Amal, Berlin! informiert Mon­tag bis Fre­itag auf Ara­bisch und Dari/Farsi darüber, was in der Stadt los ist. Das Wichtig­ste vom Tage wird ergänzt durch Reporta­gen, Inter­views und Kom­mentare. Jour­nal­is­ten und Jour­nal­istin­nen aus Syrien, Afghanistan, Ägypten und Iran betreiben diese mobile Nachricht­en­plat­tform als eine lokale Tageszeitung für das Smart­phone!!

Zur Projektgruppe

Evan­ge­lis­che Jour­nal­is­ten­schule
Jebensstraße 3
10623 Berlin
Fokus (Alters­gruppe) auf:
Erwach­seneJugendliche
Lokale Zuord­nung:
städtisch

Projektinformation

Das Projekt

Amal, Berlin! ist eine Inter­net­plat­tform mit Nachricht­en aus Berlin auf Ara­bisch und Farsi/Dari. Zehn Jour­nal­istin­nen und Jour­nal­is­ten aus Syrien, Afghanistan, Ägypten und Iran bericht­en über alles, was in Berlin und in Deutsch­land wichtig ist: Über Poli­tik, Kul­tur und Gesellschaft. Es geht um das, was im Roten Rathaus passiert und den All­t­ag in Berlin­er Kindergärten. Es geht darum, wie schwierig es ist, eine Woh­nung zu find­en und um die syrische Band, die am Sam­stag im Kul­turzen­trum auftritt. Amal, Berlin! sorgt dafür, dass die vie­len Neuangekomme­nen aus der ara­bis­chen Welt, Afghanistan und dem Iran sich in der Stadt zurechtfind­en, auch wenn sie noch nicht genug Deutsch kön­nen, um den Tagesspiegel oder die Berlin­er Zeitung zu lesen. Nur, wer weiß, was passiert, kann mit­machen und sich zu Hause fühlen.

Arbeiten im Exil

Amal, Berlin! bietet Jour­nal­is­ten und Jour­nal­istin­nen im Exil eine beru­fliche Zukun­ft, da sie mit hal­ben Stellen angestellt oder als Feste Freie beschäftigt sind. Auch für deutschsprachige Medi­en ist der beson­dere Blick­winkel der Amal, Berlin! Autoren und Autorin­nen inter­es­sant. So hat die Redak­tion drei Chris­mon Spezial Hefte gestal­tet und liefert regelmäßig Beiträge für ver­schiedene Redak­tio­nen. Mit Unter­stützung der Media Res­i­dents wer­den Texte aus dem Ara­bis­chen und Farsi/Dari über­set­zt.

Themen, die bewegen

Amal, Berlin! ist Lokaljour­nal­is­mus dicht an der Leser­schaft: Die Redak­tion ist im engen Aus­tausch mit ihren Lesern und Leserin­nen. Die Artikel wer­den auf Face­book gepostet und dort kom­men­tiert und disku­tiert. Oft geht es dabei auch um die Aufregerthe­men unser­er Zeit: Fam­i­li­en­nachzug, Ras­sis­mus und wie Kon­flik­te aus den Heimatlän­dern der Neuangekomme­nen auch in Deutsch­land eine Rolle spie­len.  Amal, Berlin! ste­ht hier für unaufgeregten aus­ge­wo­ge­nen Jour­nal­is­mus und bietet so einen Rah­men für Mei­n­ungsaus­tausch über alles, was Neuangekommene in Berlin bewegt. Beson­ders die Videos der Redak­tion wer­den viel beachtet. Die Serie zum Mauer­fall-Jubiläum sorgte für Auf­se­hen. Hier geht es zu den Mini-Sto­ries.

Viele Perspektiven

Amal, Berlin! ist eine sehr gemis­chte Redak­tion. Män­ner und Frauen aus vie­len Län­dern, mit unter­schiedlichen Reli­gio­nen, poli­tis­chen Überzeu­gun­gen und Per­sön­lichkeit­en arbeit­en zusam­men. Darauf sind wir stolz. Nicht zulet­zt ist Amal, Berlin! auch ein sprach­lich­es Exper­i­ment. Viele Beiträge erscheinen sowohl auf der ara­bis­chen als auch auf der far­si/­dari-Seite. Zusam­me­nar­beit bei Amal, Berlin! bedeutet Kom­pro­misse schließen. So gilt es ger­ade in der Dar­i/­Far­si-Redak­tion eine gemein­same Sprache zu find­en, von der sich sowohl die afghanis­chen als auch die iranis­chen Berlin­er und Berliner­in­nen ange­sprochen fühlen. Gefragt ist zudem Erfind­ergeist: Wie über­set­zt man Gesund­heitsse­n­a­torin ins Ara­bis­che? Was genau ist eine Gebühren­ab­gabeverord­nung und wie kann man es so aus­drück­en, dass Men­schen aus Afghanistan wis­sen, was gemeint ist?

Amal, Berlin! ist zu ein­er fes­ten Größe der Berlin­er Medi­en­land­schaft gewor­den. Behör­den, Kul­turvere­ine, Ini­tia­tiv­en und Fir­men laden die Redak­tion ein, weil sie wis­sen, dass ihre Infor­ma­tio­nen so zur son­st schw­er erre­ich­baren Ziel­gruppe gelan­gen.

Die Entstehung

Amal war zunächst eine Idee: Im Herb­st 2015 kamen mit den Geflüchteten viele Jour­nal­is­ten und Jour­nal­istin­nen aus Syrien und auch aus anderen Län­dern nach Deutsch­land. Für sie ist es schw­er, Arbeit bei deutschsprachi­gen Medi­en zu find­en. Zugle­ich gab es einen Bedarf an ver­ständlich­er Berichter­stat­tung für die Neuangekom­men, die noch nicht deutsche Zeitun­gen lesen kon­nten. So ent­stand die Idee. Finanziert mit Geldern der Evan­ge­lis­chen Kirche Deutsch­land EKD und dem Gemein­schaftswerk der Evan­ge­lis­chen Pub­lizis­tik GEP begann im Sep­tem­ber 2016 an der Evan­ge­lis­chen Jour­nal­is­ten­schule in Berlin ein Vor­bere­itungswork­shop. Im März 2017 ging die Nachricht­en­plat­tform in Berlin online und seit Juni 2017 arbeit­en die Redak­teure und Redak­teurin­nen auf hal­ben Stellen oder als Feste Freie.

Amal wächst

Im Jan­u­ar 2019 begann eine neue Phase. Die EKD und das GEP erk­lären sich bere­it, Amal, Berlin! für weit­ere drei Jahre zu finanzieren. Mit der der Kör­ber-Stiftung, der Schöpflin-Stiftung, der Eccle­sia-Ver­sicherung, der EKBO und der Evan­ge­lis­chen Kirche im Rhein­land kon­nten weit­ere Geldge­ber gewon­nen wer­den. Die Arbeit in Berlin geht weit­er und in Ham­burg wird ein neues Büro eröffnet. Amal, Ham­burg! startet zunächst mit drei Kor­re­spon­den­ten. Sie arbeit­en in enger Koop­er­a­tion mit dem Ham­burg­er Abend­blatt.

Der Träger

Amal ist ein Pro­jekt der Evan­ge­lis­chen Jour­nal­is­ten­schule (EJS). Es prof­i­tiert von der Unter­stützung, der Erfahrung und dem Net­zw­erk der ange­se­henen Schule. Die Evan­ge­lis­che Jour­nal­is­ten­schule in Berlin ist eine Abteilung des Gemein­schaftswerks der Evan­ge­lis­chen Pub­lizis­tik (GEP) mit Haupt­sitz in Frank­furt am Main. Das GEP ist das zen­trale Medi­en­di­en­stleis­tung­sun­ternehmen der Evan­ge­lis­chen Kirche in Deutsch­land (EKD), ihrer Glied­kirchen, Werke und Ein­rich­tun­gen.

 Die Projektleitung

Geleit­et wird das Pro­jekt von Cor­nelia Ger­lach und Julia Ger­lach.