innen. Sie bringen Themen ein, organisieren Formate, führen Gespräche, stellen unbequeme Fragen und halten Widerspruch aus. Hier wird nicht übereinander gesprochen – hier wird miteinander diskutiert.
Wir bringen Menschen zusammen, die unterschiedliche Perspektiven haben. Wir sprechen über Rassismus, Machtverhältnisse, Zugehörigkeit, politische Teilhabe, Verantwortung und Zusammenhalt. Wir schaffen einen Rahmen, in dem andere Meinungen nicht als Bedrohung gelten, sondern als Einladung zum Dialog. Wo es darum geht, die eigene Haltung klar und konstruktiv zu formulieren – und gleichzeitig zuzuhören.
Das ist bürgerschaftliches Engagement in seiner lebendigsten Form:
- freiwillig
- solidarisch
- streitbar
- offen für Widerspruch
- getragen von Menschen, die Verantwortung übernehmen
Projekt Informationen

j4r – jobs4refugees gGmbH
Märkisches Ufer 34
10179 Berlin
Ally Schober
https://www.jobs4refugees.org/
Im Mittelpunkt von „Sprache schafft Raum“ steht eine einfache, aber kraftvolle Idee: Demokratie braucht Begegnung. Und Begegnung braucht Raum.
Wir bringen Menschen zusammen, die sonst selten miteinander ins Gespräch kommen: Zugewanderte und hier Aufgewachsene, Engagierte aus Initiativen, Vereinen, Unternehmen und Nachbarschaften. Gemeinsam sprechen wir über politische, gesellschaftliche und soziale Themen – offen, respektvoll und auch kontrovers.
Dabei geht es nicht nur um Austausch. Es geht um aktive Mitgestaltung. Unser Ansatz ist bewusst peer-to-peer: Engagement auf Augenhöhe.Menschen mit eigener Migrationsgeschichte übernehmen Verantwortung, gestalten Veranstaltungen, leiten Diskussionen und werden sichtbar als demokratische Akteur:innen dieser Stadt. Sie sind nicht „Betroffene“, sondern Expert:innen ihrer Erfahrungen – und aktive Mitgestalter:innen des gesellschaftlichen Diskurses.
Viele von ihnen waren bereits in ihren Herkunftsländern politisch oder bildungsbezogen aktiv. In Deutschland fehlen ihnen jedoch oft die Räume, um dieses Engagement fortzusetzen. Genau diese Räume schaffen wir.
Gleichzeitig laden wir Menschen ohne eigene Migrationserfahrung ein, sich mit Fragen von Privilegien, Diskriminierung und gesellschaftlicher Verantwortung auseinanderzusetzen – nicht theoretisch, sondern im direkten Dialog mit denen, die diese Erfahrungen machen. So entsteht gegenseitiges Lernen statt Parallelwelten.
Best Practice
“Community is our superpower!” – Am 20. Juni 2025 – dem Weltflüchtlingstag – veranstalteten wir ein tolles Event mit unserer Community. Menschen aus 14 Nationen kamen zusammen, um in einer offenen und respektvollen Atmosphäre ihre Erfahrungen zu teilen. Wir haben unsere Community eingeladen, den Tag selbst zu gestalten.
“Als ich ankam, fühlte ich mich wie minderjährig, wie ein Kind, das gesagt bekommen musste, was es tun und wie es tun sollte.“ Ich hatte keine Stimme mehr. Andere waren der Auffassung, „dass ich nicht in der Lage war, die richtigen Entscheidungen zu treffen.” – Arschaf teilte mit uns, wie er sein Ankommen in Deutschland erlebt hat und wie wichtig es ist, Partizipation zu ermöglichen.
Kurzportrait jobs4refugees
Seit 2016 hat jobs4refugees mehr als 12.000 neu zugewanderte Menschen in Deutschland, Österreich und der Schweiz begleitet. Unser Angebot umfasst Beratung, berufsvorbereitende Trainings, Qualifizierungsprogramme sowie die Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung, wobei über 30 % der Teilnehmenden erfolgreich integriert werden konnten.
Ein besonderer Fokus liegt auf geflüchteten Frauen, Familien und Menschen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt. Die Beratungsarbeit erfolgt kultursensibel, lösungsorientiert und basiert auf langjähriger Präsenz in Unterkünften, Beratungsstellen und digitalen Formaten. Das interdisziplinäre Team verbindet psychosoziale Beratung, Coaching, interkulturelle Bildung sowie rechtliche und pädagogische Expertise.
Was uns antreibt
Wir glauben:
Demokratie entsteht dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen.Wo sie ihre Perspektive einbringen.Wo sie widersprechen dürfen.Wo sie lernen, Differenz auszuhalten.„Sprache schafft Raum“ ist kein Projekt für eine Zielgruppe.Es ist ein Raum für Bürger*innen, die diese Stadt aktiv mitgestalten wollen.