Zur Projektgruppe

Demokratie Leben e.V.
Vien­weg 124
13127 Berlin
Fokus (Alters­gruppe) auf:
JugendlicheKinder
Lokale Zuord­nung:
bezirk­lichregion­al

Projektinformation


1. Pro­jek­tkurzbeschrei­bung

Die demokratis­che und interkul­turell ori­en­tierte Jugendzeitung wel­comX gibt es seit dem Juni 2010.  Es ist ein Forum von Jugendlichen für Jugendliche. Sie stellt eine echte Inno­va­tion im Umfeld der einge­führten Schüler-und Jugend­pub­lika­tio­nen dar. Ihre direk­te Hin­wen­dung zu ein­er ganz speziellen Leserziel­gruppe und deren vielfältige Darstel­lung ver­lei­ht ihr diesen exk­lu­siv­en Charak­ter und macht sie unver­wech­sel­bar. Ihren beson­deren Stil und seine typ­is­che „Hand­schrift“ bezieht wel­comX aus den Schreib­tal­en­ten ihrer jun­gen Akteure, die für sie prä­gend sind. Damit erre­icht sie einen hohen Wieder­erken­nungswert.

Die Jugendzeitung wel­comX erscheint seit dem Juni 2010 in einem Abstand von 3 Monat­en. In diesem Zeitraum erlebte die Zeitung nicht nur eine Steigerung der Auflage, son­dern auch eine im Umfang und liegt nun bei 40 Seit­en in Farbe. Neben der einge­set­zten Gen­re­vielfalt der Beiträge vom Inter­view, über das Porträt bis hin zur Reportage wird auf ein aus­ge­wo­genes Ver­hält­nis von informieren­den und argu­men­tieren­den Tex­ten, kom­biniert mit Fotos, Col­la­gen, Comics und kün­st­lerischen Vignetten, geachtet. Fest einge­führte Rubriken weisen auf die Inhalte hin, die in allen Aus­gaben fes­ter Bestandteil sind und das „Gerüst“ darstellen, u.a. ein regionaler „MV“-Teil, wie zum Beispiel eine comX Jugend­haus­seite, Schülerzeitung­steil und mögliche Andere.

Aktuell sind 30 Schü­lerIn­nen aus der Bet­ti­na-von-Arn­im-Ober­schule, 20 Jugendliche aus dem offe­nen inte­gra­tiv­en Jugend­haus comX, sowohl deutsch­er, wie aus­ländis­ch­er Herkun­ft zwis­chen 14 und 27 Jahren, 4 ehre­namtliche Fachaus­bilder / Anleit­er, beschäftigt. Im Zuge der Par­tizipa­tion gibt es einen Jugen­dredak­tion­srat beste­hend aus bis zu 10 ambi­tion­ierten Jugendlichen. Da kein­er der Jugendlichen voll geschäfts­fähig ist, übern­immt die Geschäft­sleitung der Redak­tion ein­er der Päd­a­gogen in der Funk­tion als Chefredak­teur.

Als visuelle Kon­tak­t­brücke und Pos­i­tivierung der Akteure zum Leser wird die Jugendzeitung den jew­eili­gen Kor­re­spon­den­ten des Beitrages mit seinem Porträt­fo­to optisch und kurzen biografis­chen Dat­en vorstellen.

Unsere Aktuelle Aus­gabe find­en Sie hier:
wel­comX Sep­tem­ber 2010

2. Auswirkun­gen

Mit der interkul­turellen Jugendzeitung soll ein Beitrag geleis­tet wer­den, um junge aus­ländis­che Mitbürger/innen vorurteils­freier und pos­i­tiv­er wahrzunehmen. Der Dia­log der Kul­turen wird so auf seine ganz eigene und kreative Art und Weise befördert.

Im Mit­telpunkt ste­ht dabei die Aufk­lärung und eine bessere Infor­ma­tion über den Anderen als unmit­tel­baren kul­turellen Zugewinn sein­er Inte­gra­tion. Jugendliche mit Migra­tionsh­in­ter­grund und ihre deutschen Alters­ge­fährten, gestal­ten gemein­sam. In diesem kreativ­en Arbeit­sprozess ler­nen sich die Akteure per­sön­lich mit ihren Stärken und Schwächen näher ken­nen. Die Achtung der Per­sön­lichkeit des Anderen sowie der Abbau von Klis­chees und Vorurteilen begleit­en diese Arbeit.

Über die per­sön­liche Vorstel­lung der Akteure in der jew­eili­gen Zeitungsaus­gabe mit der damit ver­bun­de­nen pos­i­tiv­en Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, wird auch an dem Neg­a­tiv­bild, den teil­weise beste­hen­den Vorurteilen, gegenüber den jugendlichen Migranten gear­beit­et.

Zusät­zlich nehmen die Jugendlichen eine Vor­bild­funk­tion für andere ein, in dem sie in durch ihre Leis­tung und der Medi­alen Darstel­lung in einen öffentlichen Fokus gerückt wer­den. Das motiviert andere Jugendliche ihrem Beispiel zu fol­gen. Zu dem erschienen und wer­den Artikel über ein­fache Per­so­n­en aus der Lebenswelt der Jugendlichen erscheinen, die sich für die Gesellschaft engagieren und damit auch eine Vor­bild­funk­tion ein­nehmen.


3. Prozesse der Nach­haltigkeit

3.1 Sozialer Aspekt
Die Achtung der Per­sön­lichkeit des Anderen und der Abbau von Vorurteilen, Migranten gegenüber Deutschen und Deutschen gegenüber Migranten, ist Kern des Pro­jek­tes. Die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit wird durch die per­sön­liche Vorstel­lung der Redak­teure pos­i­tiviert. Die direk­te Zusam­me­nar­beit Jugendlich­er aus bei­den Ziel­grup­pen schafft nach­haltig gegen­seit­ige Akzep­tanz, Tol­er­anz und fördert Sozialkom­pe­ten­zen:

Im Umgang mit sich selb­st:
Selb­st­wert­ge­fühl, Selb­stver­trauen, Eigen­ver­ant­wor­tung, Selb­st­diszi­plin…
Im Umgang mit Anderen:
Achtung ‚Anerken­nung, Ein­füh­lungsver­mö­gen, Kom­pro­miss­fähigkeit, Kri­tik­fähigkeit, Tol­er­anz, Respekt, Interkul­turelle Kom­pe­tenz…
In Bezug auf Zusam­me­nar­beit:
Team­fähigkeit, Koop­er­a­tion, Moti­va­tion, Kon­flik­t­fähigkeit, Kom­mu­nika­tions­fähigkeit…
Führungsqual­itäten:
Ver­ant­wor­tung, Fleiß, Flex­i­bil­ität, Vor­bild­funk­tion…
Im All­ge­meinen:
Emo­tionale Intel­li­genz, Engage­ment…

Da es sich bei wel­comX um ein außer­schulis­ches Bil­dung­spro­jekt han­delt, dem die jun­gen Redak­teure in ihrer Freizeit nachkom­men, begeg­nen sich die Akteure über die Frei­willigkeit und Zwan­glosigkeit, und ler­nen Beziehun­gen zu dem Anderen einzuge­hen und somit die andere fremde Kul­tur näher ken­nen.

3.2 Ökol­o­gis­ch­er Aspekt
Über die redak­tionellen Textbear­beitun­gen, Inter­views usw. wird der Akteur sowie der Leser zum Nach­denken angeregt und das Umwelt­be­wusst­sein ani­miert – Vom ent­fremde­ten Bewusst­sein zum Bewusst­sein der Ent­frem­dung (Nach­haltigkeit).

3.3 Kul­tureller Aspekt
Wie bere­its im Pkt. 2 beschrieben, set­zen sich die jun­gen Mitar­bei­t­erIn­nen über die redak­tionelle Arbeit mit dem jew­eili­gen The­ma im Kon­text der Kul­tur auseinan­der und entwick­eln eine kul­turelle Bewusst­wer­dung und somit eine nach­haltige Verän­derung an sich und als Mit­tler.

4. Maß­nah­men- und Zielum­set­zung
wel­comX spricht beson­ders die Ziel­gruppe Jugendliche und junge Erwach­sene sowohl deutsch­er, wie aus­ländis­ch­er Herkun­ft zwis­chen 16 und 27 Jahren an.
Unsere ambi­tion­ierten Bewer­ber wer­den nach ihren Inter­essen und Qual­itäten in den Bere­ichen Redak­tion, Kri­tik, Zeich­nen, Grafik, Fotografen, Lay­outer, Inter­view­er, Reporter…, von der Jugen­dredak­tion unter päd­a­gogis­ch­er Begleitung aus­gewählt und einge­set­zt.

Das wel­comX-Team ist mul­ti­kul­turell zusam­menge­set­zt. Dort wer­den die anste­hen­den redak­tionellen Tage­sauf­gaben gemein­sam bewältigt und von Pro­fes­sionellen aus der Medi­en­päd­a­gogik qual­i­ta­tiv abgerun­det. Dadurch erfahren die jun­gen Redak­teure einen weit­eren Lern­prozess. Diese beson­dere Lebenswelt der vertrete­nen Kul­turkreise sowie die unter­schiedliche Men­tal­ität der einzel­nen Redak­teure trägt zu einem Redak­tion­skli­ma bei, das von ein­er hohen Kreativ­ität gekennze­ich­net ist.

Das let­zte For­mat der Aus­gabe lag bei 32 Seit­en in Farbe, auf­grund der großen Nach­frage pla­nen wir die kom­mende Aus­gabe mit 40 Seit­en.

Die Jugendzeitung sollte sich ab 2011 durch Wer­bung, Spon­soren und Mit­tel der beteiligten Insti­tu­tio­nen selb­st tra­gen. Dieses kon­nte bish­er nicht umge­set­zt wer­den, wir sind aber der fes­ten Überzeu­gung, dass dies uns ende 2011 glück­en wird. Das Spon­sor­ing musste auf­grund der redak­tionellen Beiträge und der Inte­grierung der Jugendlichen ver­nach­läs­sigt wer­den.