Mit dem 1. FC Absturz soll eine Fußballmannschaft etabliert werden, die bereit ist, als Sport-Team gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

Zur Projektgruppe

Jung gegen Rechts / APROTO e.V.
Pannierstraße 20
12047 Berlin
Telefon:
015253827675
Fokus (Altersgruppe) auf:
Jugendliche

Projektinformation

Sie will bei Spielen und Turnieren unterschiedlichster Art ein Zeichen setzen gegen Intoleranz, Ausgrenzung, Fremdenfeindlichkeit und rechtes Gedankengut.
Die Kernmannschaft gibt es seit Ende 2012; sie besteht aus ca. 6 Berliner und Brandenburger Schülern, die guten Fußball spielen, aber nicht um jeden Preis gewinnen wollen. Deshalb der selbstironische Name. Das Logo steht u.a. als Symbol für den ‚Motivationskick‘, sich aktiv von rechten Sprücheklopfern im eigenen Umfeld zu entfernen.
Seit Mai 2013 ist die Mannschaft bei einzelnen Turnieren unter unterschied-lichsten Vorzeichen, Regeln, Zusammensetzungen angetreten, um das Konzept zu erproben. Dazu gehörten „Kicken gegen Rechts“ in Glinde, der Regionalcup der Märkischen Allgemeinen Zeitung, ein Straßenfußball-Turnier anlässlich der „Tage der Demokratie“ in Potsdam und weitere. Geplant ist, bei zusätzlichen Turnieren und Anlässen gezielt zusätzliche Mitspieler zu werben und Öffentlichkeitswirkung zu erzielen. Hierbei sollen auf verschiedenen Wegen fußballbegeisterte Jugendliche und Unterstützer angesprochen werden.
Ziel ist es dabei, über das Thema Fußball auch junge Leute für die Mannschaft zu interessieren, denen gesellschaftliches Engagement und der Einsatz gegen Rechtsextremismus und Rassismus bislang nicht besonders erstrebenswert oder notwendig schienen. Teamgeist und ‚Fun-Faktor‘ sollen das ändern.
Im Rahmen des Projekts sollen die Mannschaft, ihre Spiele und Trainingsaktivitäten so von einer professionellen Medien- und Social Media-Kampagne begleitet werden, dass auf diesem Weg rechtsextrem gefährdete Jugendliche im Fußball-Umfeld und darüber hinaus angesprochen werden. Außerdem sollen über die Positionierung auch Eltern, Lehrer, Verbandstrainer etc. unterstützt werden, selbst klar Stellung zu beziehen. Darüber hinaus soll der allgemeinen Öffentlichkeit über positive Botschaften und Einbeziehung von Prominenten, Politikern und Sportlern verdeutlicht werden, wie wichtig das zivilgesellschaftliche Engagement jedes Einzelnen für ein tolerantes Miteinander und die klare Positionierung gegen rechte Ideologie ist.
Da das Projekt keinerlei Konkurrenz zu Vereinsangeboten darstellt, sondern vielmehr für sie wirbt, besteht ein wichtiges Ziel der Öffentlichkeitswirkung auch darin, dass es Vereins-Funktionären und -Trainern erleichtert wird, das Thema Rechtsextremismus und Rassismus intern und in der Öffentlichkeit anzusprechen und für sich selbst bzw. ihren Verein klare Positionen zu beziehen.
Mannschafts-Konzept des 1. FC Absturz ist, dass jede/r, der/die einmal ein Spiel mit der Mannschaft bestritten hat, auf Dauer Mitglied des Toleranz-Teams bleibt und auf der Team-Webseite vorgestellt wird. Dadurch wächst der Kader stetig. Im Laufe der Zeit wird dadurch parallel eine Art ‚virtuelles‘ Toleranz-Team entstehen, dem Schüler, Studenten, Künstler, Politiker, aktive und ehemalige Spitzensportler etc. angehören.
Der 1. FC Absturz hat selbstverständlich auch weibliche Mitglieder und spielt, wenn nicht ausschließlich Damen- oder Herren-Mannschaften antreten, gemischt.
Neben der Ansprache von Jugendlichen als Mitspieler soll die Mannschaft durch Top-Spieler und Fußball-Profis verstärkt werden, durch gesellschaftliche Akteure und Meinungsbildner (sportbegeisterte Politiker, Medienvertreter etc.) sowie Medien-‚Promis‘. Auch diese sollen (möglichst) mindestens bei einem Spiel auf dem Rasen (oder in der Halle) dabei gewesen sein. Sie sollen aber vor allem dazu beitragen, die Öffentlichkeitswirkung der Mannschaft zu verstärken und ihre Attraktivität für jugendliche Spieler.
Geplant sind auch öffentlichkeitswirksame Trainingseinheiten mit bekannten Spielern oder Trainern, in die – um die direkte Wirkung zu verstärken – ggf. auch jeweils eine ‚normale‘ Jugend-Vereinsmannschaft einbezogen werden kann.
Entsprechende Verbindungen, u.a. zum 1. FC Energie Cottbus und zum HSV, bestehen bereits und könnten so genutzt werden. Auch erfolgreiche Trainer und Spieler aus regionalen Ligen sollen angesprochen werden.
Auch zu diesen Trainingsaktivitäten sollen Pressevertreter eingeladen werden, und es wird außerdem eigene Interviews auf der Webseite geben, die neben Persönlichem auch klare Positionierungs-Statements für die wichtige Rolle vom „Fußball als Träger der Toleranz“ zutage fördern sollen. Durch die Vernetzung im Bereich Social Media wird eine hohe Frequentierung der Webseite erreicht.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor des Projekts kann sicherlich sein, dass es sich dabei nicht um die Planung erwachsener, professioneller Akteure handelt, deren Akzeptanz bei den Jugendlichen sich erst erweisen muss. Vielmehr ist sie von den „Jung gegen Rechts“-Mitgliedern selbst entwickelt worden und wird weiterhin von jugendlichen Akteuren federführend mit professioneller Unterstützung umgesetzt werden.
Der 1. FC Absturz ist keine ausschließlich regional agierende Mannschaft. Der Aktionsradius wird jedoch schwerpunktmäßig die Region Berlin-Brandenburg bzw. der norddeutsche Raum sein.