Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage (SOR-SMC) ist ein Projekt von und für SchülerInnen. Es bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten und sich gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt zu wenden. SOR-SMC ist das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Ihm gehören über 1500 Schulen an, die von rund einer Million SchülerInnen besucht werden.

Der Titel ist kein Preis und keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern ist eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft. Eine Schule, die den Titel trägt, ist Teil eines Netzwerkes, das sagt: Wir übernehmen Verantwortung für unsere Schule und unser Umfeld.

Mehr auf unserer Website

Logo des Netzwerks Schule ohne Rassismus – ohne mit Courage

Aus dem Blog

Prämierung für das Projekt „Flucht und Asyl“ am OSZ Handel 1 bei Topographie des Terrors

Am Montag, den 30. Mai wurde dem Projekt-Team am OSZ Handel 1 vom Ratschlagsmitglied Andreas Nachama der zweite Preis im „Respekt gewinnt!“ Wettbewerb im Wert von 1.500 € übergeben.

Sanem Kleff, die Leiterin des Projektes „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, begründete die Entscheidung der Jury, den „Projekttag um Flucht und Asyl“ am Oberstufenzentrum Handel 1 in Kreuzberg besonders zu ehren: Gerade weil an dieser Schule nicht nur einmal ein Projekttag gemacht wird, sondern diese Aktion in einen größeren Rahmen der kontinuierlichen Arbeit gegen Rassismus in der Gesellschaft und Ausgrenzung an der Schule eingebettet war, ragte die Initiative heraus. Auch dass sich alle an der Schule gemeinsam (Schülerschaft, Lehrkörper, Schulleitung) schon frühzeitig mit dem Thema beschäftigt haben und sich vorbereitet haben auf eine Situation, die allerhöchstens zu ahnen war – einige Monate nach dem Projekttag wurde die Schulturnhalle auf dem Gelände als Notunterkunft für Geflüchtete belegt – beeindruckte.

mehr lesen ...

Buchtitel des Handbuchs
27. November 2014 Geschäftstelle der Bundeskoordination, Ahornstraße 5, 10787 Berlin

Islam und Schule – Ein Handbuch für Pädagoginnen und Pädagogen

Präsentation und Diskussion pädagogischer Methoden gegen Islamismus, Salafismus und Muslimfeindlichkeit

Jugendliche schließen sich radikalen Dschihadisten an. Moscheen brennen und Rechtsextremisten machen gegen Salafisten mobil. Die Lage ist verwirrend und beunruhigt Eltern und PädagogInnen. Zu Recht, denn die Konflikte haben längst die Schulen und Jugendeinrichtungen erreicht.

mehr lesen ...

Über uns

Kontakt

Landeskoordination Berlin
Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage
Ahornstr. 5, 10787 Berlin
Tel: (030) 21 45 86 0
schule@aktioncourage.org

Links

Das muss eine Schule für den Titel SOR-SMC tun:

Mindestens 70 Prozent aller Menschen, die in einer Schule lernen und lehren (SchülerInnen, LehrerInnen und technisches Personal) verpflichten sich mit ihrer Unterschrift, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen. Außerdem muss sich die Schule eine Patin oder einen Paten suchen. Der/die muss nicht prominent sein, sollte jedoch eine klare Haltung gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung haben. Der Phantasie und der Umtriebigkeit der SchülerInnen und LehrerInnen sind danach keine Grenzen gesetzt. Alles was zu einem inklusiven Schulklima führt ist willkommen. Dabei sollte die Schule mindestens einmal im Jahr im Sinne des Selbstverständnis mit einem Projekt aktiv werden.

Kosten: Es entstehen durch die Aktionen keine Kosten.
Dauer: Das Projekt gilt unbefristet. Eine Schule die den Titel hat bleibt solange Teil des Netzwerkes, wie die Schule will.

 

Gemeinsam die Ideologien der Ungleichwertigkeit aufdecken

Der bundesweite Erfolg von „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bei den Kindern und Jugendlichen liegt auch darin, dass das Projekt alle Ideologien der Ungleichwertigkeit in seinen Handlungsansatz einbezieht.

Hinter diesem Begriff steckt die Ausgangsüberlegung, dass scheinbar unterschiedliche Phänomene wie Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Rechtsextremismus, Islamismus – bei aller Unterschiedlichkeit im Detail – eines gemeinsam haben: Sie unterscheiden Menschen nach einem oder mehreren Merkmalen, hierarchisieren sie und leiten daraus Legitimationen für Diskriminierungen ab.

Solche Ideologien der Ungleichwertigkeit gehen davon aus, dass Ungleichartiges auch ungleichwertig ist. Die Kernformel lautet: X ist mehr wert als Y. Und: X hat die Legitimation Y zu bekämpfen. Dieses Grundmuster kann sich in zahllosen Erscheinungsformen manifestieren.

Der Handlungsansatz „Ideologien der Ungleichwertigkeit“ aufdecken hat sich in der Praxis bewährt, da er auf die diversen Formen der Diskriminierung in einer heterogenen und pluralen Einwanderungsgesellschaft eingeht und damit dicht an den Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen bleibt.

Mehr zu unseren Themen