Gewinner Auszeichnung
2014/15

Das Projekt “Gemeinsam Grenzen überwinden”  dient dazu Geflüchteten Aktivisten der Refugeeresistancebewegung eine Möglichkeit zu geben ihre Perspektiven auf Flucht, Asyl und Migration in den gesellschaftlichen Dialog einzubringen und ihre  Lebensrealität in Deutschland darzustellen.

Wir wollen einen Raum schaffen in dem interessierte Schüler*innen diese Perspektive kennenlernen und über eigene Ideen und Lösungsansätze gemeinsam mit den Geflüchteten diskutieren können. Unsere zentrale Fragestellung lautet: Wie können innergesellschaftliche Grenzen gemeinsam überwunden werden?

Zur Projektgruppe

Gemeinsam Grenzen überwinden
Reuterstraße 88
12053 Berlin
Telefon:
015756246240
Fokus (Altersgruppe) auf:
JugendlicheKinder
Lokale Zuordnung:
regionalstädtisch

Projektinformation

Wir sind vier Freund*innen, die dieses Projekt “Gemeinsam Grenzen überwinden” hier in Berlin initiiert haben und nun schon ein bisschen Erfahrung im Halten von Workshops an Schulen gesammelt haben.

 

Wer  sind wir?

  1. Muhammed Lamin Jadama (30) ist Fotograph. Geboren wurde er in Gambia. Seit 2008 lebt er in Europa. Bevor er 2011 nach Deutschland kam, lebte er in Italien, wo er bei einer Onlinezeitung namens Afronline arbeitete.
  2. Bino Byansi Byakuleka (36) Er ist Textilkünstler und lebt derzeit in Berlin. Geboren wurde er in Uganda. 2012 beteiligte er sich am Aufbau des Protestcamp von Flüchtlingen am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg. Seitdem versteht er sich als politischer Aktivist in Vollzeit, sein Fokus liegt auf den LGBTIQ-Rechten und Veränderungen im deutschen Asylrecht. 2013 gründete er die African Refugees Union (ARU) und 2014 startete er die Kampagne WE ARE BORN FREE! MY RIGHT IS YOUR RIGHT,
  3. Josra Riecke (21) Studentin der Politikwissenschaft an der FU Berlin
  4. Anna Göth (22) Studentin der Politikwissenschaft an der FU Berlin

 

Zwei von uns haben leider selbst Flucht- und persönliche Erfahrungen mit dem deutschen bzw. dem europäischen Asylverfahren sammeln müssen.

In Berlin gab es seit 2012 verstärkt  Proteste der Refugeeresistancebewegung. Über die Aktivitäten in der Bewegung haben wir uns kennengelernt und beschlossen uns  mit unserem Projekt “Gemeinsam Grenzen überwinden” der Bildungs- und Aufklärungsarbeit insbesondere an Schulen und der jungen Generation zu widmen. Uns liegt die Thematik Flucht, Asyl und Migration und die damit verknüpften Hintergründe und derzeitigen Realitäten sehr am Herzen.

 

Unsere Ziele

Unser Projekt soll die Möglichkeit bieten, dass Menschen sich begegnen und kennenlernen können, um Vorurteile abzubauen und Ideen zu sammeln, wie wir gemeinsam für Verbesserungen sorgen können.  Wir kämpfen um die Ideen der Jugend, denn sie bestimmen die Zukunft.

Konkret möchten wir  zu einem verbesserten Austausch und Dialog zwischen den Berliner Schüler*innen und den Aktivisten über folgende Themen beitragen:

 

  • Die Verbindung zwischen Flucht und Migration heute und kolonialen Strukturen
  • Sensibilisierung für die Lebensrealität von Refugees in Deutschland
  • Mögliche eigene Aktivitäten, um die Situation von Refugees zu verbessern
  • Erklärung einiger rechtlichen Grundbestimmungen des Asylrechts in Deutschland und Europa

Wir bemühen uns unsere Veranstaltungen / Workshops möglichst mit interaktiven Methoden und individuellen Schwerpunktwünschen entsprechend zu gestalten. Ein Ziel für die nächsten Monate besteht darin unsere Workshops insbesondere an Schulen in den Berliner Randgebieten durchzuführen, um die Festsetzung rechtsradikalen und fremdenfeindlichen Denkweisen vorzubeugen.

 

Eventablauf:

Je nach nachdem wie viel Zeit uns von der jeweiligen Schule oder Institution gegeben wird, starten wir den Workshop mit einem Spiel, in dem die Teilnehmer*innen spielerisch sowohl etwas über die weltweite Verteilung der Bevölkerung, des Reichtums als auch der Verteilung von Geflüchteten lernen. Ziel hiervon ist es mit dem medial vermittelten Eindruck des von Geflüchteten überrannten Europas in Relation zu setzen mit den tatsächlichen Zahlen und Fakten. Daraufhin kann eine Einheit folgen (je nach zeitlichen Vorgaben) zur Erklärung einiger rechtlichen Grundbestimmungen des Asylrechts in Deutschland und Europa. Bei diesem Block legen wir außerdem Wert auf die Vermittlung eines sensiblen und respektvollen Sprachgebrauchs.  In jedem Fall halten die beiden Aktivisten (Bino und Muhammed) einen kleinen Vortrag. Zum einen soll ein Input gegeben werden, der helfen soll den Zusammenhang zwischen Flucht, Migration heute und den kolonialen Strukturen mit Fokus auf Afrika zu verstehen. Zum anderen wird ihnen durch Fotos der Aktivisten ein Eindruck vermittelt über die Lebensrealität der Geflüchtete, sowie der Protestbewegung der Geflüchteten in Deutschland. Im Anschluss an die jeweils 10-20-minütigen Vorträge gibt es die Möglichkeit Fragen zu stellen und gemeinsam über die Frage zu diskutieren, wie Grenzen gemeinsam überwunden werden können. Die Moderation als auch die Übersetzung von Englisch auf Deutsch übernehmen die beiden Studentinnen (Josra und Anna).

Derzeit sind wir auf der Suche, nach einer möglichen Schirmherrschaft einer Institution, die unser Projekt als unterstützenswert empfindet und uns bei der Kontaktvermittlung, Finanzierung etc. unter die Arme greifen könnte.

 

 

Was bisher passiert ist[1]

Seit unserer Gründung im  Dezember 2014 haben wir bereits einige Workshops an verschiedenen Berliner Schulen gehalten.

 

  1. Dialogveranstaltung in einem politischen Café Awake in Mainz

Datum: 10.10.2014

Teilnehmer*innenanzahl: ca. 30 im Alter von 17-60

Zeit: 2 h

Ansprechpartner*in: Alrun Schleiff (Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz)

Organisation vor Ort und Kosten hat die Heinrich-Böll-Stiftung (Rheinland-Pfalz) übernommen.

 

  1. Workshop an dem Anna-Freud Oberschulzentrum im Rahmen der von der Schule geplanten sozialen Wandertage

Datum: 13.12.2014

Teilnehmer*innenanzahl: ca. 25 im Alter von 16-19

Zeit: 4 h

Ansprechpartner: Politiklehrer und Schüler*innen

Organisation vor Ort hat ein Schüler*innenteam und einem Lehrer übernommen

Feedback wurde gegeben und kann, wenn gewünscht nachgereicht werden.

 

  1. Dialogveranstaltung an der Johann-Gottfried-Herder Schule

Teilnehmer*innenanzahl: ca. 80 im Alter von 16-19

Datum: 19.01.2015

Zeit: 90 min

Ansprechtpartner*in: Lehrerin und Schüler*innen Team

Organisation vor Ort hat ein Schüler*innenteam und einer Lehrerin übernommen

Feedback wurde gegeben und kann, wenn gewünscht nachgereicht werden.

 

  1. Veranstaltung an dem Anna-Freud Oberschulzentrum im Rahmen des Holocaustgedenktages

Datum: 27.01.2015

Zeit: 90 min

Teilnehmer*innenanzahl: 28

Ansprechpartner: Politiklehrer

Organisation vor Ort hat ein Lehrer übernommen, Feedback wurde gegeben und kann, wenn gewünscht nachgereicht werden.

 

 

  1. Veranstaltung an der Fichtenberg Oberschule/ Gymnasium Berlin im Rahmen des Projekttages zur Aufnahme in das Netzwerk „Schule ohne Rassismus e.V.“

Datum: 13.03.2015

Zeit: 90 min

Teilnehmer*innenanzahl: 60

Ansprechpartnerin: Lehrerin

Organisation vor Ort hat eine Lehrerin übernommen, Feedback wurde gegeben und kann, wenn gewünscht nachgereicht werden.

 

 

  1. Veranstaltung an dem Gymnasium Friedrich Anton von Heinitz in Rüdersdorf

Datum: 31.03.2015

Uhrzeit: 9:00 – 11:30

Teilnehmer*innenanzahl: 19

Ansprechpartnerin:  Schülerin

Organisation vor Ort hat eine Schülerin übernommen, Feedback wurde gegeben und kann, wenn gewünscht nachgereicht werden.

 

 

[1] Die Namen unserer Ansprechpartner*innen können wir aus Gründen des Datenschutzes nicht angeben.