Aktuell sind Themen wie Flüchtlinge, Migration und Integration in aller Munde. Der 2010 gegründete gemeinnützige Verein InteGREATer e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, die positive Seite der Medaille  herauszukehren, indem er das Augenmerk auf die Erfolgsstories der Integration richtet. Es ist offensichtlich, dass immer mehr Migranten mühelos das deutsche Bildungssystem durchlaufen, Bestnoten in Abitur und Studium erzielen und durch ihr soziales und ehrenamtliches Engagement aus dem öffentlichen Leben nicht mehr wegzudenken sind.

Zur Projektgruppe

InteGREATer e.V.
Alexanderstr. 7
10178 Berlin
Telefon:
0160 98567097
Fokus (Altersgruppe) auf:
Jugendliche
Lokale Zuordnung:
nationalstädtisch

Projektinformation

Wir sind der Überzeugung, dass Bildung der Schlüssel zum Erfolg ist und dass eine gelungene Integration nur durch eine gute Bildung möglich ist. Wir möchten mit unseren Motivationsveranstaltungen in 8 Bundesländern die Zuhörer daher zu mehr Bildungsengagement motivieren, sie bezüglich ihrer Mitwirkungs- und Unterstützungsfähigkeiten sensibilisieren und über lokale Hilfsangebote und Anlaufstellen informieren. Unsere Bildungsvorbilder, die sogenannten InteGREATer, sind allesamt junge, ehrenamtliche Menschen mit Migrationshintergrund zwischen 18 und 32 Jahren, die sich bereits erfolgreich in weiterführenden Ausbildungen befinden. Sie machen sich auf den Weg in öffentliche Schulen oder andere Bildungseinrichtungen (Jugendhäuser, Moscheen, Kulturzentren), um dort die Jugendlichen bzw. Eltern mit Migrationshintergrund zu mehr Bildungsinteresse und -engagement zu motivieren. Sie betonen dabei, welche Hindernisse sie auf diesem Pfad überwinden mussten und dass sie trotz allem geschafft haben, ihren Bildungsweg erfolgreich zu meistern.
Getreu dem Motto „Wenn wir es geschafft haben, dann schafft ihr das auch“  motivieren die InteGREATer, in dem sie mit ihren Berichten zeigen, dass einem Erfolg auch gelingen kann, wenn die Eltern selbst kein Deutsch sprechen oder bei formalen und inhaltlichen Fragen im Schulalltag nicht beraten können. So sensibilisieren die Ehrenamtlichen für die Verantwortung, die jeder für sich selbst und seinen Bildungsweg übernehmen muss.

Wir sprechen Jugendliche an, die unterschiedliche Startbedingungen haben. Häufig geht Migration nach Deutschland einher mit finanziellen, sprachlichen und sozialen Schwierigkeiten, die die Schüler_innen bewältigen müssen. Häufig fehlt ihnen die Unterstützung aus dem Elternhaus, nicht aus mangelndem Interesse an ihren Kindern, sondern aufgrund von sprachlichen Barrieren oder Unwissenheit beispielsweise über das deutsche Bildungssystem. Viele Eltern haben beispielsweise Fragen zum Thema Schulwechsel nach Klasse 4, spezifische Anforderungen der verschiedenen Schultypen oder auch grundlegende Fragen zur Begleitung ihres Kindes. Dementsprechend sind neben den Jugendlichen deren Eltern eine zweite wichtige direkte Zielgruppe für uns.

Auch fehlendes Bildungsbewusstsein in der Familie kann die Jugendlichen auf ihrem Bildungsweg beeinflussen oder sogar behindern. Dort, wo Bildung einen niedrigen Stellenwert hat, geht es vorrangig darum, baldmöglichst Geld zu verdienen und in den Arbeitsmarkt einzusteigen. Potential wird nicht erkannt oder kann durch die Familien nicht gefördert werden. Viele InteGREATer kennen diese Situation und können nachempfinden wie sich die Jugendlichen dabei fühlen. Hier gilt es sehr sensibel das Thema Tradition und Familie zu behandeln und die Jugendlichen dennoch zu motivieren ihre Ziele zu verfolgen.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2014 hat die Regionalgruppe Berlin bereits 50 solcher Informations- und Motivationsveranstaltungen durchgeführt, mit denen wir über 960 Schüler, Jugendliche, Eltern, Azubis, Lehrer und andere Multiplikatoren erreichen konnten.