Getagged als - rassistisch motivierte Gewalt

Chronik flüchtlingsfeindlicher Vorfälle in Berlin

Auf dem Por­tal mut-gegen-rechte-gewalt.de wird eine Berlin-spez­i­fis­che Chronik flüchtlings­feindlich­er Vor­fälle geführt.

Die gemein­same Chronik der Amadeu Anto­nio Stiftung und der Men­schen­recht­sor­gan­i­sa­tion PRO ASYL doku­men­tiert Über­griffe und Demon­stra­tio­nen gegen Flüchtlinge und ihre Unterkün­fte des laufend­en Kalen­der­jahres. Die Daten­grund­lage der Chronik sind öffentlich zugängliche Berichte in Zeitungsar­tikeln. Ergänzend wer­den Fälle aufgenom­men, die von lokalen Ini­tia­tiv­en sowie von Reg­is­ter- und Beratungsstellen für Opfer rechter, ras­sis­tis­ch­er und anti­semi­tis­ch­er Gewalt gemeldet wur­den.

Hier geht es zur Chronik: www.mut-gegen-rechte-gewalt.de

4. Oktober 2014 – 29. Dezember 2014

Ausstellung “Berliner Tatorte” gastiert in Kreuzberg

Seit 2002 doku­men­tiert „Rea­chOut – Opfer­ber­atung und Bil­dung gegen Recht­sex­trem­is­mus, Ras­sis­mus und Anti­semitismus“ gewalt­tätige Angriffe mit rechtem, ras­sis­tis­chem und anti­semi­tis­chem Hin­ter­grund in ein­er berlin­weit­en „Chronik“.

Jörg Möller fotografierte diese Tatorte. In jed­er dieser Schwarz/Weiß-Fotografien sieht der Betra­chter Orte unseres All­t­ags. Ein konkreter Tather­gang ist nicht erkennbar, aber es wird deut­lich, hier geschah Unmen­schlich­es und es kann jed­erzeit wieder geschehen.

Die Ausstel­lung ist ein Appell, nicht wegzuschauen, sich einzu­mis­chen und Hil­fe zu holen, wenn Andere bedro­ht und ange­grif­f­en wer­den — auch und ger­ade an den uns so ver­traut­en Orten, an denen Vie­len das Recht abge­sprochen wird, sich dort aufzuhal­ten und ihren All­t­ag zu leben. Die Opfer haben Anspruch auf unseren Respekt und unsere Unter­stützung.

Aktuell wird die Ausstel­lung bis zum 29.12.2014 im Ver­anstal­tungsraum des “Jock­el Bier­garten” gezeigt:
Rat­i­borstr. 14c
10999 Berlin
Tel: 030 69598060

Die Ausstel­lung „Berlin­er Tatorte“ ist ein Koop­er­a­tionspro­jekt des Berlin­er Ratschlag für Demokratie. Regelmäßig informiert der Berlin­er Ratschlag über Neuigkeit­en im Zusam­men­hang mit der Ausstel­lung.

Anetta Kahane am Sprecherpult
10. Juli 2014 – 24. August 2014 in der Stiftung Topographie des Terrors

Berliner Tatorte“ groß wie nie

Recht­sex­treme Gewalt find­et lei­der an viel zu vie­len Orten statt. Mit dem Pro­jekt “Berlin­er Tatorte” von der Opfer­ber­atungsstelle „Rea­chOut“ doku­men­tiert der Fotograf Ralf Möller seit 10 Jahren Fälle von ras­sis­tisch oder anti­semi­tisch motiviertet Gewalt in Berlin. Bis zum 24. August 2014 ist die Ausstel­lung nun in umfassender Größe in den Ausstel­lungsräu­men der Stiftung Topogra­phie des Ter­rors zu sehen (bei freiem Ein­tritt). Zur Ein­wei­hung sprach das Ratschlagsmit­glied Anet­ta Kahane.

Von fast 1.400 gewalt­täti­gen Angrif­f­en mit rechtem, ras­sis­tis­chem und anti­semi­tis­chen Hin­ter­grund hat die Berlin­er Beratungsstelle Rea­chOut allein in den Jahren 2002 bis 2013 erfahren. Doku­men­tiert und veröf­fentlicht ist jed­er einzelne Angriff in ein­er berlin­weit­en Chronik. Die Ausstel­lung „Berlin­er Tatorte” zeigt die von Jörg Möller fotografierten Orte dieser Angriffe, ergänzt um knappe Erläuterun­gen zu den Tat­en. Auf den Fotografien sind gewöhn­liche Straßen, Bahn­höfe und Plätze zu sehen – sie zeigen die erschreck­ende Nor­mal­ität der Angriffe. Die Ausstel­lung soll dazu beitra­gen, dass die Erin­nerung an die Angriffe und die Würde der Opfer gewahrt bleiben. Gle­ichzeit­ig sind sie ein Appell, nicht wegzuschauen, sich einzu­mis­chen und Hil­fe zu holen, wenn Andere bedro­ht und ange­grif­f­en wer­den. Erin­nerung aus Sicht der Opfer heißt hier, die ver­traut­en Stadt­land­schaften neu zu lesen und die Mehrheits­bevölkerung mit den Tat­en zu kon­fron­tieren in der Hoff­nung, dass durch die Wahrnehmung der Tatorte und der Tatum­stände Men­schen sich sen­si­bler durch die Stadt bewe­gen, sich bewe­gen lassen und ein­greifen.

Die Ausstel­lung „Berlin­er Tatorte” beste­ht seit 2005 als Wan­der­ausstel­lung und wird jährlich aktu­al­isiert.