Menschen sind in Deutschland verschiedenen Formen von Rassismus ausgesetzt, die auf persönlicher, institutioneller und struktureller Ebene wirken. Die Praxis des Racial Profiling gehört dazu. Durch die (halb)offizielle Legalität dieser Praxis ist deren diskriminierende Wirkung besonders gravierend. Viele Betroffene haben wenig Kenntnisse über ihre Rechte und Möglichkeiten, auf diese Praxis zu reagieren, befürchten strafrechtliche Konsequenzen oder sind durch die scheinbare Ohnmacht gegenüber der Polizei eingeschüchtert und psychisch belastet. Daher besteht ein Informations- und Empowermentbedarf, den wir gerne unterstützen würden.

Zur Projektgruppe

Bund für Antidiskriminierungs- und Bildungsarbeit in der BRD e.V. (BDB e.V.)
Sprengelstrasse 15
SprengelHaus
13353 Berlin
Telefon:
030 / 216 88 84
Fokus (Altersgruppe) auf:
ErwachseneJugendliche
Lokale Zuordnung:
internationalstädtisch

Projektinformation

Der BDB e.V. macht mobile Infostände, um die Betroffenen und Interessierte auf der Straße zu erreichen und informieren. Wir suchen die Orte auf, wo Betroffene verstärkt zu finden sein könnten oder häufig in Kontrollsituationen geraten, z.B. Parks, Bahnhöfe, Ausbildungsstätten, Straßenfeste. Wir werden händigen dabei Flyer mit kurzen Tipps zum Verhalten in einer Kontrollsituation auf verschiedenen Sprachen aus (französisch, englisch, türkisch, arabisch, spanisch, vietnamesisch und portugiesisch). Wir wollen die Menschen informieren und zu einem Austausch über eigene Erfahrungen und Strategien anregen. Die Flyer sind auf unsere Website unter „Downloads“ zu finden.

Diese Aktionen wurden auch filmisch begleitet. Der entstandene Film dient sowohl als Dokumentation als auch als Reflexionsmaterial für künftige Empowerment-Seminare und Sensibilisierungstrainings. Diese Aktionen und Dokumentation wurden von Netzwerk Selbsthilfe und Stiftung Umverteilen.