B.u.S. – Bil­dung und Spaß

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Türkische Gemeinde in Deutsch­land
Oben­traut­str. 72
10963 Berlin
Tele­fon:
030 2363 5173
Fokus (Alters­gruppe) auf:
JugendlicheKinder
Lokale Zuord­nung:
nation­al

Projektinformation

gefördert durch das Bun­desmin­is­teri­um für Fam­i­lie, Senioren, Frauen und Jugend im Rah­men der Ini­tia­tive Tol­er­anz fördern – Kom­pe­tenz stärken und die Berlin­er Sen­atsver­wal­tung für Bil­dung, Wis­senschaft und Forschung, führt die Türkische Gemeinde in Deutsch­land (TGD) vom 01. März 2011 bis zum 28. Feb­ru­ar 2014 bun­desweit (Berlin, Kiel und Stuttgart) das Mod­ell­pro­jekt B.u.S.-Bildung und Spaß durch.

Das Pro­jekt strebt ein­er­seits die Förderung der gesamt­ge­sellschaftlichen Inte­gra­tion von Grund­schüler/-innen mit Migra­tionsh­in­ter­grund (bspw. türkisch­er, afrikanis­ch­er, ara­bis­ch­er, argen­tinis­ch­er, libane­sis­ch­er) durch eine Inten­sivierung der sozial­räum­lichen Ver­net­zung sowie ein­er indi­vidu­ellen Tal­ent­förderung an.
Ander­er­seits sollen mehr Jun­gendliche bzw. junge Erwach­sene mit Migra­tionsh­in­ter­grund an die Über­nahme eines Ehre­namtes herange­führt und ihr soziales Engage­ment gestärkt wer­den.
Par­al­lel hierzu ist die Stärkung der interkul­turellen Kom­pe­tenz von Lehrer/-innen, Schüler/-innen und Eltern durch eine nach­haltige Verbesserung der Kom­mu­nika­tion miteinan­der vorge­se­hen.

Für das Pro­jekt B.u.S.-Bildung und Spaß aus­ge­bildete Lot­sen/-innen – junge Erwach­sene mit eigen­em Migra­tionsh­in­ter­grund im Alter zwis­chen 17 – 27 Jahren – übernehmen ehre­namtlich die wöchentliche Betreu­ung eines Grund­schuld­kindes.
Die 1-zu-1 Betreu­ung ermöglicht eine inten­sive und bedarf­s­gerechte Förderung der vorhan­de­nen Poten­tiale des Grund­schulkindes. Der erfol­gre­ich bestrit­tene Bil­dungsweg der Lot­sen/-innen dient den Grund­schülern/-innen als nah­bares Vor­bild. Eben­so unter­stützt der eigene Migra­tionsh­in­ter­grund der Lot­sen/-innen sie bei der Auf­gabe, die Eltern für die Anforderun­gen des deutschen Bil­dungssys­tems zu sen­si­bil­isieren, aber auch das Lehrper­son­al für das Leben­sum­feld der Grund­schüler/-innen zu sen­si­bil­isieren. Regelmäßig find­en Lot­sen­tr­e­f­fen mit den Stan­dortko­or­di­na­torin­nen statt, bei denen Erfahrungsaustäusche zwis­chen den Lotsen/innen vorgenom­men wer­den. Die Lotsen/innen ste­hen außer­dem in regelmäßigem Kon­takt mit den Lehrern/-innen der Grund­schulen.
Die ehre­namtlich agieren­den Lotsen/innen wer­den vom Pro­jek­t­träger in den Bere­ichen Diver­si­ty-Man­age­ment, Kon­flik­t­man­age­ment, Interkul­tureller Kom­pe­tenz, Grund­schulpäd­a­gogik auf Woch­enend­sem­inaren geschult.
Jedes Lot­sen-Kind-Paar führt zwei Tage­büch­er. Eines wird von ihnen gemein­sam gestal­tet. Das Zweite wird von dem Lot­sen geführt und soll am Ende des Pro­jek­tes als bleibende Erin­nerung an das Kind übergeben wer­den.
Das Pro­jekt B.u.S.-Bildung und Spaß wird über den gesamten Pro­jek­tzeitraum hin­weg von ein­er wis­senschaftlich erar­beit­eten Eval­u­a­tion begleit­et. Alle Lotsen/innen füllen monatlich einen Frage­bo­gen aus. Die Eltern sowie Lehrer/innen ein­mal pro Schul­hal­b­jahr.
Nach den Som­mer­fe­rien wurde offiziell mit der wöchentlichen Betreu­ung begonnen. Bun­desweit sind sei­ther 16 Grundschüler/innen und Lotsen/innen in das Pro­jekt einge­bun­den. Eine fortwährende Steigerung der Teil­nehmerzahlen ist fes­ter Bestandteil der Pro­jek­tum­set­zung. Par­al­lel zu den wöchentlichen Tre­f­fen unternehmen die Kind-Lot­sen-Paare ein­mal im Monat einen gemein­samen Aus­flug, bspw. ins Muse­um, The­ater, Kino, Zool­o­gis­chen Garten o.ä.. Zudem find­et ein­mal jährlich ein Gesamt­tr­e­f­fen an den jeweili8gen Stan­dorten mit allen pro­jek­t­beteiligten statt.

Weit­ere Anliegen des Pro­jek­tes B.u.S.-Bildung und Spaß sind, Kom­mu­nika­tions­bar­ri­eren zwis­chen Schule und Eltern­haus abzubauen, ein kon­struk­tives Ler­num­feld für die Grund­schulkinder zu schaf­fen sowie Mul­ti­p­lika­toren/-innen, kom­mu­nalpoli­tisch Ver­ant­wortliche und die Öffentlichkeit zu sen­si­bil­isieren und das ehre­namtliche Engage­ment von Jugendlichen mit Migra­tionsh­in­ter­grund zu stärken.