Das Ziel des Pro­jek­ts Kid­sCour­age ist, Kinder und Jugendliche durch Stärkung ihres Selb­st­be­wusst­seins stark für Tol­er­anz, Demokratie, Zivil­courage und Sol­i­dar­ität zu machen.

Projektgalerie

Zur Projektgruppe

SJD-Die Falken Berlin
Schloßstr. 19
14059 Berlin
Tele­fon:
030–2805127
Fokus (Alters­gruppe) auf:
JugendlicheKinder
Lokale Zuord­nung:
städtisch

Projektinformation

Sie sollen befähigt wer­den, aktiv zu wer­den gegen Intol­er­anz, Gewalt, Diskri­m­inierung, Recht­sex­trem­is­mus und Ungerechtigkeit. Die Kinder und Jugendlichen, die bei Kid­sCour­age mit­machen, sollen erken­nen und erleben, dass sie gemein­sam stark und mutig sein kön­nen und etwas in ihrem Umfeld und in der Gesellschaft verän­dern kön­nen. Gemein­sam starten die Kinder und Jugendlichen Aktio­nen, um damit Verän­derun­gen zu ini­ti­ieren.
Die Pro­jek­t­teil­nehmerIn­nen sollen ihre Rechte ken­nen ler­nen und befähigt wer­den, sich aktiv für diese, fest­geschrieben in der UN-Kinder­recht­skon­ven­tion, einzuset­zen. Durch die Arbeit von Kid­sCour­age sollen die Kinder­rechte ein­er bre­it­en Öffentlichkeit und vor allem unter Kindern und Jugendliche bekan­nt gemacht wer­den (vgl. Art. 42 der UN-Kinder­recht­skon­ven­tion: Verpflich­tung der Bekan­nt­machung).

Kid­sCour­age hat zwei Ziel­grup­pen, die durch unter­schiedliche method­is­che Ansätzen in das Pro­jekt einge­bun­den sind:
1. Schü­lerIn­nen ins­beson­dere der 1.–6. Klasse. In Grund­schulk­lassen wer­den Pro­jek­t­tage zu einem The­men­schw­er­punkt, den sich die Klasse auswählt, durchge­führt. Mod­eriert wer­den diese von zwei aus­ge­bilde­ten und jun­gen Team­erIn­nen.
2. Jugendliche und junge Erwach­sene. Sie wer­den zu Team­erIn­nen für das Pro­jekt Kid­sCour­age aus­ge­bildet. In einem zweit­en Schritt bilden sie selb­st­ständig als Peer­leader wiederum andere junge Men­schen aus.

Sowohl die Durch­führung der Pro­jek­t­tage, als auch die Schu­lung der Jugendlichen haben zum Ziel, einen aktiv­en Beitrag zur Erziehung zu Demokratie, Tol­er­anz und Zivil­courage zu leis­ten. Kinder und Jugendliche sollen für Vorurteile sen­si­bil­isiert wer­den und ihre Stand­punk­te gegen ras­sis­tis­che, frem­den­feindliche und gewaltver­her­rlichende Ansicht­en zu vertreten wis­sen. Durch unter­schiedliche method­is­che Ansätze wer­den die Teil­nehmerIn­nen an Fremdes und Unbekan­ntes herange­führt, um unter anderem den Wert eines jeden einzel­nen Men­schen zu erken­nen.

Jugendliche wer­den in ihrem Selb­st­be­wusst­sein gestärkt, indem sie als Vor­bilder Kindern couragiert gegenüber treten. Spielerisch und hand­lung­sori­en­tiert ver­mit­teln sie als Team­erIn­nen den Kindern Werte wie Fre­und­schaft, Mut, Tol­er­anz und Sol­i­dar­ität und die Kinder­rechte.
Die teil­nehmenden Kinder wer­den in ihrem Selb­st­be­wusst­sein gestärkt, indem sie bei den Pro­jek­t­ta­gen erfahren, wie wichtig sie als indi­vidu­elle Per­sön­lichkeit für die Gruppe sind, wie ein­ma­lig und beson­ders sie sind.

Wichtiger Schw­er­punkt des Pro­jek­ts ist auch die Par­tizipa­tion der Teil­nehmerIn­nen. Par­tizipa­tion bedeutet zum einen, dass die Schü­lerIn­nen sich den the­ma­tis­chen Schw­er­punkt des Pro­jek­t­tages sel­ber wählen, dass sie bei der Find­ung von Pro­jek­tzie­len und bei der Gestal­tung der Pro­jek­t­tage aktiv beteiligt sind. Ihre Anre­gun­gen und Kri­tikpunk­te wur­den und wer­den in der Weit­er­en­twick­lung der Konzepte ein­be­zo­gen. Par­tizipa­tion bedeutet zum anderen, in einem weit­erge­hen­den Bere­ich, dass den Team­erIn­nen nicht vorge­fer­tigte, kom­plett aus­gear­beit­et Konzepte geliefert wer­den, son­dern dass sie die Konzepte sel­ber mit Leben und ihren Ideen füllen und sie so als ein Stück ihres eige­nen Denkens und Han­delns betra­cht­en kön­nen. Die Team­erIn­nen arbeit­en gemein­sam Mate­r­i­al aus, erproben neue Meth­o­d­en und entwick­eln neue Spiele. Gewährleis­tet wird die Par­tizipa­tion durch regelmäßi­gen Aus­tausch bei den Teamtr­e­f­fen und ein­er Mitar­beit bei der Konzep­tion­ser­weiterung. Die Team­erIn­nen haben unter anderem 2003 einen neuen Pro­jek­t­tag zum The­ma „Mitbes­tim­mung“ erar­beit­et. In 2004 wurde vom Kid­sCour­ageTeam ein interkul­tureller Pro­jek­t­tag entwick­elt, der sich an die 1.–3. Klasse wen­det, und seit­dem auch regelmäßig durchge­führt wird.

Das Prinzip „Peer Leader“ bildet eine weit­ere Säule von Kid­sCour­age. Jugendliche für Jugendliche, das bedeutet, dass Jugendliche die neuen Team­erIn­nen aus­bilden. In Form von Mul­ti­p­lika­torIn­nen­schu­lun­gen wird dabei auch das Konzept von Kid­sCour­age erweit­ert. Jugendliche für Kinder, Vor­bild sein durch couragiertes Auftreten und dadurch abstrak­te Begriffe wie Tol­er­anz, Mitbes­tim­mung und Demokratie erleb­bar machen, ist ein weit­er­er Grund­satz von Kid­sCour­age.
Durch öffentlichkeitswirk­same Aktio­nen mit den Jugendlichen und Grund­schülern soll auf die Sit­u­a­tion von Kindern und Jugendlichen in Berlin und auch in anderen Teilen der Welt aufmerk­sam gemacht wer­den und die UN-Kinder­rechte sowie Kid­sCour­age ein­er bre­it­en Öffentlichkeit vorgestellt wer­den.
Die Ehre­namtlichkeit wird durch Kid­sCour­age gefördert, indem Jugendlichen der Rah­men für ehre­namtliche Arbeit gegeben wird. Sie wer­den dazu ermuntert, motiviert und ihre Arbeit kom­pe­tent begleit­et.