Das sagen die beiden Gymnasiasten Max-Fabian, 17, und Jamal Gharez, 16, über ihre Initiative:

Zur Projektgruppe

APROTO - Aktionen und Projekte pro Toleranz e.V.
Dorfstraße 13
16866 Kyritz / OT Gantikow
Telefon:
0170 / 69 39 49 0
Fokus (Altersgruppe) auf:
JugendlicheKinder

Projektinformation

„Mit der Idee für eine "Reise gegen Rechts" hat alles begonnen. Bei der Sendung „Gottschalk Live“ in Berlin haben wir unser Projekt vorgestellt und dabei gemerkt, dass es in diesem Bereich unheimlich viel zu tun gibt. Deshalb haben wir die Initiative „Jung gegen Rechts“ gegründet.
Gegen den dumpfen Populismus und die Menschenfängerei der Rechten gerade unter Jugendlichen wollen wir mit vielfältigen, bunten Aktionen antreten.

Wir wollen zeigen, dass es Spaß macht, sich in einem großen Netzwerk von Gleichgesinnten für Demokratie, Toleranz und Mut zur Zivilcourage einzusetzen.

Wir wollen Action, und wir wollen beweisen, dass wir Jugendlichen keine leichte Beute sind für rechte Sprücheklopfer.
Deshalb wollen wir auch zeigen, dass der Spaß nicht aufhört, wenn man sich zwischendurch mal mit schwierigen Themen auseinandersetzt.

Wir sehen die deutsche Vergangenheit als Herausforderung, die uns anspornt, so viel wie möglich über sie zu erfahren.
Mit diesem Wissen im Kopf und mit der Trauer im Herzen um die Opfer der alten und der neuen Nazis wollen wir etwas bewegen.

Dazu planen wir selbst Aktionen und Projekte, mit denen wir Leute aus Berlin, Brandenburg und ganz Deutschland für's Mitmachen begeistern wollen.“

Und das ist der Hintergrund:

Nachdem Max-Fabian Wolff-Jürgens als "Wetten dass...?"-Kandidat bei Thomas Gottschalk mit einem aufsehenden Balanceakt bundesweit bekannt wird, will er seine, wie er selber sagt, bescheidene Popularität nutzen, um sich für die Gemeinschaft einzusetzen. Er engagiert sich für die Jugendfeuerwehr in Brandenburg und erhält deren selten verliehene Ehrenmitgliedschaft. Bei einem Gespräch mit Ministerpräsident Matthias Platzeck thematisiert er rechtsextreme Tendenzen in den ländlichen Feuerwehren. In Neuruppin demonstriert er wiederholt gegen den Aufmarsch von Neonazis und gehört zu den Erstunterzeichnern von „Ruppin hat genug vom rechten Spuk“.

Im April 2012 gründet Max-Fabian gemeinsam mit seinem Freund Jamal, der jordanischen Migrationshintergrund hat, „Jung gegen Rechts“ - eine Initiative von jungen Leuten für junge Leute - gegen rechtes Gedankengut - für Gemeinsamkeit im Handeln und Zivilcourage. Innerhalb kurzer Zeit finden die Aktionen der beiden Gymnasiasten erstaunlich viel Beachtung im Internet, in den Medien, bei gleichgesinnten Organisationen und vor allem bei Gleichaltrigen.

Unterstützt wird die Initiative „Jung gegen Rechts“ neben vielen anderen vom Zentralrat der Juden in Deutschland, Berlin, und von der Amadeu Antonio Stiftung, Berlin.

Wegen ihres Engagements waren Max-Fabian und Jamal Mitte September auf persönliche Empfehlung des SPD-Fraktionsvorsitzenden Dr. Frank Walter Steinmeier zu Gast in der Arbeitsgruppe „Strategien gegen Rechtsextremismus“. Die beiden stellten den 20 Anwesenden im Paul-Löbe-Haus in Berlin rund eine Stunde lang die Initiative „Jung gegen Rechts“ vor und beantworteten Fragen.

Eine Auswahl der bisherigen Aktionen von „Jung gegen Rechts“:

Präsentation des Projektes „Reise gegen Rechts“ bei „Gottschalk Live“: Was in den Orten des Neonazi-Terrors bis heute passiert ist

Hamburg bekennt Farbe:
Jung gegen Rechts „zeigt Flagge“ auf dem Rathausmarkt

Kicken gegen Rechts:
Fußballturnier gegen den Tonsberg/Thor Steinar-Laden in Glinde

Polenreise anlässlich der Fußball-EM 2012:
Fußballbegeisterung und Auseinandersetzung mit deutscher Vergangenheit im Einklang

Balancen gegen Rechts: Gemeinsames Kunstprojekt mit Friedensforscher Prof. Dr. Wolfgang Vogt

APROTO – Aktionen und Projekte pro Toleranz: Gründung eines gemeinnützigen Vereins

Arbeitsgruppe „Strategien gegen Rechtsextremismus“:
Max-Fabian und Jamal präsentieren ihre Initiative vor Bundestagsabgeordneten

Sind die „Berliner Schulpartys“ so cool wie sie tun?
„Jung gegen Rechts“ berichtet über Diskriminierungen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund