Mit dem interkul­turellen Fes­ti­val Black Inter­na­tion­al Cin­e­ma Berlin engagiert sich das Team von Foun­tain­head® Tanz Théâtre in Verbindung mit dem gemein­nützi­gen Vere­in Cul­tur­al Zephyr e.V. seit 35 Jahren für die Ver­ständi­gung und ver­mehrte Koop­er­a­tion zwis­chen Men­schen vielfältiger kul­tureller, nationaler, eth­nis­ch­er, religiös­er und sozioökonomis­ch­er Hin­ter­gründe sowie ver­schieden­er Alters­grup­pen und sex­ueller Iden­titäten. Das Fes­ti­val bietet einen Ort für den interkul­turellen, kün­st­lerischen und geisti­gen Aus­tausch. Im Mit­telpunkt ste­hen Filme mit interkul­tureller The­matik, die Ein­blicke in ver­schiedene Lebenswel­ten und Per­spek­tiv­en bieten. Begleit­et wird das Fes­ti­val von der Ausstel­lung “Foot­prints in the Sand?” Exhi­bi­tion­Ber­lin sowie von kün­st­lerischen Dar­bi­etun­gen, Vorträ­gen und Diskus­sio­nen, Sem­i­naren und ein­er Fes­ti­val­broschüre.

Projektinformation

A COMPLEXION CHANGE – Transna­tion­al & Inter­cul­tur­al Diplo­ma­cy

XXXV. 2020 Black Inter­na­tion­al Cin­e­ma Berlin /“Footprints in the Sand?” Exhi­bi­tion­Ber­lin 2020

7.–10. Mai, Rathaus Schöneberg, Berlin/Tem­pel­hof-Schöneberg

 

Despite All…?
Chal­lenges…? Yes!
Obsta­cles…? No!
Accom­plish­ments…? Yes!
Despite All…!”

Trotz allem…?
Her­aus­forderun­gen…? Ja!
Hin­dernisse…? Nein!
Errun­gen­schaften…? Ja!
Trotz allem…!

 

Das Pro­jekt
Im Mit­telpunkt des Black Inter­na­tion­al Cin­e­ma Berlin ste­hen inter­na­tionale Filmvor­führun­gen, die von wis­senschaftlichen Vorträ­gen, Diskursen, Lit­er­atur, kün­st­lerischen Dar­bi­etun­gen, der Ausstel­lung „Foot­prints in the Sand?“ Exhi­bi­tion­Ber­lin und ein­er Fes­ti­val­broschüre begleit­et wer­den.
Diese inter­diszi­plinäre und interkul­turelle Herange­hensweise möchte dazu beitra­gen, sowohl auf intellek­tueller als auch auf emo­tionaler Ebene einen Aus­tausch her­beizuführen, der das Ver­ständ­nis füreinan­der verbessern kann und Ein­stel­lun­gen gegenüber anderen Lebenswel­ten als der eige­nen reflek­tiert wer­den kön­nen und die Angst vor dem ver­meintlich Frem­den ver­ringert wird.

Ins­beson­dere Berlin als mul­ti­kul­turelle Metro­pole ist vom Aufkom­men von Kon­flik­ten zwis­chen ver­schiede­nen kul­turellen, eth­nis­chen und nationalen Grup­pen beson­ders bedro­ht.
Immer noch sind Schwarze Men­schen und Peo­ple of Col­or alltäglichen, insti­tu­tionellen und anderen For­men des Ras­sis­mus aus­ge­set­zt. Unser Fes­ti­val möchte diesen For­men von Feindlichkeit­en gegenüber anderen Grup­pen von Men­schen ent­ge­gen­wirken, indem es eine Plat­tform für die friedliche Begeg­nung, das gegen­seit­ige Ken­nen­ler­nen der „Anderen“ bere­it­et und somit zum Abbau von Vorurteilen und Diskri­m­inierung beiträgt und ein respek­tvolles Zusam­men­leben in unser­er vielfälti­gen Gesellschaft fördert. Unser Pro­jekt bietet hierzu einen Raum für den interkul­turellen, kün­st­lerischen und geisti­gen Aus­tausch.

Ger­ade Film als Medi­um besitzt eine beson­dere Kraft, unsere Wahrnehmung der Welt zu bee­in­flussen, indem er einen visuellen Raum schafft für die Orte, die wir nie besucht haben. Nicht zulet­zt soll das Black Inter­na­tion­al Cin­e­ma Berlin bewusst machen, dass von den interkul­turellen Begeg­nun­gen sowie dem daraus resul­tieren­den Verbinden und Teilen von bilden­den, sozialen, kün­st­lerischen und ökonomis­chen Ressourcen alle Teil­nehmerIn­nen und schließlich auch die Gesellschaften prof­i­tieren kön­nen.

Des Weit­eren fördert diese Arbeit die Teil­habe an soziokul­turellen und demokratis­chen Prozessen inner­halb der Gesellschaft und ermutigt Einzelper­so­n­en und Grup­pen, an der Gestal­tung ihres eige­nen Schick­sals und der Gesellschaft all­ge­mein mitzuwirken.
Mit­tler­weile ist es unserem Fes­ti­val­team gelun­gen, das Black Inter­na­tion­al Cin­e­ma Berlin zu einem ver­lässlichen Bestandteil der Kul­tur­land­schaft Berlins und darüber hin­aus wer­den zu lassen. Es bietet eine kon­stante Anlaustelle für unab­hängige filmis­che Pro­duk­tio­nen aus der ganzen Welt und ins­beson­dere für FilmemacherIn­nen aus Afri­ka und der afrikanis­chen Dias­po­ra, deren Filme es ungle­ich schw­er­er haben, einem inter­na­tionalen Pub­likum präsen­tiert zu wer­den.

Ein wichtiger Grund für die Etablierung eines interkul­turellen Film­fes­ti­vals war für uns der, dass wir vor 35 Jahren die Notwendigkeit sahen, ein Forum zu schaf­fen, das auf bil­dung­sori­en­tierte und kün­st­lerische Weise Infor­ma­tio­nen zur Ver­fü­gung stellt, die die kul­turelle Vielfalt unser­er Gesellschaft in Berlin, Europa und inter­na­tion­al wider­spiegelt. Black Inter­na­tion­al Cin­e­ma Berlin stellt eine Meta­pher dar für diese Vielfalt und strebt danach, den Dia­log zwis­chen allen Beteiligten zu fördern und zu verbessern. Sie sollen eben­falls gestärkt wer­den in Ihrem Bewusst­sein über die Exis­tenz und Möglichkeit­en des interkul­turellen Dialogs durch kün­st­lerische Aus­drucks­for­men und deren nüt­zliche Auswirkun­gen auf die Ver­bre­itung von The­men, die für Gesellschaften, in denen die Teil­nehmerIn­nen und BesucherIn­nen leben, von Bedeu­tung sind.

Black Inter­na­tion­al Cin­e­ma Berlin informiert über und demon­stri­ert die Möglichkeit­en kreativ­en und sozial-kul­turellen Schaf­fens durch inter­na­tionale Koop­er­a­tion in Berlin, durchge­führt von ein­er gemein­nützi­gen Organ­i­sa­tion, die es schafft, seit fast vier Jahrzehn­ten Durch­hal­tev­er­mö­gen und Unternehmergeist zu zeigen und unter schwieri­gen ökonomis­chen Ver­hält­nis­sen zu existieren.
Sie demon­stri­ert als Gruppe und mit vielfälti­gen Aus­drucks­for­men, dass Koop­er­a­tion zwis­chen Men­schen möglich ist, wenn sie dem angestrebten Ziel und den Ergeb­nis­sen den Vor­rang geben, ungeachtet nationaler, kul­tureller und eth­nis­ch­er Unter­schiede.
Die Moti­va­tion wird gefördert von einem wach­senden Gefühl der Selb­stach­tung der Teil­nehmerIn­nen und Mit­gestal­terIn­nen und einem Sinn für his­torische Kon­ti­nu­ität als Ergeb­nis ein­er fortwähren­den Entwick­lung, Akzep­tanz und Wertschätzung der Pro­jek­te, die die Gruppe ini­ti­iert, unter­stützt und weit­er­en­twick­elt.

Ver­ant­wortlich für die Pro­duk­tion und Leitung ist Prof. Don­ald Muldrow Grif­fith, Ko-Grün­der und -Leit­er von Foun­tain­head® Tanz Théâtre. Seit 1980 zeich­net Foun­tain­head® Tanz Théâtre ver­ant­wortlich für eine Vielzahl an inter­na­tionalen, interkul­turellen und inter­diszi­plinären Pro­duk­tio­nen in unter­schiedlichen kün­st­lerischen, kul­turellen und akademis­chen Bere­ichen.

Im let­zten Jahr wurde unser Fes­ti­val vom 9.–12. Mai 2019 im Rathaus Schöneberg im Berlin­er Bezirk Tem­pel­hof-Schöneberg präsen­tiert. Es fand unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO Kom­mis­sion und in Koop­er­a­tion mit der Inte­gra­tions­beauf­tragten des Bezirks, Frau Dr. Lisa Rüter, statt.
Die Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO Kom­mis­sion ist Beweis dafür, dass unser Pro­jekt im Ein­klang mit den Hauptzie­len der UNESCO ste­ht: Durch inter­na­tionalen Dia­log und Zusam­me­nar­beit in Bil­dung, Wis­senschaft und Kul­tur zum Auf­bau und Erhalt von Frieden, Gerechtigkeit und Grun­drecht­en und -frei­heit­en für alle Men­schen beizu­tra­gen.
Unser Fes­ti­val wurde eben­falls von der EFFE Inter­na­tion­al Jury als eines der besten Kun­st­fes­ti­vals Europas hon­ori­ert und erhielt das EFFE Label 2019–2020 (Europe for Festivals/Festivals for Europe).

Die Entste­hung:
Black Inter­na­tion­al Cin­e­ma Berlin wurde als inte­graler Bestandteil des ersten und his­torischen 3-wöchi­gen Black Cul­tur­al Fes­ti­val gegrün­det, das von Foun­tain­head® Tanz Théâtre 1986 in Berlin pro­duziert und geleit­et wurde. Die let­zte Woche des Black Cul­tur­al Fes­ti­val war gle­ichzeit­ig auch die Grün­dung von Black Inter­na­tion­al Cin­e­ma Berlin im Kino Arse­nal, ehe­mals in der Welser Str. und unter­stützt von den ange­se­henen Pro­duzen­ten des Kino Arse­nal, Ulrich und Eri­ka Gre­gor.

Die Entwick­lung von Black Inter­na­tion­al Cin­e­ma Berlin begann mit den ersten Fil­men des Arse­nal-Archivs für unsere Präsen­ta­tion. Im Laufe der Jahre wurde uns bewusst, dass Per­so­n­en aus interkul­turellen und inter­na­tionalen Zusam­men­hän­gen, die in den vorgestell­ten Fil­men ihre schwieri­gen Lebenser­fahrun­gen darstell­ten, sich mit der “Black Expe­ri­ence” iden­ti­fizierten.
Da das Black Inter­na­tion­al Cin­e­ma Berlin durch das Black Cul­tur­al Fes­ti­val geprägt wurde, haben wir uns entsch­ieden, den Namen des Fes­ti­vals beizube­hal­ten und klar in unseren Film­fes­ti­val-Zie­len festzuhal­ten: Das Fes­ti­val ste­ht ALLEN FilmemacherIn­nen offen.

Wir stell­ten fest, dass wir den Begriff “Black” mit weniger neg­a­tiv­en Kon­no­ta­tio­nen gestal­ten kon­nten, da FilmemacherIn­nen weltweit darauf reagierten, dass sie sich mit Men­schen aus schwieri­gen sozialen, wirtschaftlichen und eth­nis­chen Ver­hält­nis­sen auf inter­na­tionaler Ebene iden­ti­fizierten.
Black Inter­na­tion­al Cin­e­ma Berlin hat sich zu einem Film­fes­ti­val entwick­elt, das Men­schen aus allen sozialen, kul­turellen und eth­nis­chen Zusam­men­hän­gen anspricht und inspiri­ert.

Die Pro­duzen­ten:
Foun­tain­head® Tanz Théâtre wurde 1980 in Berlin von den Pro­fes­soren Don­ald Muldrow Grif­fith und Gayle McK­in­ney zusam­men mit Lyn­n­da Cur­ry, Ricky Pow­ell und Detlef Bäck­er ins Leben gerufen. Cul­tur­al Zephyr e.V. wurde 1990 von Foun­tain­head® Tanz Théâtre als Dachor­gan­i­sa­tion für die Pro­jek­te der Organ­i­sa­tion gegrün­det.
Mit kün­st­lerisch-kul­turellen Pro­jek­ten engagiert sich Foun­tain­head® Tanz Théâtre in Verbindung mit dem gemein­nützi­gen Vere­in Cul­tur­al Zephyr e.V. für die Ver­ständi­gung zwis­chen den Kul­turen und fördert die Koop­er­a­tion zwis­chen Men­schen divers­er nationaler, eth­nis­ch­er, kul­tureller, religiös­er und sozioökonomis­ch­er Hin­ter­gründe sowie ver­schieden­er Alters­grup­pen und sex­ueller Iden­titäten. Die Organ­i­sa­tion selb­st set­zt sich aus Men­schen vielfältiger kul­tureller und eth­nis­ch­er Ursprünge zusam­men und möchte ein pos­i­tives Beispiel und Inspi­ra­tion für die Möglichkeit­en ein­er friedlichen interkul­turellen Zusam­me­nar­beit in der von Diver­sität geprägten Stadt­ge­sellschaft Berlins und darüber hin­aus bieten.

Eines dieser pos­i­tiv­en Beispiele und das größte Pro­jekt des Foun­tain­head® Tanz Théâtre ist das 1986 in Berlin gegrün­dete interkul­turelle und inter­diszi­plinäre Film/Video-Fes­ti­val Black Inter­na­tion­al Cin­e­ma Berlin, das zusam­men mit der Ausstel­lung “Foot­prints in the Sand?” Exhi­bi­tion­Ber­lin jährlich in Berlin präsen­tiert wird.

Mis­sion State­ment
Foun­tain­head® Tanz Théâtre/Black Inter­na­tion­al Cin­e­ma Berlin/The Col­legium — Forum & Tele­vi­sion Pro­gram Berlin/“Footprints in the Sand?“ Exhi­bi­tion­Ber­lin in Verbindung mit Cul­tur­al Zephyr e.V. sind eine inter­na­tionale, interkul­turelle Gemein­schaft von Men­schen mit dem Engage­ment für ein besseres Ver­ständ­nis und wach­sende Koop­er­a­tion zwis­chen Indi­viduen und Grup­pen, mit Unter­stützung des demokratis­chen Prozess­es und der Besei­t­i­gung von Gewalt, Ver­fol­gung auf­grund religiös­er, eth­nis­ch­er und geschlechtlich­er Zuge­hörigkeit, Kindes- und Jugend­miss­brauch, Homo­sex­uellen-Feindlichkeit und von Rassen­hass, durch die Mit­tel der Kun­st, der Bil­dung, der Kul­tur und des Dialogs.

Foun­tain­head® Tanz Théâtre/Cultural Zephyr e.V.