In der Woche vom 20.09. bis 24.09.2010 ver­anstal­tete die Carl-Legien-Schule in Neukölln für alle 450 Schü­lerin­nen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern eine Aktionswoche für Vielfalt und Respekt.

Zur Projektgruppe

Carl-Legien-Schule
Leinestr. 37–45
12049 Berlin-Neukölln
Tele­fon:
+49-(0)30–814 654 26
Fokus (Alters­gruppe) auf:
Jugendliche

Projektinformation

Bei ver­schiede­nen Work­shops, Pro­jek­ten und Aktio­nen disku­tierten und reflek­tierten die Schüler/innen das The­ma Respekt und set­zen sich auf sportliche, kün­st­lerische und kreative Art mit konkreten Prob­lem­si­t­u­a­tio­nen in ihren Lebenswel­ten und eige­nen Ein­stel­lun­gen dazu auseinan­der.

Eines der her­aus­ra­gend­sten Pro­jek­te war der Work­shop „Streetdance/HipHop für Respekt und Vielfalt“, der in Koope-ration mit dem Jugend­kul­tur­pro­jekt COO-TOO-COO stat­tfand.
Ziel war es, den Schüler/innen neben der tänz­erischen Umset­zung den ganz ursprünglichen Respek­ts­gedanken der HipHop-Kul­tur zu ver­mit­teln und die Botschaft der gegen­seit­i­gen Achtung durch das Tanzen erleb­bar zu machen. Im Work­shop beschäftigten sich die Jugendlichen konkret mit:

  • der Geschichte und den Wurzeln von Street­dance und HipHop
  • ver­schiede­nen Facetten von Street­dance in The­o­rie & Prax­is
  • des tänz­erischen Aus­drucks von ggs. Respekt durch HipHop

Durch die vom COO-TOO-COO-Pro­jekt engagierten Tanz­train­er der berühmten Fly­ing Steps lernte die Klasse TB 01 (Tex­til- und Bek­lei­dung) HipHop nicht nur als Tanz- oder Musik­stil ken­nen, son­dern als eine Kul­tur, deren Haupt­strö­mung sich ganz nach dem Fair-Play-Gedanken als pos­i­tiv­er Gegen­pol zu Gewalt­bere­itschaft und Krim­i­nal­ität entwick­elte. Das heißt: Die Schüler/innen lern­ten sich gegen­seit­ig so zu akzep­tieren, wie sie sind — unab­häng­ing von eth­nis­ch­er Herkun­ft, Reli­gion­szuge­hörigkeit und unter­schiedlich­er Weltan­schau­ung.

Indem sich die Schüler/innen im Tanz einzeln und als Gruppe selb­st aus­pro­bieren kon­nten, erfuhren sie eine hohe Selb­st­wirk­samkeit und wur­den als Team — trotz aller Unter­schiede — stärk­er zusam­mengeschweißt.

Das Ergeb­nis war eine selb­st­ständig erar­beit­ete Chore­o­gra­phie, die zur Abschlussver­anstal­tung der Aktionswoche an der Schule präsen­tiert wurde. Für die stolzen und begeis­terten Jugendlichen war die Pro­jek­t­woche, die in einem respek­tvollen Umgang miteinan­der stat­tfand, ein voller Erfolg!

Zitat ein­er Schü­lerin:
„Das Tanzen und der Auftritt haben mir sehr viel Spaß gemacht! Aber ich habe auch gel­ernt, dass es O.K. ist, wenn jemand eine andere Mei­n­ung hat als ich. Dann kann ich trotz­dem mit ihm in ein­er Gruppe was machen, z.B. HipHop tanzen!“