Gewinner Ausze­ich­nung
2015/16

Wir brauchen mehr Men­schlichkeit!, forderte die Schul­sprecherin Nilüfer Gül­cin als Resümee eines erfol­gre­ichen Pro­jek­t­tages »Flucht und Asyl« am OSZ Han­del 1.

Die inten­sive Auseinan­der­set­zung mit dem The­ma »Flüchtlinge« erre­ichte am Mittwoch, den 3. Juni 2015 seinen Höhep­unkt in einem schul­weit­en Pro­jek­t­tag, also bere­its drei Monate bevor die Kan­z­lerin ihren leg­endären Satz »Wir schaf­fen das« im Sep­tem­ber 2015 sprach.

Getra­gen wurde die Vor­bere­itung und Organ­i­sa­tion der vie­len Work­shops von der Gruppe Schule ohne Ras­sis­mus — Schule mit Courage, die seit Jahren am OSZ Han­del 1 aktiv ist. Das OSZ Han­del 1 ist mit rund 5400 Schü­lerin­nen und Schülern eine der größten Schulen Deutsch­lands.

Zur Projektgruppe

Arbeits­gruppe »Schule ohne Ras­sis­mus OSZ Han­del 1«
Wrangel­str. 98
Dirk Bruns
10997 Berlin
Tele­fon:
+49 30 611296–0
Fokus (Alters­gruppe) auf:
Jugendliche
Lokale Zuord­nung:
städtisch

Projektinformation

Exper­tin­nen und Experten aus Beratung­sein­rich­tun­gen ver­schieden­er Organ­i­sa­tio­nen informierten unsere Schü­lerin­nen und Schüler aus über 80 Klassen u. a. über die

  • Ursachen von Flucht
  • Sit­u­a­tion von Flüchtlin­gen in Flüchtling­sun­terkün­ften
  • Zukun­ftschan­cen von jun­gen Flüchtlin­gen in Deutsch­land und Europa

Ziel war es, die Schü­lerin­nen und Schüler für die Sit­u­a­tion von Flüchtlin­gen zu sen­si­bil­isieren.

Zu den Aktiv­itäten gehörten u. a.:

  • zahlre­iche Aktiv-Work­shops
  • Web- und Foto­pro­jekt
  • ver­schiedene Filme mit anschließen­der Besprechung
  • sportliche Aktiv­itäten
  • Begeg­nun­gen mit Schülern und Schü­lerin­nen aus Willkom­men­sklassen
  • gemein­sames Kochen

Durch den Besuch von 150 Schü­lerin­nen und Schülern aus den Willkom­men­sklassen ander­er Ober­stufen­zen­tren kam es zu leb­haften und inten­siv­en Begeg­nun­gen zwis­chen jugendlichen Flüchtlin­gen und den Schü­lerin­nen und Schülern unser­er Schule. Dies war auch ein Ziel des Pro­jek­t­tages. Für viele unser­er Schü­lerin­nen und Schüler waren es die ersten unmit­tel­baren Zusam­men­tr­e­f­fen mit Flüchtlin­gen.

Bei gemein­samen Fre­und­schaftsspie­len im Sport, beim Trom­mel-Work­shop, in der Tanzw­erk­statt und beim gemein­samen Kochen kon­nten Gele­gen­heit­en zum gegen­seit­i­gen Ken­nen­ler­nen geschaf­fen und im Vor­feld vorhan­dene Hemm­schwellen und mögliche Vorurteile abge­baut wer­den.

Die Ver­anstal­ter hof­fen, dass dieser Tag ein klein­er Beitrag dazu ist, dass die anwe­senden jun­gen Flüchtlinge sich in unserem Land und in unser­er Stadt Berlin willkom­men fühlen.

Wie wichtig das ist, sollte sich schon bald her­ausstellen, denn als im Novem­ber 2015 192 Flüchtlinge in der Turn­halle unser­er Schule Auf­nahme fan­den, war das spon­tane Engage­ment, die Flüchtlinge zu unter­stützen, sehr groß. Eben­so wohlwol­lend wur­den dann Anfang 2016 Willkom­men­sklassen in unser­er Schule aufgenom­men. Mit dem Erler­nen der deutschen Sprache machen die jugendlichen Flüchtlinge, die übri­gens fast aus­nahm­s­los fußball­begeis­tert sind, den ersten Schritt zur Inte­gra­tion in unsere Gesellschaft.

 

Für die AG Schule ohne Ras­sis­mus – Schule mit Courage: Dirk Bruns, Cidem Eren-Demirel, Thomas Lin­gens und Mirko Tamm

Fotos: Thomas Lin­gens