Gewinner Ausze­ich­nung
2014/15

bi’bakstube ist ein interkul­tureller und interkuli­nar­isch­er Mit­tagstisch, der zwei Mal im Monat am Fre­itag stat­tfind­et. Gekocht wird von Flüchtlin­gen aus unserem Kiez. Wir öff­nen unsere Tür, um gemein­sam an einem großen gedeck­ten Tisch Platz zu nehmen, gutes Essen zu genießen und dabei ins Gespräch zu kom­men. Ein­er­seits möcht­en wir den neu Angekomme­nen einen Raum bieten, in dem sie in gemütlich­er Atmo­sphäre die ihnen bekan­nte Küche vorfind­en, ander­er­seits geben wir den Kiezbewohner_innen die Möglichkeit, leckere, aber eher nicht bekan­nte Gerichte zu kosten oder ein­fach nur bei einem Glas Tee zusam­men­zusitzen.

Projektinformation

bi’bakstube Interkul­tureller und interkuli­nar­isch­er Mit­tagstisch im Pro­jek­traum bi’bak

Kalbin yolu mid­e­den geçer.

Der Weg zu dem Herz geht durch den Magen.

(Türkisches Sprich­wort

Gutes Mit­tagessen mögen wir alle, aber allein essen, mögen wir nicht so gerne. Und vor allem ab und zu Mal was anderes essen, mögen wir auch. Egal wie lang die Mit­tagspause für jeden sein darf, jed­er braucht Erhol­ung für seine Seele und natür­lich den Magen. Dafür wollen wir in unserem Pro­jek­traum bi’bak einen gün­sti­gen Mit­tagstisch anbi­eten. Gekocht wird von Flüchtlin­gen aus unserem Kiez. Ein­ge­laden sind alle die hier wohnen, arbeit­en oder ein­fach vor­beilaufen. Wir öff­nen unsere Tür, um gemein­sam an einem großen gedeck­ten Tisch Platz zu nehmen, das gute Essen zu genießen und sich dabei ken­nen­zuler­nen. Ein­er­seitsmöcht­en wir den Flüchtlin­gen einen Raum bieten, in dem sie in gemütlich­er Atmo­sphäre die ihnen bekan­nte Küche vorfind­en oder auch ein­fach nur bei einem Glas Tee zusam­men­sitzen kön­nen. Ander­er­seits geben wir den Kiezbewohner_Innen die Möglichkeit, leckere (aber eher nicht bekan­nte) Gerichte der afrikanis­chen Küche gün­stig zu koste­nund den hier­leben­den Flüchtlin­gen zu begeg­nen. Wir erleben immer wieder, dass eine Scheu im Umgang mit den hier neu angekom­men Men­schen zu fast unüber­wind­baren Bar­ri­eren führt und ein sich gegen­seit­iges Ken­nen­ler­nen eher schwierig ist. Wir glauben, dass das Ange­bot eines ein­fachen regelmäßi­gen Mit­tagstis­ches dabei helfen kann, diese Bar­ri­eren zu über­winden und empfind­en es als eine große Bere­icherung, wenn unsere Mit­tags­gäste sich untere­inan­der aus­tauschen kön­nen. Wir sehen unsere regelmäßige Mit­tags­begeg­nun­gen als eine Chance, um voneinan­der zu erfahren, Klis­chees abzuschaf­fen, Sichtweisen auszu­tauschen und die Willkom­men­skul­tur in der Nach­barschaft zu fördern.

Wir wollen einen Raum für Begeg­nung und Aus­tausch auf Augen­höhe!

ÜBER UNS:

bi’bak* (türkisch: “schau mal kurz an”)

bi’bak ist ein einge­tra­gen­er gemein­nütziger Vere­in seit Jan­u­ar 2014.

bi’bak beschäftigt sich mit gesellschaft­spoli­tisch rel­e­van­ten The­men wie Migra­tion, Mobil­itäts­diskursen, Iden­tität­skon­struk­tio­nen, Kon­sumge­sellschaft, kul­turelles Gedächt­nis und legt den Schw­er­punkt dabei auf deren ästhetis­che Dimen­sio­nen. Die inter­diszi­plinär aus­gerichteten Pro­jek­te sollen den Blick­winkel in den sich aktuell oft wieder­holen­den Debat­ten ändern und einen neuen Diskurs ini­ti­ieren. Der kri­tis­che Umgang mit Medi­en, Glob­al­isierung und Neolib­er­al­is­mus wird dabei als wichtiger Aspekt gese­hen.

bi’bak hat ein vielfältiges Pro­gramm, das Ausstel­lun­gen, Filmvor­führun­gen, Sem­i­nare, Vorträge, Work­shops, sowie musikalisch-kuli­nar­ische Unter­hal­tungsabende bein­hal­tet. Dies soll an den Schnittstellen zwis­chen Kun­st, Wis­senschaft und Pop­u­larkul­tur entste­hen.

bi’bak inter­essiert sich für die Entwick­lung von inno­v­a­tiv­en orts­be­zo­ge­nen Ver­mit­tlungskonzepten, die auf eine gle­ich­berechtigte Beteili­gung und den Aus­tausch von Ideen, Wis­sen und Kreativ­ität zielt.

bi’bak strebt aus­ge­hend von Koop­er­a­tio­nen zwis­chen Istan­buler und Berlin­er Künstler_Innen und Wissenschaftler_Innen inter­na­tionale Zusam­me­nar­beit mit unab­hängi­gen Pro­jek­träu­men, Akteuren und Insti­tu­tio­nen an.