Gewinner Ausze­ich­nung
2018 — Preisträger*innen

Die Ulme 35 ist eine alte, denkmalgeschützte Klinik in Wes­t­end, die lange leer stand. In unmit­tel­bar­er Nähe befind­et sich eine Unterkun­ft für Geflüchtete. Seit 2017 belebt der Vere­in Interkul­tur­anstal­ten Wes­t­end e.V. das Haus neu mit einem hochw­er­ti­gen und viel­seit­i­gen Pro­gramm für alte und neue Berlin­er.

Projektinformation

Mit­glieder des Vere­ins sind Nach­barn, Ehre­namtliche aus der Willkom­mensini­tia­tive „Willkom­men im Wes­t­end“, Geflüchtete und andere Neu­ber­lin­er. Herz des schö­nen alten Haus­es und unser­er Arbeit ist der Salon, in dem man sich tre­f­fen und miteinan­der ins Gespräch kom­men kann. Das Pro­gramm wird gemein­sam gestal­tet von den Mit­gliedern und Koop­er­a­tionspart­nern wie dem syrischen Kul­turvere­in Mada e.V., der syrischen Frauenini­tia­tive Alsaie­da Souria, dem Fam­i­lien­zen­trum des Pestalozzi-Frö­bel-Haus­es, der Art­sAG aus Vere­ins­mit­gliedern und Berlin­er Kün­stlern und vie­len anderen. Der Bezirk Char­lot­ten­burg-Wilmers­dorf, pri­vate Spender und ganz viel ehre­namtlich­er Ein­satz machen unsere Arbeit möglich. Wöchentlich lock­en Konz­erte, Filmabende und Lesun­gen Besuch­er in den alten Hör­saal, in dem früher Psy­chi­a­trievor­lesun­gen stat­tfan­den. Im Salon gibt es Sprach­cafés für diejeni­gen, die Deutsch ler­nen, aber auch für die, die Ara­bisch oder Far­si üben möcht­en. In einem offe­nen Ate­lier haben Große und Kleine die Gele­gen­heit, begleit­et von Kün­stlern kreativ zu wer­den. Der Vere­in Yay­las Wiese bietet, von Ehre­namtlichen unter­stützt, ganzen Fam­i­lien die Möglichkeit, aktiv Deutsch zu ler­nen. Ein syrisch­er Math­elehrer unter­richtet auf Ara­bisch und Deutsch Schüler, die für ihren mit­tleren Schu­la­b­schluss ler­nen. Im monatlich stat­tfind­en­den Artist Talk begeg­nen sich Kün­stler mit und ohne Fluchthin­ter­grund, die in ähn­lichen Feldern arbeit­en. Sie bericht­en nicht nur von ihrer Kun­st, son­dern bieten auch einen gemein­samen Work­shop an, der für alle Teil­nehmenden eine Bere­icherung ist.

Die Ulme 35 ist zu einem Ort gewor­den, an dem man voneinan­der und übere­inan­der ler­nen kann und gemein­sam aktiv ist — ein Raum für Kun­st, Kul­tur und Begeg­nung — nicht nur für die Bewohn­er des benach­barten Flüchtling­sheims, son­dern für ganz Berlin.