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ALLES FÜR ALLE – Menschen mit und ohne Behinderungen machen Kurzfilme

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Bei unserem Videoprojekt ALLES FÜR ALLE haben 19 Menschen mit und ohne Behinderungen im Alter von 18 – 65 Jahren 13 kurze Filme rund um das Thema „Inklusion“ gedreht. Die Beiträge wurden zwischen April und August 2019 produziert. Die Beteiligten haben die Filmideen gemeinsam geplant und umgesetzt. Alle Filme gibt es kostenlos im Internet. Sie wurden mit Untertiteln und Audiodeskriptionen versehen.

Projekt Informationen

Medienprojekt Berlin e.V.

Richard-Sorge-Str. 66
c/o Brandt/Hoffmann
10249 Berlin

Volker Hoffmann

http://www.medienprojekt-berlin.de

 

Die Gruppe setzte sich aus Menschen mit verschiedensten Beeinträchtigungen zusammen: Drei blinde Menschen, einige Teilnehmende mit psychischen Problemen, Einige mit kognitiven Einschränkungen und mehrere im Rollstuhl fahrende Menschen zum Teil mit einer Spastik.

 Aus den vielfältigen Filmideen der Teilnehmenden wurden bei den überwiegend samstäglichen Treffen von April bis August im zweiwöchigen Rhythmus konkrete Filmkonzepte und Drehpläne entwickelt. In den Sommerferien war ein Teil der Gruppe auch mehrere Tage am Stück aktiv. Dabei wurde teilweise parallel in zwei Gruppen gearbeitet. Während eine Gruppe konkret Filmkonzepte entwickelte und Interviews vorbereitete, sowie bereits mit den Dreharbeiten begann, kümmerte sich eine zweite Gruppe um die aufwendige Idee der Neuentwicklung eines Liedes zum Thema Inklusion. Das Duo Lebensgeister bestehend aus einem blinden Musiker und seiner Duo-Partnerin entwickelte dabei mit den Teilnehmenden aus einzelnen Textfragmenten ein Lied und komponierte die Musik dazu. Das Lied wurde mit einem Teil der Gruppe in einem professionellen Tonstudio aufgenommen und dabei wurde auch noch ein Videoclip gedreht. Neben zwei selbstgemachten Erklärvideos standen eine Reportage über den Film „Kinder der Utopie“ ebenso auf dem Programm wie die filmische Begleitung des Europäischen Protesttages für die Rechte von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai und der Pride Parade Berlin am 22. Juni. Einige Teilnehmer wünschten sich einen Beitrag über das für 2020 in Berlin geplante „Behindertenparlament“. Sechs weitere Filme dokumentierten Teilnehmende aus der Gruppe selbst mit ihren speziellen Fähigkeiten und Hobbys. Ein Beitrag begleitet eine Teilnehmerin in einer inklusiven Tanzgruppe, ein weiterer Kurzfilm dokumentiert Rollstuhl-fahrende Menschen bei den deutschen Meisterschaften im Rollstuhl-Skaten. Vier dieser Filme beschäftigen sich mit Blind Reiten und Laufen, Blind Fotografieren und Malen sowie der Fußfotografie. Verbunden wurden die 13 Beiträge durch die selbst formulierten Anmoderationen der im Rollstuhl sitzenden Laura, die in der Ausstellung „Inklusion im Blick“ im Berliner Abgeordnetenhaus aufgenommen wurden.

0. ALLES FÜR ALLE, Gesamtlänge 95 Min: https://youtu.be/7fMY0YJ_4nw

1. Mission? Inklusion! (10 Min.) https://youtu.be/3aLDFDAC1wM
Die Rechte von Menschen mit Behinderungen sind immer wieder Diskussionsthema. Die Erfolge, wie zum Beispiel die Durchsetzung des Wahlrechts für gesetzlich Betreute werden ausgiebig gefeiert. Immer noch ist aber viel im Argen. Jedes Jahr am 5. Mai findet der europäischen Protesttag für die Rechte von Menschen mit Behinderungen statt. Unser Filmteam hat in Berlin mitdemonstriert.

2. Die Blindmalerin(6 Min.) https://youtu.be/UOYKEAh5xzA
Silja Korn ist seit ihrem 12. Lebensjahr blind. 
Das hält sie aber nicht vom Malen ab. Die praktizierende Erzieherin gibt Kurse im Blind Malen für Sehende und Nicht-Sehende. Wir haben sie bei einem Workshop begleitet.

3. Die Ampel: (1 Min.) https://youtu.be/-r_zoidsoD8
Sich als blinder Mensch allein auf der Straße zurecht zu finden, ist an sich schon nicht so einfach. An Strassenkreuzungen drohen manchmal sogar Gefahren durch Radfahrer. Wir haben dazu ein Erklärvideo gebastelt.

4. „Die Kinder der Utopie“ (11 Min.) https://youtu.be/BeSbWw8mrS0
Ein Dokumentarfilm über gelungene Inklusion an der Schule. Das Team der Sozialhelden e.V. hat in ganz Deutschland Kinoabende mit Diskussionen initiiert. Hier ein paar Eindrücke von der Veranstaltung in Berlin-Friedrichshain.

5. Die Weltrekordlerin: (11 Min.) https://youtu.be/7fFCHt7RKR4
Für Menschen, die nichts sehen, kann schon das einfache Gehen in der Stadt zum Hindernislauf werden. Wie ist es aber, als Mensch ohne Sehfähigkeit zu reiten? Wir haben Regina Vollbrecht bei einer Reitstunde begleitet und beim Lauftraining. 2010 lief Regina mit einer Zeit von 3.15,49 h den Weltrekord der blinden Marathonläuferinnen. 2013 erreichte Sie im Rennen mit sehenden Läuferinnen in der Altersklasse den ersten Platz beim 100-Kilometer-Lauf und im selben Jahr den dritten Platz im Rennen über 50 Kilometer. Heute lässt es die Beauftragte für Menschen mit Behinderungen in Berlin-Reinickendorf in ihrer Freizeit etwas ruhiger angehen.

6. Jeder kann tanzen: (8 Min.) https://youtu.be/JEUNm8h_N-M
Es gibt viele, inklusive Sportarten. Tanzen natürlich auch. Mit dem Motto „Jeder kann tanzen“ trifft sich in Berlin regelmäßig eine Gruppe, um gemeinsam ihr liebstes Hobby auszuüben. Wir waren für euch mit drei Kameras und Mikrofon bei einer Tanzstunde dabei.

7. Der Fußfotograf: (6:30 Min.) https://youtu.be/gMPPTuZ5Btk
Fotografie ist für viele ein Hobby. Motorisch auch für die wenigsten ein Problem. Wie ist es jedoch, wenn die Hände nicht für die Fotografie einsetzbar sind? Sven Kocar hält die Welt aus einer ganz anderen Perspektive fest. Er fotografiert mit den Füßen. Wir haben Sven bei einer Fotoaktion begleitet.

8. Arbeitstitel Behindertenparlament: (8:30 Min.) https://youtu.be/j1BMtTWC-WU
Seit vielen Jahren schon gibt es in Bremen ein funktionierendes Behinderten-parlament. Das soll es bald auch in Berlin geben. Die Idee dazu hatte der Aktivist Christian Specht. Wir haben ihn und einige Politiker*innen dazu befragt.

9. WCMX Championschip: (5 Min.) https://youtu.be/peZntWzqdeU
Sportler gibt es viele. Sportler mit Behinderungen schon etwas weniger. Skater im Rollstuhl sieht man äußerst selten. Bei den Internationalen Deutschen WCMX-Meisterschaften in Berlin haben sich die besten Rollstuhlskater versammelt, um auf Skate-Rampen einzigartige Tricks zu zeigen.

10. Die blinde Fotografin Silja: (6 Min.) https://youtu.be/TeeDnCtxzXc
Ungewöhnliche Hobbys kann jeder haben. Häufig passen sie nicht in standardisierte Muster. Silja Korn ist blind. Trotzdem fotografiert sie leidenschaftlich gern, meistens gemeinsam mit ihrem Mann Guido. Das Gefühl spielt dabei eine große Rolle.

11. Die Erdbeere: (2 Min.) https://youtu.be/p49NlbVvdrE
Als Mensch mit Behinderung erlebt man viele groteske Situationen. In einem kleinen Erklärvideo haben wir ein unangenehmes Erlebnis beim Einkaufen festgehalten, das einem Mitglied unserer Filmgruppe passiert ist. 

12. „Normen überwinden – Kämpfe verbinden“ (13 Min.)
https://youtu.be/0hWDLHqUngg
Das war das Motto der Berliner Pride-Parade 2019. 1500 Menschen zogen in einem kunterbunten Zug durch die Straßen von Berlin-Mitte bis Kreuzberg und haben „Behindert und Verrückt“ gefeiert. 

13. Ich bin kein schräger Hund(5 Min.) https://youtu.be/RPk73a0_I4E
Das Duo Lebensgeister hat mit uns ganz exklusiv ein neues Inklusions-Lied komponiert und im Holzmarkt 25-Tonstudio aufgenommen.

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 Erfahrungen und Ergebnisse
Während der Dreharbeiten wurden die Teilnehmenden angepasst an ihre jeweiligen Bedingungen und Bedürfnisse an der Kamera und am Ton geschult und bei den Dreharbeiten unterstützt. Geschnitten wurden die Filme auf frei zugänglichen Schnittprogrammen. Auf Wunsch der Teilnehmenden wurden die Beiträge mit Untertiteln und mit Audiodeskriptionen versehen, die sie fast alle selbst erstellt haben. Dadurch entstand für die Teilnehmenden und den Filmemacher ein zusätzlich hoher Zeitaufwand.

 Fazit des Projektes: Sowohl die thematischen Planungen als auch die Dreharbeiten sind zur Zufriedenheit aller Beteiligten gut und erfolgreich durchgeführt worden. Dabei wurde individuell auf die einzelnen verschiedenen Beeinträchtigungen und Befindlichkeiten der Teilnehmenden Rücksicht genommen. Die Teilnehmenden entschieden sich dabei für die Tätigkeiten, die ihnen am Besten lagen: Von redaktioneller Arbeit, das Formulieren von Fragen für Interviews, die Rolle als Reporter*in oder Moderatorin am Mikrofon, an der Kamera oder als Cutter beim Schnitt am Computer. Die Stimmung innerhalb der Gruppe war trotz der sehr unterschiedlichen Charaktere sehr gut. Die Beteiligten gingen sehr solidarisch und geduldig miteinander um und interessierten sich für die Beeinträchtigungen der Anderen. Alle haben sich miteinander wohl gefühlt und einige haben sich während des Workshops angefreundet. Alle Beteiligten würden bei einem zukünftigen Videoprojekt wieder sehr gerne mitmachen.

 Die Ergebnisse des Projekts wurden bisher zweimal öffentlich in Berlin aufgeführt. Die beiden Veranstaltungen am 29.8. im Aquarium am Südblock in Kreuzberg und am 4.9. im OMAs Café in Friedrichshain wurden von jeweils 40 Menschen besucht. Bei den anschließenden Diskussionsrunden stellten sich die Projektbeteiligten den Fragen der Anwesenden und bekamen positives Feedback für ihre selbst gedrehten Filme. Zwei einzelne Film-Beiträge wurden in Anwesenheit einiger Beteiligter bei zwei „open screenings“ am 15.8 vor ca. 400 Menschen im Open Air Kino Cassiopeia in Friedrichshain und am 18.9. im Sputnik Kino Hasenheide präsentiert und diskutiert. Das Projekt wurde außerdem auf dem Basar der Vielfältigkeit beim Spreespektakel auf dem Gelände des Holzmarkt 25 in Berlin präsentiert. Am 21. Januar 2020 wird es eine weitere Vorführung aller Filme im Andenbuch-Laden in Berlin-Kreuzberg geben. Die Einreichung und Präsentation einzelner Beiträge bei Videofestivals ist geplant.
Alle 13 
ALLES FÜR ALLE – Filme, Länge 95 Minuten, sind für Interessierte sowohl komplett als auch als Einzelbeiträge im Internet auf YouTube kostenlos verfügbar. Dabei sind Untertitel anwählbar: https://youtu.be/7fMY0YJ_4nw

Die Beiträge wurden zusätzlich auf unserer Facebook-Seite und in mehreren Facebook-Gruppen veröffentlicht und geteilt: https://www.facebook.com/medienprojektberlin1/

Es gab bis jetzt folgende öffentliche Aufführungen der 13 Kurzfilme mit anschließenden Diskussionen mit den Beteiligten und den Filmemacher*innen:

– 15.8. „Die Blindmalerin“ beim Open Screening im Open Air Kino Cassiopaeia in Friedrichshain
– 29.8. Premiere im Aquarium am Südblock in Kreuzberg
– 4.9. Premiere im Café OMA in Friedrichshain
– 12.9. beim Basar der Vielfältigkeit auf dem Spreespektakel Holzmarkt 25
– 18.9. Open Screening im Sputnik Kino Hasenheide am Südstern
Eine weitere Vorführung ist am 21. Januar 2020 im Andenbuch-Laden in Berlin-Kreuzberg geplant.

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