Gewinner Ausze­ich­nung
2015/16

Zirkus ist offen für alle. Und Zirkus macht stark. Der Zirkus ist ein Ort, an dem alle so sein dür­fen wie sie sind und die indi­vidu­ellen Stärken in die Gemein­schaft eines bun­ten Ensem­bles mün­den. CABUWAZI bietet einen sicheren Ort für Kinder und Jugendliche, die ihr Zuhause ver­loren haben. Der Zirkus ist ein Ort, der erste pos­i­tive Erfahrun­gen mit der neuen Umge­bung ermöglicht — in dem “Kind sein” erlaubt ist, der im Zweifel auch ohne oder nur mit wenig deutsch­er Sprach­lichkeit funk­tion­iert.

Zur Projektgruppe

Gren­zkul­tur gGmbH
Bouchés­traße 75
12435 Berlin
Tele­fon:
030–54490150
Fokus (Alters­gruppe) auf:
JugendlicheKinder
Lokale Zuord­nung:
städtisch

Projektinformation

Schon länger engagiert sich der Berlin­er Kinder- und Jugendzirkus CABUWAZI für geflüchtete Kinder und Jugendliche. Mit dem Pro­jekt „CABUWAZI Beyond  Bor­ders“ wurde 2015 die Arbeit inten­siviert und ein eigen­ständi­ges Team zusam­mengestellt. Die Zirkuspädagog*innen – die sel­ber aus unter­schiedlichen  Kul­tur- und Sprachkreisen kom­men – sind mit ihrem Jonglier­ma­te­r­i­al, mit Akro­batik­mat­ten und Hula-Hoop-Reifen in Notun­terkün­ften und Über­gangswohn­heimen unter­wegs. Dort trainieren sie mit Kindern aus Syrien, Afghanistan oder Alban­ien undan­deren Herkun­ft­slän­dern. Am Ende des Pro­jek­ts zeigen die Kinder ihr Gel­erntes in ein­er vielfälti­gen Zirkusshow.

Im Rah­men des Konzeptes zur Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen führt CABUWAZI Zirkus­pro­jek­t­wochen und fort­laufende Zirkuskurse direkt in den Unter­bringung­sein­rich­tun­gen vor Ort, in Mehrgen­er­a­tio­nen­häusern oder in Turn­hallen im Sozial­raum durch. Die Ange­bote geben den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, einen Ein­blick in die Zirkusartis­tik zu gewin­nen, per­sön­liche Stärken zu entwick­eln, ein soziales Miteinan­der in Gemein­schaft zu erleben und pos­i­tive Verbindun­gen zur neuen Umge­bung zu gestal­ten. In ein­er Gruppe von unge­fähr 15 Kinder und Jugendlichen trainieren die Teil­nehmenden die unter­schiedlichen zirzen­sis­chen Diszi­plinen Trapez, Tram­polin, Break­dance, Clowner­ie, Jonglage, Akro­batik oder diverse Bal­ance-Diszi­plinen und spie­len gemein­sam zirkus­päd­a­gogis­che Spiele. Angestrebt wird dabei immer auch, die Grup­pen gemis­cht, inklu­siv zu gestal­ten: Kinder und Jugendliche aus der jew­eili­gen Ein­rich­tung und Kinder und Jugendliche aus der sozial­räum­lichen Umge­bung nehmen gle­icher­maßen am Train­ing teil. Die Work­shops wer­den von Zirkuspädagog*innen und päd­a­gogisch erfahre­nen Artist*innen ange­boten.

Durch die aktuellen Ange­bote baut das Team von CABUWAZI Beyond Bor­ders momen­tan ein berlin­weites Net­zw­erk für zirkus­päd­a­gogis­che Arbeit mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen auf. Zurzeit ist das Pro­jekt in den Bezirken Trep­tow-Köpenick, Char­lot­ten­burg, Span­dau, Moabit, Tem­pel­hof-Schöneberg und Zehlen­dorf aktiv. Die Erfahrun­gen aus der Arbeit mit der speziellen Ziel­gruppe von Kindern und Jugendlichen bietet die Möglichkeit ein Mod­ell zu schaf­fen, das auch in weit­eren Bezirken in Ange­bote für unbe­gleit­ete Min­der­jährige fließen kön­nte.